Jennifer Anson
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« am: 21. Mai 2008, 06:58:37 » |
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Hallo meine Lieben,
mir drängt sich immer wieder die Frage auf, ob wir Deutschen selbst verantwortlich sind für die "negative" wirtschaftliche und politische Entwicklung?
Seit vielen Jahren wird der Unterschied zwischen arm und reich - zwischen gut Verdienenden und Billiglöhnen immer größer. Die Mittelschicht bricht mehr und mehr weg und der Trend scheint weiterhin ungebremst in diese Richtung zu gehen.
Zwar haben unsere Politiker eingesehen, dass es geradezu unverschämt gewesen wäre sich in diesen Zeiten ihre Diäten zum zweiten mal in kürzester Zeit zu erhöhen. Doch ist das ein guter Anfang oder doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein?
Natürlich jammern nachwievor viele in Deutschland auf einem hohen Niveau, aber auch diese Zahl wird geringer und viele jammern zu Recht. Vollzeitjobs mit Überstunden und das Geld reicht doch nicht um die monatlichen Fixkosten zu decken. Wichtige schützende Versicherungen werden gekündigt, da sie nciht mehr bedient werden können. Altersvorsorge im privaten Bereich würe unbedingt nötig, aber nicht finanzierbar. Doch trotz des Nebenjobs kommt man gerade nur mit Mühe und Not über die Runden und mancherorts reicht nicht mal mehr das.
Natürlich müssen Manager angepasste Gehälter beziehen, denn schließlich haben sie eine größere Verantwortung. Doch ist es der richtige Trend die Gehälter der Angestellten und Arbeiter weiter zu kürzen oder nciht angemessen anzupassen um einen doch schon großen Gewinn noch mehr zu optimieren? Muß alles unbedingt immer größer und größer werden? Von den ganzen illegalen MAchenschaften die bis heut enicht aufgedeckt wurde will ich garnciht reden, die Dunkelziffer wird vermutlich riesig sein.
Auf der anderen Seite stehen diejenigen die "jammern", aber man hört immer nur "Was kann ich denn schon dagegen tun?". Sind die deutschen Bürger selbst verantwortlich für die desolate Lage, da sie sich nicht wehren und lethargisch alles geschehen lassen? Kann man sich überhaupt dagegen wehren und wenn ja wie?
Eigentlich hätten wir genügend Druckmittel, aber die Leute sind zu phlegmatisch diese auch zu nutzen und entsprechende Denkzettel zu verpassen. Möglichkeiten gäbe es genug um etwas zu bewegen .....
Dazu würde mich einfach mal die Meinung von Euch interessieren.
Love 'n' Peace Jenni
PS: Auch ich bin der Meinung, dass ich mir zu viel gefallen lasse, habe aber schon meine ersten Konsequenzen gezogen. Diese gehen mir aber nicht weit genug und ich suche ständig nach neuen Möglichkeiten.
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Beate
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« Antwort #1 am: 21. Mai 2008, 14:02:20 » |
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Frage: Wie viele Politiker benötigt man, um eine Glühbirne zu wecheln? Antwort: Keinen. Denn zunächst muss die Glühbirne den Wechel wollen. ... Wer bei uns bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt, soll sich am besten am eigenen Kragen selbst wieder herausziehen. Das ist keine Zumutung, sondern ein Geschenk, dessen Wert man vor allem dann erkennt, wenn man es selbst nicht braucht.
(aus einem Kommentar der heutigen FR zum Thema)
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Viele liebe Grüße
Beate
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MichelleSarah
Frollein Valentin
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« Antwort #2 am: 21. Mai 2008, 16:23:12 » |
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Mmh... An sich könnte man zum Thema mehr als nur einen Essay liefern...
Was die derzeitigen "Zustände" angeht, so kann man es sich ganz einfach machen und sagen: "Ja!"
Niemand hat den Deutschen Bundestag gezwungen, der EG/ EU in der derzeitigen Form zuzustimmen (den größten Blödsinn hat das Bundesverfassungsgericht verhindert, vgl. etwa BVerfGE 89, 155 "Maastricht"), den Menschenrechtsbewahrer China in die WTO aufzunehmen und überhaupt eine neben der UNO (und damit neben jedem Menschenrechtstext) stehende WTO so mit zu errichten.
Bislang ist der größte internationale Dünnpfiff -wenn überhaupt- an den Franzosen gescheitert, die sich -mit Recht- an ihre nationalen Interessen und ihre freiheitliche Tradition in internationalen Verhandlungen erinnern; es gab Textentwürfe auf WTO-Ebene, die waren nurmehr grotesk...
Wenn Deutschland meint, einen Krieg aller gegen alle (sc.: globaler Wettbewerb) mit führen zu wollen, so kann es eigentlich nur verlieren; die Konkurrenz mit den nicht einmal im Einklang mit den Standards der ILO bestehenden Arbeitszuständen etwa in China ist nicht leistbar... Und wenn nun gequarkt wird, wir müssen nur bilden und forschen, um bestehen zu können, dann definieren wir gleichsam die Verlierer im eigenen Land, neudeutsch das Prekariat...
