TG-Forum - Das Forum für Transgender, Transen, Transsexuelle, Drag Queens und alle anderen
News: you're searchin for an english forum. Please have a look @
http://www.angelsforum.co.uk/phpforum/
 
*
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. 22. Februar 2012, 20:17:37


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge


Seiten: [1] 2   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Brauche Hilfe beim Coming-Out  (Gelesen 718 mal)
Andrea2012
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 22




Ignorieren
« am: 27. Dezember 2011, 15:11:53 »

Hallo ihr Lieben,

ich möchte schon seit mehreren Jahren mit jemanden über mein Problem sprechen, aber ich habe große Angst, dass meine Familie das nicht versteht und nicht hinter mir steht. Aber wenn ich mit niemanden darüber rede, wird es nur noch schlimmer. Deshalb möchte ich mit meiner Mutter sprechen, weil sie würde es glaube ich akzeptieren. Bloß das Problem ist, wie ich an die Sache ran gehen soll. Wie soll ich am besten Anfangen und wie soll ich es ihr am besten beichten?


LG
Andrea2012 Smiley
Gespeichert
c-j
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 2,548


Dziewczynka Śląska


E-Mail

Ignorieren
« Antwort #1 am: 27. Dezember 2011, 15:20:48 »



Wie soll ich am besten Anfangen und wie soll ich es ihr am besten beichten?



TS ist keine Sünde!
Gespeichert

Andrea2012
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 22




Ignorieren
« Antwort #2 am: 27. Dezember 2011, 15:22:43 »

Ich weiß, aber dass muss man erstmal meinen Vater sagen, der würde das glaube ich nie akzeptieren Sad
Gespeichert
Natasha
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 257


Chica




Ignorieren
« Antwort #3 am: 27. Dezember 2011, 17:46:38 »

Hallo ihr Lieben,

ich möchte schon seit mehreren Jahren mit jemanden über mein Problem sprechen, aber ich habe große Angst, dass meine Familie das nicht versteht und nicht hinter mir steht. Aber wenn ich mit niemanden darüber rede, wird es nur noch schlimmer. Deshalb möchte ich mit meiner Mutter sprechen, weil sie würde es glaube ich akzeptieren. Bloß das Problem ist, wie ich an die Sache ran gehen soll. Wie soll ich am besten Anfangen und wie soll ich es ihr am besten beichten?


LG
Andrea2012 Smiley

Ich hab's auch zuerst meiner Mutter gesagt. Ich hab's mir einfach vorgenommen, mich dann mit ihr zusammengesetzt und es dann geradeheraus gesagt. Also zuerstmal "nur", dass ich schwul bin. Wollt's ihr nicht antun ihr gleich das ganze Paket zu pressen, der Armen. Wink Sie hat's echt super und mit viel Verständnis aufgenommen und mir gesagt dass es ihr egal ist und sie nur will dass ich glücklich bin. Das hat mir innerlich sehr geholfen und aufgebaut.

Sehr geholfen hat mir auch ein Rat einer lieben Schwester und Freundin. Ich hab' mir das damals immer wieder durchgelesen und es hat mir Kraft gegeben. Also will ich mal versuchen es zu übersetzen und hoffe, es wird auch Dir helfen:


"Es ist niemals leicht. Und wenn's geschafft ist, laß Dich nicht von Deiner Euphorie verleiten zu viele Schritte auf einmal nehmen zu wollen. Dies ist DEIN Leben also finde Dein eigenes Tempo, nimm Dir Deine Zeit und werde fest in Dir selbst dadurch. Versuch' Jeden der Willens ist auf halbem Weg zu treffen. Versuch' genug Schlaf zu bekommen. Denn es ist genauso anstrengend wie es aufregend ist. Versuch' die Menschen für Dich zu gewinnen. Nicht dadurch sie zu bekämpfen, sondern durch Deine weibliche Ausstrahlung. Zeig' Dich selbstbewußt und Deiner sicher. Laß' Dich ruhig von Denen schützen, die Dich schützen wollen und sie werden Dir den Rücken ein bißchen frei halten.

