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Autor Thema: Die Deutsche Bahn  (Gelesen 2156 mal)
Cyrano
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Genießer aus Berlin


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« am: 18. Januar 2008, 12:50:21 »

Sehr geehrter Herr Mehdorn,

Sie wollen uns nicht für dumm verkaufen, oder vielleicht doch?

Sie sagen als Reaktion auf die Tarfierhöhung der Lokführer, dass Sie die Preise erhöhen müssen. Rechnen wir doch mal nach (alle folgenden Zahlen sind zu Ihren Gunsten gerechnet - vermutlich sieht die Sachlage noch viel heftiger aus. Alle Zahlen beruhen auf Schätzungen):

In einem Zug, der 8 Stunden lang fährt, werden vielleicht 100 Fahrgäste transportiert. Der durchschnittliche Fahrpreis soll mal nur 30 EUR betragen (tatsächlich wird er viel höher liegen. Die Kurzreisenden müssen ja auch mehrfach gezählt werden, da sie sich ablösen). Dann nimmt dieser Zug 3.000 EUR ein. Erhöhen Sie den Fahrpreis um 2%, erwirtschaften Sie zusätzliche 60 EUR. Der Zugführer verdient (nicht einmal) 2.000 EUR. Dies kostet Sie 2.400 EUR. Das macht pro 8-Stunden-Fahrt etwa 120 EUR. Nun hat er die Frechheit, 11% mehr zu bekommen. Dies macht dann 13,20 EUR zusätzlich aus. Sehr geehrter Herr Mehdorn, wo bleiben denn dann die 46,80 EUR, die Sie durch Ihre Fahrpreiserhöhung zusätzlich einnnehmen? Haben Sie die unterschlagen? Werden die etwa dem Gewinn zugeschlagen? War dieses ganze Theater etwa nur ein Schauspiel, um weitere Preiserhöhungen zu rechtfertigen?

Machen wir mal weiter:
Sie sagen, dass Sie nun Lokführer entlassen müssen. Kompliment, Herr Mehdorn! Sie scheinen eine Bahn entwickelt zu haben, die ohne Lokführer fahren kann. Oder hatten Sie bisher Lokführer auf Halde? Solche, die gar nichts zu arbeien hatten? Ich finde es sehr lobenswert, dass Sie bisher anscheinend Leute beschäftigt haben, für die Sie gar keine Beschäftigung hatten. Das offenbart ein hohes Maß an sozialem Gedankengut. Schade nur, dass Sie nun wie ein trotziges Kind reagieren! Oder legen Sie etwa für diese Entlassungen wenig gefragte Strecken still? Das würde die Entlassungen erklären - aber was hätte dies mit dieser Tariferhöhung zu tun? Es wäre im Übrigen gegen Ihren gesetzlichen Auftrag. Wollen Sie das vielleicht kaschieren?

Hoch verehrter Herr Mehdorn, niemand verdenkt es Ihnen, wenn Sie den Profit des Unternehmens erhöhen wollen, für das Sie arbeiten. Aber müssen Sie dabei unbedingt Ihre Kunden für dummer verkaufen? Glauben Sie, dass das der richtige Weg zum Erfolg ist?

Nehmen Sie sich mal ein Beispiel an der Telekom. Da hat einmal der einstige Chef, Ron Sommer, seine Kunden für dumm verkaufen wollen. Er hat bestritten, dass eine Preiserhöhung eine Preiserhöhung war. Man könne schließlich Morgens zwischen 4:00 Uhr und 4:17 Uhr für 1,5 Pfennig pro Minute günstiger nach Neuseeland telefonieren. Es sei also keine Erhöhung, sondern eine Anpassung, um die Tarife gerechter zu machen. Das hatte einen Aufschrei der Empörung zur Folge. Kunden sind reihenweise abgewandert. Bis heute hat sich die Telekom von diesem Image-Verlust nicht erholen können. Ist das ein Vorbild für Sie Herr Mehdorn?

Sie sollten mal Urlaub machen, Herr Mehdorn - ganz lange.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag,
Ihr Lieblingskunde,
Cyrano
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Konstanze
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saufen gegen Rechts


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« Antwort #1 am: 18. Januar 2008, 13:00:25 »

Der Zugführer verdient (nicht einmal) 2.000 EUR. Dies kostet Sie 2.400 EUR.

das versteh ich nicht?

wie kommst du auf 2400,-?
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Cyrano
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Genießer aus Berlin


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« Antwort #2 am: 18. Januar 2008, 13:03:00 »

Der Zugführer verdient (nicht einmal) 2.000 EUR. Dies kostet Sie 2.400 EUR.

das versteh ich nicht?

wie kommst du auf 2400,-?

