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Autor Thema: Wollt nur mal Hallo sagen  (Gelesen 664 mal)
joey
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Diese Person werd ich wohl nie sein-.-


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« am: 30. August 2008, 01:11:43 »

Hallo,
Ich dachte mir, dass dieses Forum wohl für mich das richtige ist, und da will ich mich jetzt nur mal kurz vorstellen  Smiley
Ich heiße Joey (ok, eigentlich n bissel anders aber in der Schule wurd ich eigentlich schon immer so genannt^^),
bin 19 Jahre Alt/Jung, und wohne gegenwärtig im Odenwald (da in Südhessen), werde aber vermutlich bald zwecks Studium nach Darmstadt ziehen.
Aber genug vom allgemeinen Geschwätz über meine Person, man muss ja schließlich auch sagen, warum man hier in dieses Forum kommt.
So ich bin (laut Geburtsurkunde und Ausweis) männlich, allerdings kann ich damit überhaupt nichts anfangen.. und würde ein permanente Leben als Frau führen. Zu Beginn meines Lebens hatte ich wie nahezu alle Kinder relativ wenig sagen wir mal Probleme mit meiner *Identität* auch wenn ich sehr oft nicht verstehen konnte warum meine Brüder so paar Sachen machen, bzw. ich wollte die sachen einfaach garnicht machen, obwohl meine Eltern mir immer wieder gesagt haben, dass es *vollkommen normal* sei diese dinge zu tun. Für mich war es eben nicht normal. Allerdings konnte ich irgendwie n besseren Draht zu Mädchen hersteleln, woebi ich da immer dachte, dass des daran liege, dass ich genauso alt bin wie meine Cousine, und wir eigentlich bis jetzt den gleichen Lebensweg gegangen sind (gleicher Kindergarten, immer die gleiche Schule, gleichzeitig Abitur).
Mit dem Älterwerden kamen dann allerdings dann erkennbare Probleme zum Vorschein, unteranderem verspüren von Abscheu des eigenen Körpers, dem klar erkennbaren Verlangen... dem anderen Geschlecht anzu gehören...
Allerdings sagte damals meine Mutter, das alles wäre nur eine pubertäre Phase... die sich mit dem Laufe der Zeit selbst auflösen würde... schließlich sei sie als Mädchen auch unglücklich gewesen über ihren Körper und die Funktionen... insbesondere durch Einsetzen der ersten Regelblutung.
Nun gut, ich versuch zu warten... wie meine Mutter es gesagt hat. Auch wenn ich selber weis... dass es so nicht gelöst wird. Ich lass mir beinahe unbewusst die Haare wachsen, und style sie für Männer untypisch. Und damit stoß ich weiter auf intoleranz: In der Schule versuchen mir meine Mitschüler, die haare abzuschneiden, ich solle ja schließlich *nicht aussehen wie ein Mädchen*.
Spätestens in der 11. Klasse hat mich dann des Problem komplett eingeholt... ich guck in den Spiegel und bin enttäuscht n Kerl zu sehen... ich werde im Laufe der Zeit depressiv, das ganze endet schließlich damit, dass Polizei vorbei kommt, und mit meinen Eltern reden, weil ich gesagt habe, ich werde mich umbringen. Also hab ich versucht, meinen eltern das Problem wieder zu erläutern... aber auch jetzt sei es nur eine pubertäre Phase. Inzwischen sagt mein Vater dass was getan werden muss, da es nicht sein kaann, wenn ich 365 Tage im Jahr unglücklich bin. Meine Mutter hält hingegen immernoch an ihrem Glauben fest.
Ich bin inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem ich meine bisherige Rolle nicht mehr ansatzweise ertragen kann und sie somit zu einer art permanenten Folter geworden ist. Insbesondere das Rasieren und Duschen vermiest mir den Alltag.
Ich weis, ich sollte zum Psychodok deswegen... aber irgendwie hätte ich gerne die Unterstützung meiner Mutter wenn ich das mache. Allerdings ist mir auch klar, dass je länger ich warte der ganze Prozess unnötig erschwert wird, und es jetzt schon da ich fast durch die pubertät bin, schon recht schwierig ist und ich langsam angstbekomme, dass ich das nicht durchstehen werde.
Ich frage mich... was ist jetzt zu tun :-(


mfg: joey

PS: Immerhin hab ich eine Freundin, die mir beisteht, das einzige Problem ist leider... sie ist für ein Jahr in den USA, weshalb ich hier mehr doer weniger auf mcih allein gestellt bin.

PPS: Ist doch bissel lang geworden. sry
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bleu_de_coup
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Dans y refuse d'avec, si la quelle, si d'ami cher!