Allerdings könnte man dies vielleicht noch bewältigen, wenn man im eigenen Land 'mal eine entsprechende Politik angehen würde. Dazu bedürfte es zunächst 'mal eines Zieles, einer Idee und auch ein paar Ideale, um ein wenig gesetzgeberisch zu gestalten, denn manche Umsetzungen müssen nicht zwingend an der EU scheitern, etwa die Herstellung von Arbeitsbedingungen, von denen man leben kann. Hier wäre aber auch einmal die Verteilungsfrage neu zu stellen, was sofort politisch desavouiert würde, gerne mit Verweis auf Faktizitäten. Noch wird auf einem vielleicht höheren Niveau gejammert, aber eben dieses Niveau sinkt seit Jahren beständig und eine Wende ist selbst für den langsam "aussterbenden" Mittelstand nicht in Sicht, trotz Fleiß, Engagement, Schweiß... Nebenbei: Eben habe ich eine Akte gelesen, wonach ein bayerischer Staatsbeamter mit vier Kindern zu seiner Allimentation noch -wegen der Kinder- Fürsorgeempfänger ist, welch ein Hohn...
Ein Land, das von einer politischen Klasse regiert wird, die ausschließlich liberalistischen Ökonomismen verhaftet ist, wird sich glücklichstenfalls verschlimmbessern können... Zwar wiederholt sich selten die "Gechichte" (Kohl) sondern eher die Historiker, aber wie lange es sich die Millionen in der Fürsorge (und Millionen davon haben Arbeitsverhältnisse, etwa laut Tarifvertrag EUR 3,58 brutto pro Stunde als Geselle im Friseurhandwerk in Sachsen) und im langsam abrutschenden Noch-Mittelstand sich gefallen lassen werden, Jahr für Jahr real und relativ zu verlieren, wird für die, die es sich leisten können, eine interessante Beobachtung... Es bleibt eigentlich nur zu hoffen, daß die Beobachter dabei nicht den Kopf verlieren, denn die Zustände (alleine schon der Versuch, ein undemokratisches Europa zusammen zu nageln) rufen geradezu nach Revolution (sc.: Befreiung zum Recht), vielleicht schreien sie eines Tages danach...
Frag' doch 'mal Jemanden von der aLt... Deren Programm soll da etwas anders sein, hört man...
Grüßle,
Michelle+++
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Die meisten Denker schreiben schlecht, weil sie uns nicht nur ihre Gedanken, sondern auch das Denken der Gedanken mitteilen. (Nietzsche)
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nina_vem
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« Antwort #3 am: 21. Mai 2008, 20:01:05 » |
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Richtig Michelle, allerdings ging es Jennifer wohl eher darum, was die Bürger tun können und nicht was die so genannten Volksvertreter falsch gemacht haben und machen werden.
Jetzt komm mir bitte niemand mit "aber Du hast sie doch gewählt"! Wenn ich gewählt habe, habe ich versucht das geringste Übel zu wählen, das es mittlerweile aber auch nicht mehr zu geben scheint. Ich werde wohl weiter wählen, denn jede Stimme die ich abgebe geht schon mal nicht an die Nazis, aber solange die Politik die enormen Nichtwählerzahlen nicht wahrnimmt, geschweige denn sich mal überlegt woran dies denn liegen könnte, oder es auf dem Stimmzettel nicht die Option "keine der oben genannten" gibt, wird dies wohl weiterhin eher sinnlos bleiben.
Mir erschliesst sich auch nicht der Sinn weitere, wohl chancenlos bleibende, Kleinstparteien zu gründen, die wenn überhaupt nur lokal etwas bewirken könnten, aber da wo es wirklich nötig wäre, in der Bundespolitik, keinen Einfluss haben. Sollten sie es dennoch in den Bundestag oder gar in die Regierung schaffen, haben sie bis dahin mit Sicherheit ihre hehren Ziele und Ideale verloren oder wegrationalisiert. Und bis eine neue kleine Partei es soweit bringt, ist es eh zu spät, dann war entweder die Revolution schon da, oder <bitte Lieblingshorrorzukunftsutopie einfügen>.
Und wenn es so weitergeht, dann werden SIE es ohnehin bald geschafft haben meine Lieblingshorrorzukunftsutopie vom totalitären Überwachungsunrechtsunterdrückerstaat umzusetzen und dies ganz ohne grössere Proteste.
Also was bleibt zu tun, was friedlich und legal ist, hohe Erfolgsaussichten hat und schnell zu realisieren ist, bevor der Karren vollends gegen die Wand gefahren ist?
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Die einzige wirkliche Grenze ist das Ende der Phantasie.
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MichelleSarah
Frollein Valentin
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« Antwort #4 am: 21. Mai 2008, 20:10:06 » |
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Also was bleibt zu tun, was friedlich und legal ist, hohe Erfolgsaussichten hat und schnell zu realisieren ist, bevor der Karren vollends gegen die Wand gefahren ist? Da fällt mir ehrlich gesagt nur Doppelkorn ein... Und bisweilen die Verfassungsklage... Sonst noch 'ne Idee..? Prösterchen: Michelle+++
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Jennifer Anson
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« Antwort #5 am: 21. Mai 2008, 20:39:47 » |
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Meine eigentliche Intension mag vielleicht etwas proletarisch erscheinen, aber was ich meinte war der Kampf des kleinen Mannes gegen das System.