Etwa 20% Arbeitgeberabgaben
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Pudica
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« Antwort #3 am: 18. Januar 2008, 13:15:24 »

Gut erkannt, aber dies in einem Deutschen Forum zu schreiben, ist gleich als würdest Du mit dem Fernseher Sprechen.

Mein Tipp ist, nach Frankreich aus zu Wandern, das Volk macht dort den Erdboden gleich, bei so einer verarsche.
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cristin
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schreibe jeden satz, als ob es dein letzter wä


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« Antwort #4 am: 18. Januar 2008, 14:08:39 »

Nur zur Info: Edit: Wahrscheinlich sind die Zahlen für D ziemlich die gleichen...

Bei einem Bruttoeinkommen von mon. 2.000 kostet das den Arbeitgeber mon. 3.060 (dem Arbeitnehmer bleiben ca. 1.360 übrig). Eine Lohnerhöhung von 11% kostet den Arbeitgeber mon. 31 Euro, dem Arbeitnehmer bleiben knapp 14 davon.

Aber egal, worum es geht, es geht IMMER um den shareholder value. Ob mir das nun gefällt oder nicht. Dort ist anzusetzen.

lgc


Der Zugführer verdient (nicht einmal) 2.000 EUR. Dies kostet Sie 2.400 EUR.

das versteh ich nicht?

wie kommst du auf 2400,-?

Etwa 20% Arbeitgeberabgaben
« Letzte Änderung: 18. Januar 2008, 14:11:25 von cristin » Gespeichert

... die karawane bellt, der hund zieht weiter!
sophia
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« Antwort #5 am: 18. Januar 2008, 14:32:49 »

Und dann setz dich mal am Freitag in einen ICE. Da sitzen 100 Leute in einem Wagen und nicht in einem Zug.

Die ICEs haben so weit ich mich erinnern kann, eine Auslastung von 70-80% über alles...
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Beate
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« Antwort #6 am: 18. Januar 2008, 14:52:34 »

Was zum Teil durch die schlechte Auslastung andere Züge kompensiert wird.

Natürlich ändert das alles nichts daran, dass die 11% Tariferhöhung für die Lokführer und die 4.5% fürs übrige Personal, die ja ebenfalls kompensiert werden wollen, eher weniger als die 2% Tariferhöhung ausmachen dürften.

Ich kann mir schon vorstellen, dass Herr Mehdorn auch noch sonst einiges an Kostensteigerung auffangen möchte - aber das jetzt alleine auf die Aktion der Lokführer herunterzubrechen, empfinde ich als unehrenhaft.

Naja, wenn die Lokführer nicht gewesen wären, wär halt der Rohölpreis der Grund gewesen.
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Konstanze
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saufen gegen Rechts


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« Antwort #7 am: 18. Januar 2008, 15:02:32 »

Nur zur Info: Edit: Wahrscheinlich sind die Zahlen für D ziemlich die gleichen...

Bei einem Bruttoeinkommen von mon. 2.000 kostet das den Arbeitgeber mon. 3.060 (dem Arbeitnehmer bleiben ca. 1.360 übrig). Eine Lohnerhöhung von 11% kostet den Arbeitgeber mon. 31 Euro, dem Arbeitnehmer bleiben knapp 14 davon.

Etwa 20% Arbeitgeberabgaben

es gibt so ne Faustregel, dass ein Arbeitnehmer einem Arbeitgeber ca. das 3-fache des Nettolohns kostet.

wenn man alle direkten und indirekten Kosten, wie Fortbildung etc., einrechnet.
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sophia
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« Antwort #8 am: 18. Januar 2008, 15:05:11 »

Ich kann mir schon vorstellen, dass Herr Mehdorn auch noch sonst einiges an Kostensteigerung auffangen möchte - aber das jetzt alleine auf die Aktion der Lokführer herunterzubrechen, empfinde ich als unehrenhaft.


Ehre? Manager? Hä? Geht das?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Herr Mehdorn bei der Aktion ein einziges Mal an seine Ehre gedacht hat. Sein Job ist es, den (Börsen-)Wert seines Unternehmens zu steigern, wie auch immer. Der Begriff Ehre wird in seiner Aufgabenbeschreibung nicht vorkommen.
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Beate
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« Antwort #9 am: 18. Januar 2008, 15:12:49 »

Naja, die Faust ist aber arg dick...

Geh mal besser von einem Faktor 1.8-2 aus.

Wobei das kein Widerspruch sein muss - finde mal den Arbeitnehmer, der den vollen Arbeitstag wirklich produktiv arbeitet. Untersuchungen gehen von im Mittel ca. 6 von 8 Stunden Anwesenheit aus - das mit berücksichtigt, erhöht natürlich die Arbeitsplatzkosten. Dennoch gibt es hochproduktive Arbeitsplätze - beispielsweise Busfahrer und eben auch Lokführer.

