Oder einfach aufhören, das Geschlecht zu speichern, Rasse, Hautfarbe, etc, hält ja auch niemand mehr fest.
Volle Zustimmung!
Wozu soll eigentlich dieses immer noch in Politik, Behörden und Gesellschaft verbreitete (nicht nur auf Rasse, Hautfarbe, Glaube, Geschlecht, Behinderung usw. bezogene) vermalledeite Schubladendenken gut sein???
Schön, dass mit diesen Veröffentlichungen in relevanten Massenmedien eine Lösungsmöglichkeit ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wurde, wofür IS-Verbände schon seit langem kämpfen. Schade, dass der Ethikrat nur "Empfehlungen" ausgesprochen hat. In anderen Belangen war dessen Wortwahl schon deutlich härter und eindeutiger. Nun wird mal wieder die Zukunft zeigen müssen, ob sich der Gesetzgeber einen Schuh anzieht.
MzFs, MzIs, FzIs, IzFs, IzMs, Toiletten, Grammatik
Soweit ich das mitbekommen habe, fordern die IS-Interessengruppen nicht, im
Alltag speziell behandelt zu werden. Es soll der Druck auf die Eltern verschwinden, schon im Säuglingsalter ein Geschlecht festzulegen, was dann zu ggf. unerwünschten Operationen führt. Und wenn der Geschlechtseintrag aus Alltagsdokumenten verschwinden würde, dann wäre das für alle Uneindeutigen (egal ob IS, TS, TG) ein großer Vorteil. Das Geschlecht "anders" würde halt in der Geburtsurkunde stehen, im Alltag gäbe es die Freiheit, stimmungsabhängig eher als Frau oder eher als Mann in die Öffentlichkeit zu treten. Cveta hat es sehr gut auf den Punkt gebracht!
Auch diesen Aussagen stimme ich zu. Schade, dass sich der Gesetzgeber dauernd Zeit lässt und z. B. auch bei den überfälligen und schon mehrfach vom Bundesverfassungsgericht angemahnten Änderungen beim TSG. Gerade für IS fehlen immer noch vernünftige, eindeutige gesetzliche Regelungen, was ihnen ihren Weg oft unnötig erschwert.
Es gibt ja noch immer die Mär, dass es für Kinder mit unfestgelegtem Geschlecht schwer sei, sich im Alltag zurechtzufinden, z. B. nur aufs richtige Klo zu gehen. Wenn wegen solcher Erwägungen Eltern eines betroffenen Kindes zur OP gedrängt werden und am Ende fühlt das Kind anders, als es damals operativ bestimmt wurde? In was für einem Verhältnis steht das? Wenn man bedenkt, dass in anderen Kulturen und Naturvölkern in Asien, Amerika oder Australien solche Kinder als etwas besonderes, ja manchmal auch als eine Art "Gott" angesehen werden, kann man über unsere Zwangszuordnung zu Männlich oder Weiblich nur den Kopf schütteln...