Letztlich möchte ich Dir noch Alles Gute der Welt wünschen... Du wirst es wahrscheinlich brauchen. Aber am Ende wird es es wert gewesen sein."
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2011, 17:52:04 von Natasha » Gespeichert

I'm a relentless bitch, I am no prey
I make even the devil turn his face away
I dance on your spine, and I don't care
My eyes are pure ice, come see the glare
Oona
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 203





Ignorieren
« Antwort #4 am: 27. Dezember 2011, 17:52:47 »

@C-J: Transsexualität kann durchaus eine Sünde sein. Das liegt am Ende im Auge des Betrachters.

Hallo, Andrea,

zuerst mal herzlich Willkommen! Hierher zu finden ist schon mal ein guter Anfang, um ein Outing vorzubereiten. Ich jedenfalls habe hier viel Lesenswertes gefunden, das meine Gefühle mit Fakten untermauerte. Und am Ende geht es wohl in einem Gespräch mit so wichtigen Menschen wie den Eltern darum, nicht nur über Gefühle reden zu können, sondern auch Belege mitbringen zu können.

Für mich war es wichtig zu wissen, dass man eben nicht krank ist. Da hat nur jemand bei der Vergabe der Seelen in die dafür zugewiesenen Körper nicht aufgepasst und was durcheinander gebracht. Mehr ist es nicht. Aber auch nicht weniger.

Ich kann Dir nur raten:

A) Mach Dich schlau.
B) Lass Dir Zeit.
C) Suche Hilfe bei Selbsthilfegruppen in Deiner Nähe.

Im Netz gibt es reichlich Info-Material. Vielleicht sogar ein bisschen zu viel. Da gibt es die Kampf-Transen, die ums Verrecken nur Transsexualität gelten lassen, wenn man auch operiert wird und dann die andere Fraktion, die ohne Hormone, ohne Operation und nur bewaffnet mit einer Esoterik-Fibel das  transsexuelle Seelenheil predigen.

Das Witzige daran ist: Sie haben alle Recht. Denn so wie es sich mir darstellt, hat hier jeder sein ganz persönliches Handtäschchen zu tragen und es gibt kein allgemeingültiges Rezept, um sich in diesem neuen Dschungel zurechtzufinden.

Das Coming Out, nun, da gibt es sicher kompetentere Ansprechpartner als mich. Ich stehe auch noch am Anfang, suche mich selbst und finde hier und da auch Fragmente, die mich weiterbringen.

Eins weiß ich aber: Das Coming Out im großen Stil kann für mich noch warten. Ich hab’s nicht so eilig.

Ich drücke Dir die Daumen und mail mich gerne an, wenn Du einfach mal was loswerden willst.

Lieben Gruß
Babsi
Gespeichert

Nur weil Du paranoid bist, heisst das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind.
Oona
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 203





Ignorieren
« Antwort #5 am: 27. Dezember 2011, 17:54:15 »

"Es ist niemals leicht. Und wenn's geschafft ist, laß Dich nicht von Deiner Euphorie verleiten zu viele Schritte auf einmal nehmen zu wollen. Dies ist DEIN Leben also finde Dein eigenes Tempo, nimm Dir Deine Zeit und werde fest in Dir selbst dadurch. Versuch' Jeden der Willens ist auf halbem Weg zu treffen. Versuch' genug Schlaf zu bekommen. Denn es ist genauso anstrengend wie es aufregend ist. Versuch' die Menschen für Dich zu gewinnen. Nicht dadurch sie zu bekämpfen, sondern durch Deine weibliche Ausstrahlung. Zeig' Dich selbstbewußt und Deiner sicher. Laß' Dich ruhig von Denen schützen, die Dich schützen wollen und sie werden Dir den Rücken ein bißchen frei halten.

Einfach gut.
Gespeichert

Nur weil Du paranoid bist, heisst das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind.
TinaCD
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 298


Ist doch wieder nur´n Bild




Ignorieren
« Antwort #6 am: 27. Dezember 2011, 18:04:10 »

Also was Babsi und Natasha sagen klingt ganz gut.
Lass dir ZEIT, sei dir SICHER, ÜBERTREIBE nicht.

Fang vieleicht klein an, das dir Damensachen lieber zutragen sind als Herrensachen. Wenn du 100x mal draussen warst hasu bestimmt Bilder.
Zeig sie ihr bei einer Tasse Kaffee (variabel). So ähnlich war es meinerseits. Die Mama kommt selber dahinter wie es ernst ist.

Fang bloss nicht an mit Lack und Leder oder Stöckel und Strapse.