Welche Möglichkeiten hat man als Ottonormalverbraucher, um mit kleinen aber vielleicht konsequenten und gezielten Aktionen, gegen die Willkür aus Politik und Witschaft anzukämpfen?
Ich denke an Boykott und ähnliches. Anderswo funktionierte es ja auch ..... Warum lassen wir deutsche Staatsbürger uns alles gefallen und anstatt etwas dagegen zu unternehmen jammern wir, dass alles schlecher wird.
Der Staat hat es uns ja eigentlich gesagt, es kommt nur darauf an wie man die Botschaft "Du bist Deutschland" interpretiert.
Love 'n' Peace Jenni
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Michela
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« Antwort #6 am: 22. Mai 2008, 00:07:10 » |
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Hallo, hier meine persönliche Meinung:
Weil unser Staat sich für die Globalisierung entschieden hat, geht es mit unserem Geweinwesen erst mal bergab. Die Schwellenländer werden reicher, wir werden ärmer, bis wir uns in der Mitte treffen und der Markt ausgeglichen ist. Straßen werden verrotten, das Sozialwesen irgendwo zwischen dem Indischen und dem Deutschen landen.
Was kann ein einzelner Bürger tun? Mir fällt da nur Nachbarschaftshilfe und die Aktivität in Vereinen ein. Vielleicht bringt der damit verbundene Konsumverzicht, wenn viele Leute sich selber helfen, das System am Ende doch noch ins Schwanken.
Wer im Verein die Gruppenreisen auf Gegenseitigkeit organisiert, braucht keine Reisebüros und meistens auch keine Hotels (da Vereinsimmobilien vorhanden sind). Wer im Freundeskreis Dienstleistungen anbietet, braucht weniger Dienstleister. Wenn aber die Binnennachfrage zusammenbricht, gerät das marktwirtschaftliche System in Gefahr. Als Konsequenz muss die Politik dafür sorgen, dass wieder mehr Geld beim Volk ankommt. Utopie?
Wichtig in Zukunft wird sein, auch mit weniger Geld eine hohe emotionale Lebensqualität zu erreichen. Das geht aber nicht alleine, sondern nur zusammen. Vielleicht ist es etwas krass, den Staat so aufgegeben zu haben, aber bis zu einer Kehrtwende der Politik sehe ich keine andere Hoffnung. Natürlich wähle ich noch, aber was kann ich damit zur Zeit beeinflussen? Was mögen wohl Altpolitiker wie Helmut Schmidt denken, wenn sie zusehen müssen, wie derzeit Deutschland in Grund und Boden gerammt wird?
Liebe Grüße, Michela
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MichelleSarah
Frollein Valentin
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« Antwort #7 am: 22. Mai 2008, 00:38:35 » |
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... Nachbarschaftshilfe und die Aktivität in Vereinen ein. ... Konsumverzicht, wenn viele Leute sich selber helfen, das System am Ende doch noch ins Schwanken.
... Gegenseitigkeit ...
... hohe emotionale Lebensqualität ... Verzeih' das zerissene Zitieren... Aber die Idee halte ich für unbedingt verfolgenswert... Und zwar aus durchaus ureigenem Interesse: Seit wenigen Tagen bin ich vorsitzender (ehrenamtlicher) Vorstand einer gemeinnützig und mildtätig anerkannten Stiftung des privaten Rechts und bin derzeit -mit anderen Engagierten- dabei, einen dazu abgestimmten Förderverein* zu gründen... Mehr zum Thema erlaube ich mir im öffentlichen Bereich des Forums erst einmal dahin stehen zu lassen... Aber: Wer sich (zunächst) ohne Bezahle einbringen möchte, ist gerne aufgefordert, mich per PN zu kontaktieren... Und muß dazu in gar keine Partei eintreten... Also: (Mit-) Machen statt lamentieren? Mischäll+++ * Vorbeugend: Dies liegt an der "undemokratischen" Gestaltung von Stiftungen...
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Jennifer Anson
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« Antwort #8 am: 22. Mai 2008, 09:07:05 » |
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Weil unser Staat sich für die Globalisierung entschieden hat, geht es mit unserem Geweinwesen erst mal bergab. Die Schwellenländer werden reicher, wir werden ärmer, bis wir uns in der Mitte treffen und der Markt ausgeglichen ist. Straßen werden verrotten, das Sozialwesen irgendwo zwischen dem Indischen und dem Deutschen landen.
Was kann ein einzelner Bürger tun? Mir fällt da nur Nachbarschaftshilfe und die Aktivität in Vereinen ein. Vielleicht bringt der damit verbundene Konsumverzicht, wenn viele Leute sich selber helfen, das System am Ende doch noch ins Schwanken.
