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Autor Thema: Ethikrat für ein 3. Geschlecht bei IS  (Gelesen 1906 mal)
Sascha
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Marathonmädchen




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« Antwort #20 am: 24. Februar 2012, 11:51:51 am »


 Was mich am meisten aufregt ist die Tatsache dass solchen Menschen es lieber wäre, dass IS als Babys zwangsoperiert werden, statt dass sie ihr Recht auf Selbstbestimmung bekommen. Sonst könnte ja plötzlich das winzige beschränkte Zweigeschlechter-Weltbild in Gefahr sein. Und das wollen die Menschen doch nicht, lieber andere Menschen mit Zwangs-OPs foltern als das eigene Weltbild in Gefahr bringen.  Angry Angry Angry

Das alles nur, damit Kinderkrankenschwestern und Erzieherinnen in katholischen Kinderkrankenhäusern und Krippen keine emotionalen Probleme beim Wickeln bekommen.
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Svenja-J
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« Antwort #21 am: 24. Februar 2012, 16:11:58 pm »

Oder einfach aufhören, das Geschlecht zu speichern, Rasse, Hautfarbe, etc, hält ja auch niemand mehr fest.

Volle Zustimmung!

Wozu soll eigentlich dieses immer noch in Politik, Behörden und Gesellschaft verbreitete (nicht nur auf Rasse, Hautfarbe, Glaube, Geschlecht, Behinderung usw. bezogene) vermalledeite Schubladendenken gut sein???

Schön, dass mit diesen Veröffentlichungen in relevanten Massenmedien eine Lösungsmöglichkeit ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wurde, wofür IS-Verbände schon seit langem kämpfen. Schade, dass der Ethikrat nur "Empfehlungen" ausgesprochen hat. In anderen Belangen war dessen Wortwahl schon deutlich härter und eindeutiger. Nun wird mal wieder die Zukunft zeigen müssen, ob sich der Gesetzgeber einen Schuh anzieht.

Zitat
MzFs, MzIs, FzIs, IzFs, IzMs, Toiletten, Grammatik
Soweit ich das mitbekommen habe, fordern die IS-Interessengruppen nicht, im Alltag speziell behandelt zu werden. Es soll der Druck auf die Eltern verschwinden, schon im Säuglingsalter ein Geschlecht festzulegen, was dann zu ggf. unerwünschten Operationen führt. Und wenn der Geschlechtseintrag aus Alltagsdokumenten verschwinden würde, dann wäre das für alle Uneindeutigen (egal ob IS, TS, TG) ein großer Vorteil. Das Geschlecht "anders" würde halt in der Geburtsurkunde stehen, im Alltag gäbe es die Freiheit, stimmungsabhängig eher als Frau oder eher als Mann in die Öffentlichkeit zu treten. Cveta hat es sehr gut auf den Punkt gebracht!

Auch diesen Aussagen stimme ich zu. Schade, dass sich der Gesetzgeber dauernd Zeit lässt und z. B. auch bei den überfälligen und schon mehrfach vom Bundesverfassungsgericht angemahnten Änderungen beim TSG. Gerade für IS fehlen immer noch vernünftige, eindeutige gesetzliche Regelungen, was ihnen ihren Weg oft unnötig erschwert.

Es gibt ja noch immer die Mär, dass es für Kinder mit unfestgelegtem Geschlecht schwer sei, sich im Alltag zurechtzufinden, z. B. nur aufs richtige Klo zu gehen. Wenn wegen solcher Erwägungen Eltern eines betroffenen Kindes zur OP gedrängt werden und am Ende fühlt das Kind anders, als es damals operativ bestimmt wurde? In was für einem Verhältnis steht das? Wenn man bedenkt, dass in anderen Kulturen und Naturvölkern in Asien, Amerika oder Australien solche Kinder als etwas besonderes, ja manchmal auch als eine Art "Gott" angesehen werden, kann man über unsere Zwangszuordnung zu Männlich oder Weiblich nur den Kopf schütteln...
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Lythande
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« Antwort #22 am: 24. Februar 2012, 18:19:58 pm »

Oder einfach aufhören, das Geschlecht zu speichern, Rasse, Hautfarbe, etc, hält ja auch niemand mehr fest.
Ein grosser Knackpunkt ist die Institution Ehe.
Solange daran festgehalten wird, dass eine Ehe nur zwei Menschen entgegengesetzten Geschlechtes offensteht, kann auch die Festschreibung des Geschlechtes nicht entfallen.
Würde die Ehe endlich für alle geöffnet, bräuchte man ein rechtliches Geschlecht kaum noch.