Beim Vater..............keine Ahnung . Ich seine Tochter, wollte ihm immer ein Sohn sein.

Du schaffst das

Gespeichert

Jeden Tag fängt das Leben neu an
Oona
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 203





Ignorieren
« Antwort #7 am: 27. Dezember 2011, 18:17:06 »

Hallo, Andrea,

ich habe mir Deinen Text noch mal etwas sorgfältiger durchgelesen. Wenn ich es richtig rauslese, dann willst Du mit Deiner Mutter reden, um überhaupt mal darüber zu reden. Lese ich das richtig?

Wenn dem so ist, halte ich das persönlich für einen ganz falschen Weg. In erster Linie musst Du einen gesunden Egoismus entwickeln. Es geht um Dich. Deine Zukunft. Dein Leben. Deine Zukunft.

Ganz sicher geht es nicht darum, dass Deine Eltern es gutheissen müssen. Ist natürlich schön, aber keine Bedienung für ein erfülltes Leben.

Wie gesagt, ein Rezept gibt’s nicht. Aber irgendwo habe ich mal gelesen, dass jemand ihrer Mutter ein Foto aus einem Shooting gezeigt hat und die Mutti das völlig faszinierend fand. Ein Foto ist auf jeden Fall nicht so überrumpelnd wie das Klacken von Stilettos auf den Küchenfliesen begleitet von den Worten "Mutti, guck mal …"

Aber vielleicht erzählst Du uns einfach noch ein bisschen mehr und gibst uns so Gelegenheit, bessere und individuellere Tipps zu geben.

LG
Babsi
Gespeichert

Nur weil Du paranoid bist, heisst das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind.
mihi
Forennutzer/in

Online Online

Beiträge: 237





Ignorieren
« Antwort #8 am: 27. Dezember 2011, 19:17:50 »

ich möchte schon seit mehreren Jahren mit jemanden über mein Problem sprechen, aber ich habe große Angst, dass meine Familie das nicht versteht und nicht hinter mir steht. Aber wenn ich mit niemanden darüber rede, wird es nur noch schlimmer. Deshalb möchte ich mit meiner Mutter sprechen, weil sie würde es glaube ich akzeptieren. Bloß das Problem ist, wie ich an die Sache ran gehen soll. Wie soll ich am besten Anfangen und wie soll ich es ihr am besten beichten?

Zuerst einmal ein Satz zum Mut machen: meistens fragt man sich hinterher, warum man das Gespräch so lange vor sich hergeschoben hat, denn es war dann doch nicht so schlimm.

Und natürlich kann ich nur Gedanken formulieren. Deinen Weg, der für Dich paßt, finden kannst Du nur selbst.

Ich habe nicht mit meinen Eltern angefangen. Ich habe es zuerst einer Tante von mir erzählt, von der ich mir am ehesten Verständnis erhoffte. Vielleicht kennst Du auch solche Leute, bei denen Du weniger Angst hast, vielleicht auch welche, wo es weniger schlimm ist, wenn das Gespräch nicht so optimal läuft.

Du solltest immer Deinem eigenen Gefühl folgen. Jene Tante zum Beispiel hatte mir empfohlen, es beiden Eltern zusammen zu erzählen. Ich hatte eher dazu tendiert, es zunächst nur meiner Mutter zu sagen, und das wäre auch besser gewesen. Mein Vater ist ziemlich heftig geworden.

Aber ein anderes Ergebnis war auch wichtig: so richtig neu war es meiner Mutter nicht. Mütter bekommen manchmal mehr mit, als man denkt. Vielleicht ist es also auch keine schlechte Wahl, mit der Mutter zu beginnen.

Als ich es meinen Eltern erzählt habe, war ich normal männlich gekleidet und hatte auch keine Bilder von irgendetwas dabei. Ich habe beim ersten Mal eigentlich auch nur erzählt, daß ich gern Röcke trage. Ich war mir damals selbst auch noch nicht so sicher, wo es hingeht. Der Rest kam dann schrittweise, über zwei Jahre hinweg. Mit der Mutter kann man über die Kindheit reden, die Gefühle, wie es angefangen hat, was man damals schon gemacht oder sich nicht zu tun getraut hat usw. Wenn ich es heute fremden Leuten erzählen muß, dann sage ich immer, daß es angeboren ist, daß es eben vorkommt wie andere Sachen auch, man kann eine Hasenscharte haben, man kann blind oder taub geboren werden, Körperteile können nicht aussehen, wie sie sollen, man kann eine Brille brauchen, eine Muskelschwäche haben und und und. Da ist Transidentität noch richtiggehend harmlos gegen das, was alles möglich ist.