Wer im Verein die Gruppenreisen auf Gegenseitigkeit organisiert, braucht keine Reisebüros und meistens auch keine Hotels (da Vereinsimmobilien vorhanden sind). Wer im Freundeskreis Dienstleistungen anbietet, braucht weniger Dienstleister. Wenn aber die Binnennachfrage zusammenbricht, gerät das marktwirtschaftliche System in Gefahr. Als Konsequenz muss die Politik dafür sorgen, dass wieder mehr Geld beim Volk ankommt. Utopie?
Wichtig in Zukunft wird sein, auch mit weniger Geld eine hohe emotionale Lebensqualität zu erreichen. Das geht aber nicht alleine, sondern nur zusammen. Vielleicht ist es etwas krass, den Staat so aufgegeben zu haben, aber bis zu einer Kehrtwende der Politik sehe ich keine andere Hoffnung. Natürlich wähle ich noch, aber was kann ich damit zur Zeit beeinflussen? Was mögen wohl Altpolitiker wie Helmut Schmidt denken, wenn sie zusehen müssen, wie derzeit Deutschland in Grund und Boden gerammt wird?
Das ist sicherlich auch ein großer Punkt. Wieviel Globlaisierung verträgt ein Land wie das unsere in einem so kurzen Zeitraum. Grundsätzlich finde ich eine Globlisierung ja gut, nur kommt es mir so vor, dass jeder unserer Politiker dies mit der Brechstange vorantreiben will. Vermutlich um sich einerseits ein Denkmal zu setzen, vor lauter Eitelkeit und natürlich auch aus rein persönlichen wirtschaftlichen Gründen. Soweit man das überhaupt überblicken kann hat jeder unserer Politiker an einer oder mehreren Stellen seine Finger in der Wirtschaft mit im Spiel und es drängt sich bei den Ereignissen einfach immer wieder der Verdacht auf, dass man sich alles so zurecht dreht, um in der Position des Vorstandsvorsitzenden oder was auch immer einen möglichts optmalen Erfolg zu haben. Es geht also meiner Ansicht nach weniger darum, wie ein Politiker seiner Arbeit für das Volk nachgeht, als mehr den eigenen Interessen. Also: (Mit-) Machen statt lamentieren?
Und das ist ja eben einer der ALLERWICHTIGSTEN Punkte. Anscheinend geht es noch viel zu vielen Menschen hier in unserem Lande gut genug um sich vor den herannahenden Problemen zu verstecken. Meißt hört man ja nur Sätze wie "Ach, was soll ich denn schon ausrichten?" Aber am Stammtisch erzählen sie groß wie sie alles besser machen würden. Meiner Meinung nach kann es nicht eine Bestimmte Art und Weise geben um gegen das System anzustinken. Es muß viele Aktionen geben, einige sid größer andere fallen eher im kleinen Rahmen aus. Aber in der Summe würden sie beweisen, dass "Wir Deutschland sind" und uns nicht alles gefallen lassen. Das Beispiel von Michelle ist nur eines von vielen. Est vor ein paar Tagen habe ich gehört, dass laut "ADAC" die Benzinpreise in Berlin günstiger sind, weil die Leute dort eher darauf schauen bei einer günstigen Tankstelle zu tanken. Im Vergleich tanken die Autofahrer hier in München einfach immer bei der Nächstbesten, denn die 2 Cet Uterschied rechtfertigen es nicht 500 Meter weiter zu einer Billigtankstelle zu fahren. Es ist anscheinend einfach noch zu viel Geld da ...... Man müßte einen Weg finden den Staat und die großen peisdiktierenden Konzerne zu bestreiken. Love 'n' Peace Jenni
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Beate
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« Antwort #9 am: 22. Mai 2008, 14:19:41 » |
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... Nachbarschaftshilfe und die Aktivität in Vereinen ein. ... Konsumverzicht, wenn viele Leute sich selber helfen, das System am Ende doch noch ins Schwanken.
... Gegenseitigkeit ...
... hohe emotionale Lebensqualität ... Wie Michelle halte ich die Idee für eine zu verfolgende Jedenfalls grundsätzlich; denn ohne eine materielle Grundsicherung (jenseits von Hartz IV) funktioniert das nicht. Leider sind wir ja schon da angelangt, dass es für immer mehr nicht einmal dazu reicht.
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Viele liebe Grüße
Beate
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Anne
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« Antwort #10 am: 22. Mai 2008, 22:26:57 » |
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Ich will mal versuchen, ein paar andere Akzente in diese spannende Diskussion zu bringen. Seit vielen Jahren wird der Unterschied zwischen arm und reich - zwischen gut Verdienenden und Billiglöhnen immer größer. Die Mittelschicht bricht mehr und mehr weg und der Trend scheint weiterhin ungebremst in diese Richtung zu gehen.
