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Autor Thema: Ausländeranteil in deutschen Städten  (Gelesen 3440 mal)
diana76
Gast

« Antwort #15 am: 18. November 2007, 15:46:43 »

frankfurt? die furt für die franken
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Lina
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« Antwort #16 am: 21. Januar 2008, 14:49:00 »

Nun,

...Und: In der Betrachtung ausgeblendet bleiben dabei Deutsche ausländischer Herkunft (etwa aus Polen und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion), die definitionsgemäß nicht als Ausländer gezählt werden... Und -in Bezug auf Berlin- sähe die Statistik möglicherweise etwas anders aus, würden West- und Ostberlin getrennt ausgewiesen. ...
S'M.+++


Ja, entschuldige, aber die sind ja nach deutschem Recht Deutsche - genau so wie Abkömmlinge von Söldnern, die Dienst in der Wehrmacht es auch sind. (Auch wenn diese Regelung nicht mehr gilt, galten die lange, auch in der Bundesrepublik als Deutsche).
Nicht, dass ich das gut finde, aber trotzdem eine nennenswerte Tatsache wogegen meistens nicht mal Neo-Nazis was einzuwenden haben.

Und wenn wir gerade bei "definitionsgemäß" sind, sollten wir auch mit berücksichtigen, was nun überhaupt definitionsgemäß in die Statistiken als Straftaten einfließen. Da gibt es definitionsgemäß mehrere Vergehen, die nur von Ausländern begangen werden können.

Beispiel: Ich fahre mit Ahmet, dem Asylbewerber, auf der S-Bahn-Linie 1 nach Hamburg-Blankenese. Versehentlich verpassen wir unsere Station und entdecken dies erst an der Endstation Wedel und geraten da auch noch in eine Fahrkartenkontrolle wo die Polizei zwecks Personalienfeststellung hinzugezogen wird, weil ich meinen Perso vergessen habe. Wer hat hier jetzt eine Straftat begangen? Ahmet natürlich! Dass ich meinen Perso nicht dabei habe und versehentlich schwarz gefahren bin sind nur 1 x Ordnungswidrigkeit und 1x Vertragsbruch. Ahmet hat aber das Bundesland Hamburg verlassen und ist in Schleswig-Holstein rein gefahren, was er mit seiner Duldung nicht darf. Straftat. Noch ein Ausländer in der Statistik.
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MichelleSarah
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« Antwort #17 am: 21. Januar 2008, 15:02:18 »

... weil ich meinen Perso vergessen habe....

Den kannst Du auch getrost vergessen... Den Zwang zur Mitführung eines Ausweispapieres (-> "exekutiver Kontrollvorbehalt") gab es in Deutschland im Ersten Weltkrieg, während den Tausend Jahren im letzten Jahrhundert und in der DDR (sog. "SBZ")... Dabei haben müßtest Du -wenn einschlägig- den Führerschein, sonst nichts...

Grüßle,

Michelle+++
« Letzte Änderung: 21. Januar 2008, 15:13:43 von MichelleSarah » Gespeichert

Die meisten Denker schreiben schlecht, weil sie uns nicht nur ihre Gedanken, sondern auch das Denken der Gedanken mitteilen.
(Nietzsche)
mascha
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« Antwort #18 am: 21. Januar 2008, 16:26:27 »

... und dann wäre noch zu bedenken, dass der prozentuale Ausländeranteil erfasst ist, nicht jedoch absolute Einwohnerzahlen. Frankfurt hat z.B. deutlich weniger Einwohner als Berlin.
Andererseits erhöht der Frankfurter Flughafen sowohl die Anzahl "frankfurter" Straftaten insgesamt, als auch den Anteil der Ausländerkriminalität... und und und

... solche Statistiken sind relativ unergiebig.
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Hier wache ich, WUFF.
Zoe
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« Antwort #19 am: 21. Januar 2008, 19:25:07 »

Passfälschung und Asylvergehen sind nun aber nicht gerade Straftaten, die das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger sonderlich beeinträchtigen.

Eben das sind sie doch, wenn nur diese Statistik genannt wird, sobald irgendwo irgendwas passiert. Lieschen Müller denkt eben nicht darüber nach, dass es eben oftmals Fälle sind, die nur Ausländer begehen können.
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xara
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« Antwort #20 am: 21. Januar 2008, 19:28:43 »

also pass fälschen ist garantiert nichts das nur "ausländer" tun....denk nur mal an all die minderjährigen kleinkriminellen in good old germany....da gibts garantiert genug!
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Lina
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« Antwort #21 am: 21. Januar 2008, 19:49:57 »

... und dann wäre noch zu bedenken, dass der prozentuale Ausländeranteil erfasst ist, nicht jedoch absolute Einwohnerzahlen. Frankfurt hat z.B. deutlich weniger Einwohner als Berlin.
Andererseits erhöht der Frankfurter Flughafen sowohl die Anzahl "frankfurter" Straftaten insgesamt, als auch den Anteil der Ausländerkriminalität... und und und

... solche Statistiken sind relativ unergiebig.