Sabine

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Konstanze
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« Antwort #23 am: 24. Februar 2012, 20:00:09 pm »

Schließlich wollen auch nur einige IS als zwischengeschlechtlich wahrgenommen werden, viele (die meisten) wählen aus der Dualität das Geschlecht, das ihnen am ehesten zusagt, ...

ist das so?

Und wenn es so ist, wollen sie dies, weil sie sich einem Geschlecht verbunden fühlen oder weil sie meinen die Gesellschaft erwartet dies?

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Der Mensch besteht aus zwei Teilen - seinem Gehirn und seinem Körper. Aber der Körper hat mehr Spass. (Woody Allen)
Michela
Gast

« Antwort #24 am: 24. Februar 2012, 21:10:35 pm »

Ich vermute, wir argumentieren gerade in zwei verschiedenen Ebenen. Im Alltagspraktischen fallen die meisten IS nicht weiter auf, weshalb ich annehme richtig mit der Aussage zu liegen, dass sie sich meistens für die Darstellung eins der beiden gängigen Geschlechter entscheiden. Ihre Interessenvertreter fordern jedenfalls nicht separate Toiletten, neu erfundene Anreden oder andere Sonderbehandlungen im Alltag. Neben den medizinischen Forderungen wird eigentlich nur ein Eintrag "anders/intersexuell/o.ä." in der Geburtsurkunde gefordert, der ab einem bestimmten Alter ohne bürokratischen Aufwand in eins der beiden Standardgeschlechter geändert werden kann, oder eben auch nicht.
Beispielquelle: http://intersex.schattenbericht.org/pages/Forderungen-Intersexuelle-Menschen-eV

Konstanze, du argumentierst wohl eher auf der Ebene des für sich selbst als stimmig empfundenen Geschlechts? Da wird es wohl mehr als zwei Varianten benötigen. Als nicht intersexuelle möchte ich über das innere Empfinden der Betroffenen keine Aussagen machen, die über publizierte Statements hinausgehen. Auf dieser Ebene werde ich keinen Strang über IS mit TS-Meinungen belasten.
« Letzte Änderung: 24. Februar 2012, 21:13:48 pm von Michi_2 » Gespeichert
Saisha
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« Antwort #25 am: 24. Februar 2012, 23:55:52 pm »

Gäbe es später die Wahl zwischen Mann Frau und "anders" das Geschlecht zu wählen, würde ich "anders" wählen wollen, auch wenn ich nicht IS bin, durch eine HT sowas aber in etwa nachahmenkann.
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Sascha
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Marathonmädchen




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« Antwort #26 am: 25. Februar 2012, 02:54:31 am »

Schließlich wollen auch nur einige IS als zwischengeschlechtlich wahrgenommen werden, viele (die meisten) wählen aus der Dualität das Geschlecht, das ihnen am ehesten zusagt, ...

ist das so?

Und wenn es so ist, wollen sie dies, weil sie sich einem Geschlecht verbunden fühlen oder weil sie meinen die Gesellschaft erwartet dies?



Probleme haben nur die, die sich gegen die Entscheidung ihrer Ärzte und Eltern auflehnen.
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Konstanze
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« Antwort #27 am: 25. Februar 2012, 15:32:09 pm »

Konstanze, du argumentierst wohl eher auf der Ebene des für sich selbst als stimmig empfundenen Geschlechts?

genau gesagt, argumentiere ich auf der Ebene deiner quantitativen Aussage (nur einige IS, die meisten). Auf der Seite des Ethikrats sind die vorangegangenen Umfragen und Berichte der Fachleute und Betroffenen nachzulesen, und ich hatte nicht den Eindruck, dass es so wenig IS sind die so leben wollen.

Aber du magst recht haben, meine Motivation nachzuhaken, kann schon der selbst als stimmig empfundene Zustand (nicht Geschlecht) sein.

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