Diese Analyse kann man nicht bestreiten. Die sozialen Unterschiede werden bei uns immer größer. Während die Kapitaleigentümer und ein kleine Gruppe hochbezahlter Manager und Spitzenkräfte aus dem wissenschaftlich-technologischen Bereich auch in Zeiten wirtschaftlicher Stagnation Einkommenssteigerungen erzielen konnten, stagnierten die Einkommen für die große Masse bestenfalls oder gingen zurück. Mir scheint aber, dass Deutschland hier nur eine Entwicklung nachvollzieht, die sich in anderen Ländern schon längst durchgesetzt hat. In einer Welt mit offenen Grenzen können wir uns dem auch nicht entziehen, denn wenn die Kapitalerträge oder die Managergehälter in anderen Ländern höher sind als bei uns, dann müssen wir mit deren tendenzieller Abwanderung rechnen, wenn wir nicht mit steigenden Einkommen für Spitzenverdiener mitziehen. Ich bestreite aber entschieden, dass Deutschland zu den Verlierern der Globalisierung zählt. Dazu muss man sich nur mal unsere Außenhandelsbilanz anschauen. Im Jahr 2007 exportierte Deutschland Waren im Wert von 969 Mrd. Euro ins Ausland, importierte aber nur Waren für 772 Mrd. Euro. Das heißt: Deutschland hat 2007 im Außenhandel einen Rekordüberschuss von fast 200 Mrd. Euro erzielt. Wenn die Globalisierung von Übel für Deutschland wäre, dann könnte man ja mal ein Gedankenexperiment durchführen und sich fragen, was wäre, wenn wir uns aus der Globalisierung herausziehen und unsere Grenzen dicht machen würden. Dann würde wir keine Autos, Maschinen, medizinische Geräte, Kraftwerke und ähnliche Dinge im Wert von fast 1 Billion Euro (das ist mehr als ein Drittel unserer gesamten Wirtschaftsleistung) mehr ins Auland liefern. Die Arbeitskräfte, die bisher hiermit beschäftigt waren, könnten dann ja die T-Shirts, Schuhe und billigen Elektronikartikel im Wert von 772 Mrd. Euro produzieren, die wir aus dem Ausland beziehen. Schon das würde rein arithmetisch nur ausreichen, um vier von fünf der bisher vom Exportgeschäft abhängigen Arbeitskräfte wieder neue Beschäftigung zu verschaffen. Mehr noch: Die gut bezahlten Fachkräfte in der Automobilindustrie oder dem Maschinenbau müssten dann auch noch mit den niedrigen Löhnen der indischen oder chinesischen T-Shirt- und Schuhproduzenten einverstanden sein, oder aber die bisher importierten Waren würden deutlich teurer, was dann bedeuten würde, dass Schluss mit billigen Klamotten bei H&M oder C&A wäre. Wer hätte den größten Nachteil davon? Doch sicher die Bezieher niedriger Einkommen, die hierauf angewiesen sind. Ein solches Szenario hätte Elend und Not in Deutschland zur Folge, gegen die die bisherigen Zumutungen harmlos wären. Wenn Deutschland meint, einen Krieg aller gegen alle (sc.: globaler Wettbewerb) mit führen zu wollen, so kann es eigentlich nur verlieren; die Konkurrenz mit den nicht einmal im Einklang mit den Standards der ILO bestehenden Arbeitszuständen etwa in China ist nicht leistbar... Und wenn nun gequarkt wird, wir müssen nur bilden und forschen, um bestehen zu können, dann definieren wir gleichsam die Verlierer im eigenen Land, neudeutsch das Prekariat...
Die Prämisse dieser Aussage, nämlich dass Deutschland nur verlieren kann, stimmt einfach nicht. Und damit sind auch die Schlussfolgerungen unhaltbar. Deutschland zieht unter dem Strich deutlich mehr Vorteile als Nachteile aus der Globalisierung. Damit dies aber international möglichst fair verläuft und die Vorteile auch bei uns möglichst breit verteilt werden, benötigen wir geradezu stärkere internationale und europäische Organisationen. Wer denn wenn nicht diese können jemals in die Lage versetzt werden, Umwelt- und Sozialdumping abzubauen und die internationalen Finanzmärkte zu regulieren. Es ist sicher richtig, dass sie heute noch viel zu schwach dazu sind. Aber daraus muss man doch als Schlussfolgerung ziehen, sie zu stärken statt zu schwächen. Weil die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede weltweit noch sehr krass sind und die politischen Kulturen zu unterschiedlich, können wir auf absehbare Zeit von den internationalen Organisationen noch nicht mehr als die Schaffung von Minimalstandards in den genannten Bereichen erwarten. Aber in Europa geht mehr. Deshalb brauchen wir eine starke und keine schwächere EU, die wenigstens hier für faire Wettbewerbsbedingungen sorgt. Immerhin wickeln wir fast zwei Drittel unseres Außenhandels mit den übrigen EU-Ländern ab. Niemand hat den Deutschen Bundestag gezwungen, der EG/ EU in der derzeitigen Form zuzustimmen (den größten Blödsinn hat das Bundesverfassungsgericht verhindert, vgl. etwa BVerfGE 89, 155 "Maastricht"),