Stimmt! Dazu kommt noch, dass die Statistiken, die meistens in reißerischer Weise veröffentlicht werden, die angezeigten Straftaten berücksichtigen - enthalten also keine Aussage über die Wahrhaftigkeit der Anzeigen oder eventuelle Verurteilungen. Wenn also der alte Ausländerhasser im Haus gegenüber ständig die Polizei ruft wegen allerlei Störungen, Graffitischmierereien und dabei äußert, dass es garantiert die Kinder von der türkischen Familien nebenan waren, dann haben wir wieder eine Straftat, wo die "mutmaßlichen Täter" Türken waren und wird so in die Statistik eingehen. Dass das Ermitlungsverfahren gegen diese wieder eingestellt wird, weil es keine Anhaltspunkte gibt, dass die was verbrochen haben, ändert nichts an der Statistik.

Sicherlich sind Statistiken gut für eine Menge Sachen, aber nur so als Zahlen ohne Hintergrundinformationen sind die die absolute Verarschung.

Ich bin mir sicher, dass es massenhaft Arten von Straftaten, die wirklich ihre Gründe und Ursprung in Eigenarten bestimmter Kulturen und Subkulturen, aber da sollte man sich ernsthaft damit beschäftigen, was die genauen Ursachen sind und da versuchen gezielt einzulenken. Was viel zu oft vergessen wird, ist dass bestimmte Straftaten, deren Ursache ganz offensichtlich ihren Ursprung in bestimmten Einwandererkulturen ihre Opfer finden in genau den gleichen Kulturen - und dabei oft Einwanderer, die selber jeden Tag ihre Arbeit tun, Steuern zahlen und respekt vor ihren Mitmenschen zeigen. Einwanderer die genau den gleichen Schutz der Gesellschaft verdienen wie alle andere.

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sacha
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« Antwort #22 am: 21. Januar 2008, 21:33:33 »

Die Polizei sorgt selbst für viel Zündstoff. Je nach Lust und Laune sind wir deren Schikanen oder Tonfall ausgeliefert.  Für die Polizei ist jeder Ausländer ein potenzielle Täter. Embarrassed

Jeder hat mal etwas Negatives erlebt, ob mit Gewalttätern oder wie ich mit der Polizei. Nicht alle Menschen sind Engel  und man darf nicht alle in einem topf werfen. Nur soviel, stellt euch mal vor, etwas schlimmes, etwas sehr Peinliches, etwas das nur in  den Filmen oder wie in USA wo Polizeibeamter auf einen Farbigen Us Bürger los gingen  euch auch passiert. Stellt euch mal vor, wie im Fall in Bayern wo ein älterer Mensch zusammen geschlagen wird. Wie viel Wut uns Hass kann das Opfer empfinden, wie groß ist die Enttäuschung, wie überrascht ist das Opfer wenn er die stimmen seine Peinigern oder deren Gesichter  täglich vor die Augen hat. Stellt euch mal vor, dass es euch so was Ähnliches passiert und ihr es niemanden erzählen könnt. Das eure Anzeige die ihr so aufgegeben habt einfach verschwindet, das sogar aus dem Berichtsheft, wo die Vorfälle eingetragen werden  herausgeschnitten wird. Wenn ihr alleine seid und euch niemand zu Hilfe kommt.  Wie viel Wut und Verzweiflung kann man hin unter schlucken.

Alles was ich bin, alles was ich je sein kann, ist aus euch gemacht. Aus dem Raum die ihr mir oder anderen übrig lässt bin ich entstanden. Die Gesellschaft, die Mitmenschen um mich machen mich  zu dem was ich nun bin. Ich habe keine Angst vor der jugendlichen ob Ausländer oder deutsche Pole oder Russen. Ich habe Angst vor eine Gesellschaft die so was hervorbringen kann.  Das hier ist nur so ein kleines Vorgeschmack, denn Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Menschen in Ghettos wohnen zulassen ist keine Lösung. Wieso wollten die deutschen nicht mehr in Kreuzberg oder schanze in HH mehr wohnen, weil die Ausländer kamen?

