Hi ihr Lieben,
bin seit einigen Tagen neu hier im Forum und wollt mich auf diese Weise einmal vorstellen:
Bin z.Zt. 39 Jahre alt und seit ca. einem Vierteljahr in dem gefestigten "Zustand", in dem ich mich (heimlich) Maren (meine Frau meint, der Name passt zu mir) nenne und den Schritt in die (anonyme) Öffentlichkeit wage. Gegenüber meiner Frau bin ich geoutet und sie hält (in gewissem Rahmen) zu mir.
Ein wenig zur Historie: Ich beschäftige mich sein '97 mit meinem "Geschlechtsproblem", und bin mir seit 2003 sicher transsexuell zu sein. Im Nachhinein gab es jedoch schon seit der Pubertät immer wieder Momente die dazu passen, die ich damals jeoch nicht in einen größeren Zusammenhang gestellt hatte.
Aktuell bin ich als Mann, wie sicher einige von Euch auch noch, in einer tollen Ehe mit einer noch tolleren Frau und zwei Kindern, einem gesichterten Umfeld (Verwandte, Freude, Beruf).
Die Probleme, die sich mir stellen sind wie folgt:
Zum einen sind da die schwerzhaften Sehnsüchte nach dem 100% Frau sein, zum anderen die Angst vor dem Verlieren all dessen was wir uns aufgebaut haben - nicht um meinetwillen, das wäre schon OK - aber um meiner Familie willen, die wenn denn die Transition "suboptimal" läuft, das jetzt doch sichere Leben aufgeben müsste...

Daran würde ich gewiss zu Grunde gehen. Ich sehe demnach keinen wirklichen Ausweg. Von daher versuche ich mein TS-dasein in die jetzigen Gegebenheiten einzufügen.
Ich lebe nun also mit der Hoffnung, dass die Sehnsüchte noch länger auf "kleinerer Flamme" kochen und ich nur "ab und zu", d.h. nicht dauernd, in schmerzhafter Weise daran denken muss - zumindest so lange, bis ich meine Dinge geregelt habe...
Der Schritt zu Euch ist dabei ein Mosaiksteinchen in meinem Plan, mich ohne gesellschaftliches Outing im seelischen Gleichgewicht zu halten. Ich hoffe das klappt

Ich freue mich auf nette Diskussionen!
Bis später also und liebe Grüße,
Maren.