Die EU-Gegner, auf die du, Michelle, dich hier beziehst und denen du offenbar anhängst, also die Gauweilers, Schachtschneiders, Hankels und Konsorten, haben die Globalisierung schlicht und einfach nicht begriffen. Oder sie sind bodenlose Zyniker. Man kann über einzelne Regelungen in dem jetzigen und im künftigen europäischen Vertragswerk treffend streiten. Die ganze Richtung zu mehr und besser geordneter europäischer und internationaler Koordination aber abzulehnen, wie es diese Konsorten wollen, kann doch nur bedeuten, dass man entweder die globale Wirtschaft völlig ungesteuert und anarchisch sich selbst überlassen will (das wäre der Zynismus) oder dass man das Szenario der geschlossenen Volkswirtschaften, das ich vorhin beschriebe habe, anstrebt (das meinte ich mit "nicht verstanden"). Beides würde unsere jetzigen wirtschaftlichen und sozialen Probleme deutlich verschärfen. Über mögliche politische Folgen will ich gar nicht erst nachdenken. Ich gestehe, dass meine Argumentation eine kritische Stelle hat: Sie ist ganz aus der Interessenlage von Industrieländern wie Deutschland formuliert. Wir sind es, die gemeinsam mit anderen europäischen Ländern und den USA nach wie vor die Spielregeln der Weltwirtschaft festsetzen. Der Agrarprotektionismus ist der eindeutigste Beweis dafür. Wer aber das kritisiert (und dafür gibt es wirklich gute Argumente), der soll bitte später nicht darüber klagen, wenn am Ende bei uns mehr Globalisierungsverluste entstehen. Was aber bleibt uns dann, um die wachsenden sozialen Unterschiede zu vermeiden und wieder abzubauen? Ich kenne keine Patentrezepte. Aber so viel ist klar: Zu jeder richtigen Antwort gehört mehr Bildung, mehr Wissenschaft und Forschung, bessere Kinderbetreuung. Damit können wir immerhin erreichen, dass möglichst viele so qualifiziert werden, dass sie auch in einem immer schärferen globalen Wettbewerb bestehen können. Es gibt Länder wie Dänemark oder Schweden, die es geschafft haben, sozialen Ausgleich und globale Wettbewerbsfähigkeit miteinander in Einklang zu bringen. Das sollten unsere Vorbilder sein, nicht Frankreich, das die Globalisierung nicht begriffen hat und wo einige glauben, mit Demonstrationen dagegen ankämpfen zu können, oder die USA, die - jedenfalls unter der jetzigen Regierung - gleichgültig gegenüber ihren sozialen Folgen ist. Ich hoffe, hiermit ein wenig zum Nachdenken in dieser interessanten Debatte beigetragen zu haben. Liebe Grüße Anne
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MichelleSarah
Frollein Valentin
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« Antwort #11 am: 23. Mai 2008, 03:04:15 » |
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Die EU-Gegner, auf die du, Michelle, dich hier beziehst und denen du offenbar anhängst, also die Gauweilers, Schachtschneiders, Hankels und Konsorten, haben die Globalisierung schlicht und einfach nicht begriffen. Anne nun schon wieder... Meine ausführliche Antwort habe ich gerade gelöscht... Pearls for swine... Nur 'mal kurz: Ich habe bei Schachtschneider promoviert, kenne Hankel und "Konsorten" (sc.: Nölling und Starbatty) persönlich und merke an, daß die von Gauweiler beauftragte Klage Schachtschneiders den sog. "Verfassungsvertrag" Europas gestoppt hat (und warum..? Weil Gauweiler im Deutschen Bundestag nichts Kritisches gegen den Vertrag sagen durfte)... Das Bundesverfassungsgericht hatte vermutungsweise wohl gute Gründe, daß Deutschland bis heute nicht ratifiziert hat... Genug aus dem Nähkästchen... Köhler -Dir unverdächtig- hat bis heute nicht unterschrieben, aus gutem Grund... Soviel zur Ratifkation... Weiter nun: Wenn Du ein legitimes Europa -im Besten Sinne Carl Schmitts- haben möchtest, bin ich Dein persönlicher Feind: Europa kann nur ein rechsstaatliches, demokratisches, etc. pp. Europa sein... Stärken wir die jetzige Entwicklung, wird schon werden... Nach der Sintflut... Dein Geschwurbel mag ja aus inter- oder supranationalen Organistaionen folgen, "irgendwie, irgendwo, irgendwann" (Nena). Warten wir halt drauf... Schauen wir weiter zu... Scheiß' drauf, wieviele Schicksale wir dabei verrecken lassen... Laut ILO mit ihren bescheidenen Mindeststandrads können ja ruhig 246 Millionen Kinder weltweit unwürdig beschäftigt werden (vgl. NZZ), das wird schon irgendwann besser... In der Zukunft... Wann immer... Ich gehe kotzen... Du hast mehr "Kinderbetreuung" gefordert... *gg* *würg* Wenn keine Nation anfängt, passiert nichts... Fangen wir halt 'mal an... Deine Argumentation heißt, warten wir's ab... Wird schon irgendwann egal werden... Verachtenswert... Nichts für ungut... Aber: Siehe oben... Was macht eigentlich Jemand wie Du für das Gemeinwesen außer Focus-Überschriften (sc.: Lokus-Parolen) abhusten..? S'Mischäll+++
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Jennifer Anson
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« Antwort #12 am: 23. Mai 2008, 08:52:31 » |
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Ich bestreite aber entschieden, dass Deutschland zu den Verlierern der Globalisierung zählt. Dazu muss man sich nur mal unsere Außenhandelsbilanz anschauen. Im Jahr 2007 exportierte Deutschland Waren im Wert von 969 Mrd. Euro ins Ausland, importierte aber nur Waren für 772 Mrd. Euro. Das heißt: Deutschland hat 2007 im Außenhandel einen Rekordüberschuss von fast 200 Mrd. Euro erzielt.