Ich wünsche Dir den nötigen Mut und dann - natürlich - ein erfolgreiches Gespräch!

Mihi
Gespeichert
Oona
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 203





Ignorieren
« Antwort #9 am: 27. Dezember 2011, 19:24:28 »

Zitat
Wenn ich es heute fremden Leuten erzählen muß, dann sage ich immer, daß es angeboren ist, daß es eben vorkommt wie (…) Hasenscharte (…) blind (…) taub (…) man kann eine Brille brauchen (…) Muskelschwäche haben und und und. Da ist Transidentität noch richtiggehend harmlos gegen das, was alles möglich ist.

Hallo, Mihi,

mir fällt auf, dass Deine Liste nur Krankheiten darstellt. Wäre es nicht schöner, wenn Du sagst, dass es angeboren ist wie braune Augen, kleine oder große Nasen? Indem Du Deine Transidentität mit einer Krankheit vergleichst, wirst Du auch immer nur als krank angesehen. Dann bekommt man Mitleid, aber nie Akzeptanz.

Oder?
Gespeichert

Nur weil Du paranoid bist, heisst das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind.
mihi
Forennutzer/in

Online Online

Beiträge: 237





Ignorieren
« Antwort #10 am: 27. Dezember 2011, 19:42:57 »

Zitat
Wenn ich es heute fremden Leuten erzählen muß, dann sage ich immer, daß es angeboren ist, daß es eben vorkommt wie (…) Hasenscharte (…) blind (…) taub (…) man kann eine Brille brauchen (…) Muskelschwäche haben und und und. Da ist Transidentität noch richtiggehend harmlos gegen das, was alles möglich ist.

Hallo, Mihi,

mir fällt auf, dass Deine Liste nur Krankheiten darstellt. Wäre es nicht schöner, wenn Du sagst, dass es angeboren ist wie braune Augen, kleine oder große Nasen? Indem Du Deine Transidentität mit einer Krankheit vergleichst, wirst Du auch immer nur als krank angesehen. Dann bekommt man Mitleid, aber nie Akzeptanz.

Oder?

Ok, einverstanden.

Mihi
Gespeichert
Andrea2012
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 22




Ignorieren
« Antwort #11 am: 27. Dezember 2011, 22:01:48 »

Ich will mich als erstes für eure vielen hilfreichen Antworten bedanken Smiley

Zitat
"Es ist niemals leicht. Und wenn's geschafft ist, laß Dich nicht von Deiner Euphorie verleiten zu viele Schritte auf einmal nehmen zu wollen. Dies ist DEIN Leben also finde Dein eigenes Tempo, nimm Dir Deine Zeit und werde fest in Dir selbst dadurch. Versuch' Jeden der Willens ist auf halbem Weg zu treffen. Versuch' genug Schlaf zu bekommen. Denn es ist genauso anstrengend wie es aufregend ist. Versuch' die Menschen für Dich zu gewinnen. Nicht dadurch sie zu bekämpfen, sondern durch Deine weibliche Ausstrahlung. Zeig' Dich selbstbewußt und Deiner sicher. Laß' Dich ruhig von Denen schützen, die Dich schützen wollen und sie werden Dir den Rücken ein bißchen frei halten.
@Natascha: Der Rat klingt sehr schön, Danke Smiley

@Babsi: Danke, dass ich dich an mailen kann, wenn ich mal was loswerden möchte und ich werde in den nächsten Tagen meine Geschichte erzählen  Smiley


LG
Andrea2012
Gespeichert
Kerstin S.
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 1,590


8 Bit Halluzinelle


WWW E-Mail

Ignorieren
« Antwort #12 am: 27. Dezember 2011, 22:03:20 »

Hallo Andrea,

ich habe es realtiv kurz hinter mir. Es ist genau ein Jahr her.
Ein allgemein gültiges Rezept gibt es nicht. Ich kenne Deine Mutter nicht und weiß nicht wie alt sie ist. Wie sie es aufnimmt, ist sogar von ihrer momentanen Laune abhängig.
Bei der Mutter ist es auch eine andere Sache, als bei Freunden oder anderer Verwandschaft. Mütter haben nämlich die Eigenschaft das sie sich Sorgen machen um ihre Kinder. Meine Mutter machte sich Sorgen aufgrund falscher Vorstellungen um das Thema. Das habe ich erst später erfahren. Dabei wollte ich das schon beim Outing aus der Welt schaffen mit Bildern von mir und Freundinnen in "normaler" Umgebung und das sich nichts ändert, weil ich keine Hormone nehme oder eine Operation anstrebe. Das hat die Sache aber groß gemacht.