@Sophia: kann man sich nicht auch dadurch unehrenhaft verhalten, indem man die Kunden und hier sogar die Gesellschaft ein X für ein U vormacht - aus welchen Motiven auch immer? Verhalten sich andere Top-Manager im Sinne ihrer Jobs nicht gelegentlich sogar kriminell?
« Letzte Änderung: 18. Januar 2008, 15:14:30 von Beate » Gespeichert

Viele liebe Grüße

Beate
sophia
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« Antwort #10 am: 18. Januar 2008, 15:55:50 »

Es liegt mir vollkommen fern, denn Herrn zu verteidigen. Ich leide auch täglich die Auswirkungen seiner Sparwut (RB von Fürth nach Erlangen: Unpünktlichkeit, Wagentüren, die schwer aufgehen, Bremsen, die infernalisch quietschen, Treppenstufen zum Wagen die in Oberschenkelhöhe beginnen, weil der Bahnsteig so niedrig ist usw.).

Nur ist sein Motivation eine andere als sein Ehre zu verteidigen. Er definiert "erfolgreich arbeiten" eben mit der Unternehmenswertsteigerung, koste es was es wolle, was in diesem Falle wörtlich zu nehmen ist.

Dazu kommt, dass er wohl auch als ziemlich cholerisch bekannt sein soll (ich kenne ihn nicht aber man hört und liest ja so einige Sachen) und da passen diese Äußerungen ins Bild. Ich vergleich das mal mit einem kleinen Junge, der eine Prügelei verloren hat aber dem Sieger der Prügelei noch irgendwelche Gemeinheiten hinterherruft, nur um das Gefühl zu haben, in diesem (Macht-)Kampf doch nicht den kürzeren gezogen zu haben.
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MichelleSarah
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« Antwort #11 am: 18. Januar 2008, 17:42:28 »

... Bahn ... Telekom ...

Tja,

wie wäre es mit einer Rücküberführung von Bahn, Post etc. in öffentliche Verwaltung..? Herr Mehdorn und Konsorten müßten fürderhin wieder mit Einkommen entsprechend der Besoldungsordnung leben, Bahnpreiserhöhungen u.ä. wären der privatistischen Willkür entzogen, etc. pp. Und 'mal ehrlich: Wer behauptete ernsthaft, es sei durch die "Privatisierungen" irgend etwas besser, günstiger, schneller oder zuverlässiger geworden, im Gegenteil...

Und wer jetzt gleich "Planwirtschaft" und ähnliche Totschlagsargumente kreischt: Die ach so sozialistische Schweiz etwa hat -mit guten Gründen- beispielsweise eine Post-Privatisierung per Volksabstimmung abgelehnt und die Briefbeförderung auch fürderhin zur hoheitlichen Aufgabe erklärt...

Trotzdem mit Bahnkarte: Michelle+++
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Die meisten Denker schreiben schlecht, weil sie uns nicht nur ihre Gedanken, sondern auch das Denken der Gedanken mitteilen.
(Nietzsche)
Cyrano
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« Antwort #12 am: 18. Januar 2008, 18:15:23 »

Nur zur Info: Edit: Wahrscheinlich sind die Zahlen für D ziemlich die gleichen...

Bei einem Bruttoeinkommen von mon. 2.000 kostet das den Arbeitgeber mon. 3.060 (dem Arbeitnehmer bleiben ca. 1.360 übrig). Eine Lohnerhöhung von 11% kostet den Arbeitgeber mon. 31 Euro, dem Arbeitnehmer bleiben knapp 14 davon.

Aber egal, worum es geht, es geht IMMER um den shareholder value. Ob mir das nun gefällt oder nicht. Dort ist anzusetzen.

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Der Zugführer verdient (nicht einmal) 2.000 EUR. Dies kostet Sie 2.400 EUR.

das versteh ich nicht?

wie kommst du auf 2400,-?

Etwa 20% Arbeitgeberabgaben

Da scheinen die Zahlen aber in Deutschland und der Schweiz erheblich voneinander abzuweichen. Früher galt in Deutschland immer die Fausformel: 22% Zusatzkosten für jeden (also jeweils für Arbeitgeber und -nehmer), die Einkommenssteuer natürlich nur vom Arbeitnehmer zu tragen (zusätzlich) Zuletzt sind die Arbeitgeber ein weinig entlastet worden, so dass 20% Zusatzkosten für die Sozialversicherung in etwa hinhauen dürften.