dort waren (ist)  die Wohnmöglichkeiten selbst für deutsche Bevölkerung nicht mehr ausreichend, bevor man aber in den Gebieten  etwas investiert, vermietet man  lieber an die Ausländern, denn a:bei wem sollte sich schon  ein Ausländer beschweren wenn er gerade mal hallo sagen kann und b: Hauptsache billig. Das Typische Bild von so einer Straße ist wie überall das gleiche. die Straße Teilen sich ein paar Spielhallen, Dönerbuden und der Gemüsemann. ab und zu grenzt auch mal  die Studenten oder schwule/Lesben Szenen und ein paar Pornokinos sehr unromantisch und  schmucklos. Wer möchte schon dort Leben.
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« Antwort #23 am: 21. Januar 2008, 21:37:46 »

Interessant finde ich, dass die Städte, in denen die "Ausländer raus"-Fraktion immer wieder von sich reden macht, nämlich die Metropolen der neuen Länder, überhaupt keinen relevanten Ausländeranteil haben!
Kann es sein, dass Ausländerfeindlichekeit umgekehrt proportional zum Ausländeranteil ist?
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« Antwort #24 am: 21. Januar 2008, 21:43:47 »

Kann es sein, dass Ausländerfeindlichekeit umgekehrt proportional zum Ausländeranteil ist?

Interessante Frage. Wenn das so wäre, wäre eine mögliche Erklärung, daß viele "Exoten" schnell zur Normalität werden. Ein seltener Anblick aber immer etwas "exotisches" oder fremdes sein wird, dem Mißtrauen entgegen gebracht wird.
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« Antwort #25 am: 21. Januar 2008, 22:08:13 »

Interessant finde ich, dass die Städte, in denen die "Ausländer raus"-Fraktion immer wieder von sich reden macht, nämlich die Metropolen der neuen Länder, überhaupt keinen relevanten Ausländeranteil haben!
Kann es sein, dass Ausländerfeindlichekeit umgekehrt proportional zum Ausländeranteil ist?
Ja kann möglich sein, dass liegt aber lediglich an der allgemeinem Verblödung der Massen. Grin
Ich wohne in einem Stadtteil von Wuppertal(Oberbarmen), wo der Ausländeranteil sehr hoch ist oder der sozialökonomische Wert sehr tief ist. Wenn ich mal ganz normal shoppen gehe, also nur um in die Ecke in den Plusmarkt, dann sind ausser paar Senioren und paar Alkis kaum noch Deutsche in dem Laden. Und ich fühle mich hier vollkommen wohl und auch sicher.
Bin aufgewachsen in einem 1000Seelen grossem Dorf, wo es 0% Prozent Ausländer gab, war eine kostenlose Leistung der Ostzone, wo alle so tolerant waren. Wink Zum Glück lebe ich dort nicht mehr, Natur, Ostseestrand und Abgeschiedenheit ist nicht alles was man im Leben begehrt. Etwas Positives habe ich aber mitnehmen können, karges Land, karge Witze über die man so herrlich lachen kann. Grin
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Lina
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« Antwort #26 am: 22. Januar 2008, 00:21:30 »

Interessant finde ich, dass die Städte, in denen die "Ausländer raus"-Fraktion immer wieder von sich reden macht, nämlich die Metropolen der neuen Länder, überhaupt keinen relevanten Ausländeranteil haben!
Kann es sein, dass Ausländerfeindlichekeit umgekehrt proportional zum Ausländeranteil ist?

Ja, ist wahrscheinlich wie bei Schwulen- und Transenfeindlichkeit. Da sind "lautesten" auch oft die, die nie wissentlich einen/eine getroffen hat. (Abgesehen von dem Teil der eigenen Persönlichkeit, mit dem sie nicht klar kommen).
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Zoe
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« Antwort #27 am: 22. Januar 2008, 01:01:41 »

Das hier ist nur so ein kleines Vorgeschmack, denn Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Menschen in Ghettos wohnen zulassen ist keine Lösung. Wieso wollten die deutschen nicht mehr in Kreuzberg oder schanze in HH mehr wohnen, weil die Ausländer kamen?

... Die Schanze in Hamburg ist wohl DAS In-Viertel überhaupt und da will eigentlich jeder hin. Bei diversen Bereichen in Kreuzberg ist das übrigens ähnlich. NIcht nur ich bin ein Beispiel dafür... Wohne ich doch in Kreuzberg.

Und weder Kreuzberg noch die Schanze würde ich als Ghetto bezeichnen, sondern eher Mahrzahn, Steilshoop, Wilhelmsburg
« Letzte Änderung: 22. Januar 2008, 01:04:52 von Zoe » Gespeichert

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