Und da sind wir wieder bei den wunderschönen Rechenbeispielen der Politiker und Manager :-) Wie wäre es mit folgendem Szenario? "Im Jahr 2007 exportierte Deutschland Waren im Wert von 969 Mrd. Euro ins Ausland." - Klar, denn wer soll sich die Dinge die wir hier in Deutschland produzieren im Inland noch leisten können? Die Produkte werden Teurer und Löhne und Gehälter stagnieren oder sinken sogar im Vergleich zur erbrachten Leistung. "... importierte aber nur Waren für 772 Mrd. Euro." - Klar, warum sollten wir etwas importieren was sich hier zu Lande kaum noch einer leisten kann? Das heißt: Deutschland hat 2007 im Außenhandel einen Rekordüberschuss von fast 200 Mrd. Euro erzielt. - Dann würde ich interessieren, wann von diesem Geld auch mal was unten ankommt? Ich sehe nur, dass die Konzerne noch größer werden, noch mehr Leute auf die Straße setzen, Subventionen abgrasen um dann ins Ausland abzuwandern, fleißig fusionieren und die Konkurrenz mit allen mitteln in den Ruin getrieben wird. Ein wirklicher Wie man sieht ist nicht alles Gold was glänzt, unsere Top 10.000 haben genügnd Möglichkeiten um alles so formulieren zu lassen, dass es sich für die kleinen Leute unten toll anhört. Wie wäre es denn, wenn wir statt zu exportieren, einfach die Dinge die wir brauchen für uns selber produzieren? Aber stopp, ich vergas, dann könnten wir ja unsere Manager verlieren, die ganz sicher sofort in jedam andern Land einen besser bezahlten neuen Job finden würden und ohne die Deutschland sofort in Notstand geraten würde. Die da oben wissen nur noch wie man Stellen abbaut, Kosten reduziert, Gewinne optimiert, Aktien verscherbelt, alles abgrast und dann mit der Kohle sich einen schönen Lenz macht. Es gibt gerade noch eine Hand voll die in Ihrer Position auch eiine gewisse Verantwortung übernehmen. Love 'n' Peace Jenni PS: Nicht dass ich gegen Export und Globalisierung bin, aber alles in maßen. Das Wirtschafts system ist ein sehr empfindliches Instrument und in vielen Fällen ist es eben sehr verstimmt. Ich glaube einfach an den Grundsatz, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Wo bleibt der "TEAM-GEDANKE" 
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« Letzte Änderung: 23. Mai 2008, 09:00:20 von Jennifer Anson »
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« Antwort #13 am: 23. Mai 2008, 17:32:32 » |
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Wie wäre es denn, wenn wir statt zu exportieren, einfach die Dinge die wir brauchen für uns selber produzieren? Aber stopp, ich vergas, dann könnten wir ja unsere Manager verlieren, die ganz sicher sofort in jedam andern Land einen besser bezahlten neuen Job finden würden und ohne die Deutschland sofort in Notstand geraten würde. Huhu... Nun, ein Stück weit der Re-Regionalisierung wird zukünftig wohl anstehen, wenn die Transportpreise aufgrund knapperer Ressourcen nicht mehr jeden Globaisierungsunfug zulassen: Ob es sich in den nächsten Jahren noch rechnet, Backrohlinge und Brokkoli-Röschen aus China zu importieren, mag man vergnügt abwarten... Nebenbei, zum Thema Öl und Verfügbarkeit war die letzten Tage einiges bei Spiegel-Online zu lesen, etwa: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,554891,00.htmlEin "Weiter so" ist zumeist ein Slogan der Gestrigen, der (Selbst-) Zufriedenen und der Satten... Meiner bescheidenen Auffassung nach sollten wir wenigstens versuchsweise gestalten, denn es kann ja 'mal ein Land anfangen... Und es geht nun gerade nicht darum, sich aus der Weltgemeinschaft zu verabschieden, sondern sie sinnvoll voran zu bringen (ich bin kein Globalisierungsgegner, aber Gegner einer Reihe von Fehlentwicklungen, die zu endlich den Einstieg in Verhandlungen bedeuten und in der Folge zu korrigieren sind)... Man kann sich ja 'mal wieder daran erinnern, daß es Menschenrechte gibt... Und daß man die endlich 'mal in die Regelungen der WTO als Notwendigkeit einbezieht (man kann ja auch 'mal "unverdächtige" Wissenschaftler wie etwa W. Weiß als Mitherausgeber des aktuellen WTO-Kommentars/ erschienen bei Beck in München) zu genau diesem Thema fragen und wird aus Sicht des Führers in Wirtschaft und Politik wenig freundliche Sätze hören oder lesen... Und wenn ich oben mehrfach "Konsorten" lese, dann habe ich einen dicken Hals... Das ist Desavouierung, ohne sich in der Sache auseinander setzen zu wollen... Denn diesen "Konsorten" geht es um ein demokratischeres Europa, zum Beispiel... Und um menschenrechtlichere Bedingungen in der WTO... Noch haben wir in diesem Staat das Recht auf ein bißchen freie Rede und Gedankenfreiheit, noch dürfen wir aus Erwägungen der Vernunft manchen nationalen und internationalen Blödsinn auch kritisieren und Verbesserungsvorschläge machen. Aber man wird uns das schon noch austreiben, es geht uns doch gut, oder..?? Naja, vielleicht hat die Explosion der Ölpreise auf diese Weise auch ihr gutes: Es wird lohnender, in der Region für die Region zu produzieren, soweit möglich... Und letztlich schont das nicht nur die Umwelt... Und was den angesprochenen "Team-" Gedanken angeht... Ein wenig mehr Gemeinwesen denn Gesellschaft wäre wünschenswert, aber da fürchte ich, müssen wir uns kurz- und mittelfristig besser erst einmal einen eigenen Mikrokosmos schaffen... Grüßle, Michelle+++
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Die meisten Denker schreiben schlecht, weil sie uns nicht nur ihre Gedanken, sondern auch das Denken der Gedanken mitteilen. (Nietzsche)
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Anne
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« Antwort #14 am: 24. Mai 2008, 00:38:10 » |
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Anne nun schon wieder...