Natürlich kann man nur von Bruttolöhnen sprechen. Es kann ja kein Arbeitgeber wissen, ob sein Angestellter 17 Kinder zu versorgen und einen kranken Vater zu pflegen, insofern einen Steursatz von 0 hat, oder ob er aus seinem Privatvermögen einen hohen Kapitalertrag zieht, und insofern für alle Einkunftsarten mit dem Spitzensteuersatz belastet wird.

Zitat
Konstanze:
es gibt so ne Faustregel, dass ein Arbeitnehmer einem Arbeitgeber ca. das 3-fache des Nettolohns kostet.

wenn man alle direkten und indirekten Kosten, wie Fortbildung etc., einrechnet.

Das ist hier aber völlig unerheblich, denn es sind weder die Löhne der Verwaltungsbediensteten, noch die Raumkosten, noch Schulungskosten noch sonstige indirekte Kosten erhöht worden. Hier ging es lediglich um eine Lohnerhöhung der Lokführer.

Alle anderen Kostensteigerungen (dies schließt auch die Lohnerhöhungen der anderen Mitarbeiter ein) sind mit der letzten Fahrpreiserhöhung bereits (über)kompensiert worden.

Nein, hier geht es ausschließlich um eine Reaktion auf den Abschluss mit der GDL.

Ja, Michelle, ich würde diese Rückführung sofort und vehement befürworten.

Cyrano
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« Antwort #13 am: 18. Januar 2008, 19:22:52 »

wie wäre es mit einer Rücküberführung von Bahn, Post etc. in öffentliche Verwaltung..? Herr Mehdorn und Konsorten müßten fürderhin wieder mit Einkommen entsprechend der Besoldungsordnung leben,
*g* das wären dann wohl die Gehälter von Staatssekretären - die Ärmsten werden ja am Hungertuch nagen. Willst Du ihnen das wirklich antun?
Zitat
Bahnpreiserhöhungen u.ä. wären der privatistischen Willkür entzogen,
empfindest Du da wirklich einen Unterschied gegenüber früher?
Zitat
etc. pp. Und 'mal ehrlich: Wer behauptete ernsthaft, es sei durch die "Privatisierungen" irgend etwas besser, günstiger, schneller oder zuverlässiger geworden, im Gegenteil...
mhmm, in bezug auf die Telekom wäre ich mir da nicht so sicher, aber ansonsten tendentiell schon - ganz besonders bei der Bahn. Allerdings habe ich da eher das Gefühl, dass der Laden noch nicht in der Wirtschaft angekommen sein könnte. Das Verständnis als Dienstleistungsunternehmen scheint mir ein wenig unterentwickelt zu sein.

Eigentlich frage ich mich, ob es nicht gerade in bezug auf die Bahn sinnvoller sein könnte, die Infrastruktur (und nur diese) in die öffentliche Hand zu überführen, mit der Maßgabe, die konkurrierenden Anbieter zu unterstützen und nicht zu behindern. Momentan kommt mir der Ansatz in etwa so vor, als ob man analog die Post/DHL-Konkurrenten dazu zwingen wollte, auf den Fuhrpark der Post zurückzugreifen.
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« Antwort #14 am: 18. Januar 2008, 20:05:00 »

mhmm, in bezug auf die Telekom wäre ich mir da nicht so sicher, aber ansonsten tendentiell schon - ganz besonders bei der Bahn.

Nö...

Also: Bei der Deutschen Bundespost konnte ich mir Päckchen/ Pakete an meine Postfachanschrift schicken lassen, die privatistische Post ist dazu nicht in der Lage; günstiger oder schneller ist sie auch nicht geworden... Bei der Deutschen Bundesbahn kaufte ich ehedem eine Fahrkarte für den Fernverkehr, die galt einen Monat; heute gilt das Ticket im Regelfall zwei Tage... Nebenbei hat mich in der Deutschen Bundesbahn kein Suppenkaspar mit dauernden Durchsagen aus dem Halbschlaf* gerissen, um mir Blechkuchen oder Wirsingeintopf anzuempfehlen... Einzig unverändert ist der Kaffee der Deutschen Bundesbahn und von Die Bahn AG: Der ist beschissen, wie eh und je...

S'Mischäll+++

* Mehr geht heutzutage auch nicht mehr, da jeder Spaddel in sein Mobilphon brüllt, Klingeltöne anhört oder -horribile dictu- Computerspielchen mit Ton laufen läßt... Reisen ist kein Spaß mehr, sondern bisweilen eine Art moderner Folter...
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Die meisten Denker schreiben schlecht, weil sie uns nicht nur ihre Gedanken, sondern auch das Denken der Gedanken mitteilen.
(Nietzsche)
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