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« Antwort #1 am: 30. August 2008, 16:40:32 »

Hallo Joey,
wenn Deine Mama Dich nicht unterstützen will, dann nimm Deinen Papa mit.
So wie Du das schriebst, scheint er ja Handlungsbedarf sehen...

gruß
Q
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    "Schützt das Weib gegen den Intellectualismus" (Möbius)
DarkAngel
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Holland wird nicht mehr Europameister

hab+ich
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« Antwort #2 am: 31. August 2008, 10:58:01 »

hi ,
ich habe es mir mal flüchtig durchgelesen.
einige parallenen (schreibt man das so ? ) sind mir da aufgefallen. ich scheibe mehr wenn ich nach der samstagsnachtschicht bissi was geschlafen habe.

btw: heute will ich meinen onkel ( der zweitwichtigste bezugspunkt in meiner familie ) die wahrheit erzählen. das könnte schwer werden ....   
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stoned and drunk
joey
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Diese Person werd ich wohl nie sein-.-


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« Antwort #3 am: 31. August 2008, 21:19:45 »

Edit: Ich hab noch ne kleine Frage... wenn ALLES glatt läuft, wie lang muss man da durchschnittlich warten, bis die Hormontherapie beginnt? Sry, aber ich mach mir da gerade so viele Gedanken, weil wenn ich älter werde wird das ganze ja komplizierter. Nicht dass es das jetzt schon ist, da Bartwuchs und Stimmbruch bereits eingesetzt haben Sad
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Beate
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Geo Girl


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« Antwort #4 am: 31. August 2008, 21:53:41 »

Hallo Joey,

erstmal herzlich willkommen hier!

Der klassische Weg sieht ein Jahr an Alltagstest, zumindest aber 1 Jahr Psychotherapie vor. Wird regional, aber vor allem von Psych zu Psych unterschiedlich gehandhabt - hier in Südhessen auf jeden Fall und it einer Tendenz, die SOCs wieder restriktiver zu handhaben.

Du solltest also DRINGEND zum Psychodoc - die sollen ja hin und wieder auch Wartezeiten haben oder nicht ganz so einfach erreichbar sein.
« Letzte Änderung: 31. August 2008, 21:57:33 von Beate » Gespeichert

Viele liebe Grüße

Beate
joey
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« Antwort #5 am: 01. September 2008, 20:57:55 »

Gibt es denn in der Nähe des Kreises Bergstraße einen Psch der auf diesem Gebiet Erfahrung hat? Man übergibt sich ja doch recht ungerne in unerfahrene Hände und ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder mit einem solchen Patienten gearbeitet hat.
Gott wie ich das hier vollspamme, sry aber ich hab einfach zu viele Fragen.

Mfg: joey
« Letzte Änderung: 01. September 2008, 21:33:09 von joey » Gespeichert
Beate
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Geo Girl


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« Antwort #6 am: 01. September 2008, 21:47:23 »

Nein, Du spamst nicht. Die Frage ist aber nicht allzu leicht zu beantworten - im Kreis Bergstraße gibt es m.W. keinen TS-erfahrenen Psych. Ein paar wenige gibt es in FFM - die Adressen sammeln wir im geschützten Bereich von www.main-ts.de . Könnte vielleicht interessant werden, wenn Du nach DA ziehst. In Heidelberg war lange Zeit Herr Will etabliert.  Der hat aber jüngst aus Altersgründen seine Kassenzulassung abgegeben. In Mannheim praktiziert noch Frau Maor.

Vielleicht fragst Du ja in bezug auf die Bergstraße mal in der Heidelberger SHG oder der Karlsruher SHG Transvita (!!!) nach. Beide Leiterinnen dürften die Situation für den Kreis Bergstraße besser kennen als ich. Hier ein Link zu den Gruppen in der Region: http://www.ts-suedwest.de/
« Letzte Änderung: 01. September 2008, 21:50:39 von Beate » Gespeichert

Viele liebe Grüße

Beate
Elke1961
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« Antwort #7 am: 02. September 2008, 08:07:44 »

Hi Joey,

auch ich möchte Dich hier im Forum begrüßen!

Ich möchte dir den Rat geben, einen Psychiater aufzusuchen. Der allein kann dir bestimmt helfen, auch aus deiner Depri-Phase rauszukommen und dich auf deinen Weg zu begleiten. Ferner gibt's bei ihm auch die Möglichkeit, gemeinsam mit deinen Eltern darüber zu reden und es wäre möglich, das dann auch deine Mutter ein Einsehen hat und dich dabei unterstützt. Manchmal hilft es ja, wenn "jemand anderes" mit den Angehörigen redet und ihnen die Situation aus seiner Sicht erläutern kann.

Ich wünsche viel Glück und das Du aus deinen tiefs wieder herauskommst.

Liebe Grüße Elke
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Andrea76
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« Antwort #8 am: 02. September 2008, 16:03:47 »

Hallo Joey,

auch möchte Dich im Forum begrüßen. Ich kann Deine Probleme sehr gut verstehen. Ich durchlebe sie nämlich gerade selbst wobei ich noch tiefere Probleme habe (ich bin schwerbehindert und auf pflegerische Hilfe angewiesen, so das ich in der Woche wenige Möglichkeiten habe meine Wünsche auszuleben am WE geht es besser) Ich lebe in Berlin und bin auch auf der Suche nach Hilfe.

Viele Grüße aus Berlin

sendet

Andrea
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joey
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« Antwort #9 am: 02. September 2008, 23:45:14 »

Ich möchte mich schonmal für die lieben Begrüßungen und Antworten bedanken  Wink

Wenn ich weitere Fragen haben sollte, melde ich mich wieder.

Mfg: joey
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