So oft musst du mich ja nicht ertragen. Aber manchmal kann ich es nicht lassen. und merke an, daß die von Gauweiler beauftragte Klage Schachtschneiders den sog. "Verfassungsvertrag" Europas gestoppt hat (...) daß Deutschland bis heute nicht ratifiziert hat (...)
Köhler -Dir unverdächtig- hat bis heute nicht unterschrieben, aus gutem Grund... Soviel zur Ratifkation...
Der Verfassungsvertrag ist ja obsolet, und damit auch die Klage von Gauweiler/Schachtschneider. Aber just an dem Tag, an dem du deine Zeilen geschrieben hast, hat der Bundesrat dem überarbeiteten EU-Reformvertrag zugestimmt (nachdem der Bundestag das schon vor ein paar Wochen getan hat). Bis auf Wowereit, der auch gerne zugestimmt hätte, aber nur durch seinen Koalitionspartner von der Linken daran gehindert wurde und sich enthalten musste, haben im Bundesrat alle zugestimmt. Und zwar mit gutem Grund. Auch im Bundestag haben alle Abgeordneten bis auf die "Linke" und eine winzige Zahl an peinlichen Rechtsaußen zugestimmt. Wollen wir wetten, dass auch das Bundesverfassungsgericht und Köhler das Vorhaben nicht mehr stoppen? Damit ich nicht missverstanden werde: Mir geht es nicht darum, den Berliner Politikbetrieb kritiklos zu verteidigen. Aber deine EU-Phobie halte ich für kleingeistig, provinziell und weltfremd. Da schimmert ein Stück deutscher Idealismus durch, der schon in der Vergangenheit weder uns noch unseren Nachbarn gut bekommen ist. Stärken wir die jetzige Entwicklung, wird schon werden (...) Warten wir halt drauf... Schauen wir weiter zu (...) das wird schon irgendwann besser (...) Fangen wir halt 'mal an )...) Deine Argumentation heißt, warten wir's ab... Wird schon irgendwann egal werden... Verachtenswert...
Diese Formulierungen stammen nicht von mir, sondern von dir. Aber einigen von ihnen (nicht allen) kann ich in der Tat etwas abgewinnen, und zwar im Sinne von Karl Popper (und zum Beispiel von Helmut Schmidt, der ihn sehr verehrt). Der lehrt uns, dass wir nicht auf die große Erlösung warten, sondern das umsetzen sollen, was uns als umsetzbar erscheint. Das hat viel mit Versuch und Irrtum zu tun, aber überhaupt nichts mit Tatenlosigkeit. Dieses Denken ist das Gegenteil des Zynismus, den du mir (und anderen) in die Schuhe schiebst. Dein Geschwurbel (...) Ich gehe kotzen (...) *würg* (...) Verachtenswert...
Solche Wörter sind nicht aus meiner Welt. Ich kenne sie nur von Leuten, die keine Argumente mehr haben und für die ich nicht viel mehr als Mitleid empfinde. Tut mir leid. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, mich doch noch mit Argumenten zur Sache auseinandersetzen zu dürfen. Wie wäre es denn, wenn wir statt zu exportieren, einfach die Dinge die wir brauchen für uns selber produzieren? Aber stopp, ich vergas, dann könnten wir ja unsere Manager verlieren, die ganz sicher sofort in jedam andern Land einen besser bezahlten neuen Job finden würden und ohne die Deutschland sofort in Notstand geraten würde.
Damit schlägst du vor, dass die Arbeiter in den Automobilfabriken in Wolfsburg, Stuttgart und Ingolstadt statt VW's, Audis und Porsches für den Export die Schuhe und T-Shirts produzieren sollen, die wir jetzt aus Indien und China beziehen. Ich weiß nicht, ob das eine gute Alternative wäre. Anne
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