Hallo,
Ich dachte mir, dass dieses Forum wohl für mich das richtige ist, und da will ich mich jetzt nur mal kurz vorstellen

Ich heiße Joey (ok, eigentlich n bissel anders aber in der Schule wurd ich eigentlich schon immer so genannt^^),
bin 19 Jahre Alt/Jung, und wohne gegenwärtig im Odenwald (da in Südhessen), werde aber vermutlich bald zwecks Studium nach Darmstadt ziehen.
Aber genug vom allgemeinen Geschwätz über meine Person, man muss ja schließlich auch sagen, warum man hier in dieses Forum kommt.
So ich bin (laut Geburtsurkunde und Ausweis) männlich, allerdings kann ich damit überhaupt nichts anfangen.. und würde ein permanente Leben als Frau führen. Zu Beginn meines Lebens hatte ich wie nahezu alle Kinder relativ wenig sagen wir mal Probleme mit meiner *Identität* auch wenn ich sehr oft nicht verstehen konnte warum meine Brüder so paar Sachen machen, bzw. ich wollte die sachen einfaach garnicht machen, obwohl meine Eltern mir immer wieder gesagt haben, dass es *vollkommen normal* sei diese dinge zu tun. Für mich war es eben nicht normal. Allerdings konnte ich irgendwie n besseren Draht zu Mädchen hersteleln, woebi ich da immer dachte, dass des daran liege, dass ich genauso alt bin wie meine Cousine, und wir eigentlich bis jetzt den gleichen Lebensweg gegangen sind (gleicher Kindergarten, immer die gleiche Schule, gleichzeitig Abitur).
Mit dem Älterwerden kamen dann allerdings dann erkennbare Probleme zum Vorschein, unteranderem verspüren von Abscheu des eigenen Körpers, dem klar erkennbaren Verlangen... dem anderen Geschlecht anzu gehören...
Allerdings sagte damals meine Mutter, das alles wäre nur eine pubertäre Phase... die sich mit dem Laufe der Zeit selbst auflösen würde... schließlich sei sie als Mädchen auch unglücklich gewesen über ihren Körper und die Funktionen... insbesondere durch Einsetzen der ersten Regelblutung.
Nun gut, ich versuch zu warten... wie meine Mutter es gesagt hat. Auch wenn ich selber weis... dass es so nicht gelöst wird. Ich lass mir beinahe unbewusst die Haare wachsen, und style sie für Männer untypisch. Und damit stoß ich weiter auf intoleranz: In der Schule versuchen mir meine Mitschüler, die haare abzuschneiden, ich solle ja schließlich *nicht aussehen wie ein Mädchen*.
Spätestens in der 11. Klasse hat mich dann des Problem komplett eingeholt... ich guck in den Spiegel und bin enttäuscht n Kerl zu sehen... ich werde im Laufe der Zeit depressiv, das ganze endet schließlich damit, dass Polizei vorbei kommt, und mit meinen Eltern reden, weil ich gesagt habe, ich werde mich umbringen. Also hab ich versucht, meinen eltern das Problem wieder zu erläutern... aber auch jetzt sei es nur eine pubertäre Phase. Inzwischen sagt mein Vater dass was getan werden muss, da es nicht sein kaann, wenn ich 365 Tage im Jahr unglücklich bin. Meine Mutter hält hingegen immernoch an ihrem Glauben fest.
Ich bin inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem ich meine bisherige Rolle nicht mehr ansatzweise ertragen kann und sie somit zu einer art permanenten Folter geworden ist. Insbesondere das Rasieren und Duschen vermiest mir den Alltag.
Ich weis, ich sollte zum Psychodok deswegen... aber irgendwie hätte ich gerne die Unterstützung meiner Mutter wenn ich das mache. Allerdings ist mir auch klar, dass je länger ich warte der ganze Prozess unnötig erschwert wird, und es jetzt schon da ich fast durch die pubertät bin, schon recht schwierig ist und ich langsam angstbekomme, dass ich das nicht durchstehen werde.
Ich frage mich... was ist jetzt zu tun :-(
mfg: joey
PS: Immerhin hab ich eine Freundin, die mir beisteht, das einzige Problem ist leider... sie ist für ein Jahr in den USA, weshalb ich hier mehr doer weniger auf mcih allein gestellt bin.
PPS: Ist doch bissel lang geworden. sry