Gut war, das es andere Leute gab, bei denen ich mich vorher geoutet hatte, und bei denen sie ihre Sorgen (und eigenartige Vorstellungen) ablegen konnte.

Heute würde ich die Sache bei meiner Mutter anders angehen. Ich würde ihr die Sache in kleinen Happen servieren. Angefangen mit einem Bild, das zu "Karneval" entstanden ist.
Trete ihr aber auf keinen Fall unvorbereitet als Mädel entgegen!!! Das wäre höchstwahrscheinlich destruktiv. Ein gelungenes Bild vermeidet allzu wildes Kopfkino über Deine Erscheinung.

Sie hat durch ihre Sorgen große Probleme gehabt und dadurch ist es mir auch nicht gut dabei gegangen. Heute bin ich erleichtert und froh es hinter mich gebracht zu haben. Manchmal wünschte ich, ich hätte es deutlich früher gemacht.

Das war eine weitere Sichtweise. Wie Du es machst, mußt Du selber entscheiden. Ich drücke Dir dafür ganz fest die Daumen!!!


Ganz liebe Grüße,
die Kerstin
Gespeichert

Nicht Anzüge, sondern Kleider machen Leute!
---- Hier gibt's Kerstinbilder ----
Julia Svea
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 347




Ignorieren
« Antwort #13 am: 27. Dezember 2011, 22:45:49 »

Also zuerstmal "nur", dass ich schwul bin. Wollt's ihr nicht antun ihr gleich das ganze Paket zu pressen, der Armen.
Warum denn schwul? Erklärst du auch das du Himbeer-Eis magst indem du erst über Erdbeere schwärmst?

Wenn ich so überlege, weiß ich gar nicht mehr genau, wie ich es meiner Mama erzählt habe - das war aber auch kaum noch nötig, da ich durch Wäscheklau, (versucht) heimliches rausschleichen (was nicht wirklich klappte auf die Dauer) mit großer Sporttasche für Klamotten meine Mutter eh schon sehr sehr nah an der Lösung war.

Andrea, sofern du nicht alles komplett unterdrückst, sondern öfters mal was ausgeborgt hast oder sonst etwas, wird deine Mum sich wahrscheinlich schon ihren Teil denken.
Gespeichert
Natasha
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 257


Chica




Ignorieren
« Antwort #14 am: 27. Dezember 2011, 22:57:43 »

Warum denn schwul? Erklärst du auch das du Himbeer-Eis magst indem du erst über Erdbeere schwärmst?

Wieso? Für mich war's die richtige Lösung. Das war die Quintessenz der Sache und ja auch die Wahrheit. Man muß die Dinge IMO in solchen Extremsituationen halt erst mal in Begriffe fassen, mit denen der "normale" Mensch erstmal was anfangen kann, damit er damit umgehen lernen kann. Das ich 'n "Mädchen" bin hat sie dann schon 'rausgefunden, als ich meinen Kleidungsstil und mein Auftreten (selbstredend radikalst) geändert habe und in unseren vielen, folgenden Gesprächen. Peu a peu. Fand' und find' ich besser als eventuell panische Abwehrreraktionen verursachende Holzhammermethodik. Wir zwei Mädels kommen mittlerweile echt gut zurecht und reden offen und ehrlich über Alles. Ist 'ne feine Sache.
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2011, 23:02:50 von Natasha » Gespeichert

I'm a relentless bitch, I am no prey
I make even the devil turn his face away
I dance on your spine, and I don't care
My eyes are pure ice, come see the glare
Tags: Coming-Out  Hilfe  Offenheit  Erzählen 
Seiten: [1] 2   Nach oben
  Drucken  

 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2006-2007, Simple Machines | impressum| Sitemap