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Autor Thema: Winke winke :-)  (Gelesen 743 mal)
maren68
Gast

« am: 02. Juni 2008, 17:37:11 »

Hi ihr Lieben,

bin seit einigen Tagen neu hier im Forum und wollt mich auf diese Weise einmal vorstellen:

Bin z.Zt. 39 Jahre alt und seit ca. einem Vierteljahr in dem gefestigten "Zustand", in dem ich mich (heimlich) Maren (meine Frau meint, der Name passt zu mir) nenne und den Schritt in die (anonyme) Öffentlichkeit wage. Gegenüber meiner Frau bin ich geoutet und sie hält (in gewissem Rahmen) zu mir.

Ein wenig zur Historie: Ich beschäftige mich sein '97 mit meinem "Geschlechtsproblem", und bin mir seit 2003 sicher transsexuell zu sein. Im Nachhinein gab es jedoch schon seit der Pubertät immer wieder Momente die dazu passen, die ich damals jeoch nicht in einen größeren Zusammenhang gestellt hatte.

Aktuell bin ich als Mann, wie sicher einige von Euch auch noch, in einer tollen Ehe mit einer noch tolleren Frau und zwei Kindern, einem gesichterten Umfeld (Verwandte, Freude, Beruf).

Die Probleme, die sich mir stellen sind wie folgt:

Zum einen sind da die schwerzhaften Sehnsüchte nach dem 100% Frau sein, zum anderen die Angst vor dem Verlieren all dessen was wir uns aufgebaut haben -  nicht um meinetwillen, das wäre schon OK - aber um meiner Familie willen, die wenn denn die Transition "suboptimal" läuft, das jetzt doch sichere Leben aufgeben müsste...   Sad

Daran würde ich gewiss zu Grunde gehen. Ich sehe demnach keinen wirklichen Ausweg. Von daher versuche ich mein TS-dasein in die jetzigen Gegebenheiten einzufügen.


Ich lebe nun also mit der Hoffnung, dass die Sehnsüchte noch länger auf "kleinerer Flamme" kochen und ich nur "ab und zu", d.h. nicht dauernd, in schmerzhafter Weise daran denken muss -  zumindest so lange, bis ich meine Dinge geregelt habe...

Der Schritt zu Euch ist dabei ein Mosaiksteinchen in meinem Plan, mich ohne gesellschaftliches Outing im seelischen Gleichgewicht zu halten.  Ich hoffe das klappt  Smiley


Ich freue mich auf nette Diskussionen!

Bis später also und liebe Grüße,

Maren.

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Jennifer Anson
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« Antwort #1 am: 02. Juni 2008, 18:00:37 »

Zuerst mal herzlichst Willkommen ;-)

Die Situation in der Du Dich befindest kennen viele und es ist immer eine Gradwanderung. Den besten Weg finden, kannst aber am Ende doch nur Du selbst, weil einfach immer unglaublich viele Eventualitäten da mit hineinspielen.

Aber sicherlich wirst Du heir viel Zuspruch, Unterstützung und Rat finden. Und es wird Dir leichter fallen einen Lösung zu finden die für Dich die Optimalste ist.

Alle Liebe
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Jenni
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Wer mich nicht so akzeptiert wie ich bin, soll es einfach bleiben lassen Grin
The Becks
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« Antwort #2 am: 02. Juni 2008, 18:03:54 »

sei gegrüsst hier. wünsche dir, die für dich wichtigen infos, kontakte ect., hier zu finden
lg diana
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Ronja
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Pixelhexe

480609151
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« Antwort #3 am: 02. Juni 2008, 23:00:19 »

Auch wenn es nur ein Mosaiksteinchen ist, es wird sich irgendwann zu einem Ganzen fügen.
Hab nur Geduld, es wird! Und bis dahin, suche Deine Erfahrungen und lebe Dein Leben.

Kleiner Auszug aus "the sparrows and the nightingals" von Wolfsheim: "I´m still waiting"

lg Ronja

PS: Herzlich willkommen hier!  Cheesy
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Keiner ist so verrückt, daß er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht. Fritz Nietzsche
Die Sara
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« Antwort #4 am: 03. Juni 2008, 20:20:04 »

Sei herzlich willkommen hier!!!  Smiley

Ich denke, Du wirst hier genug zum lesen und (mit)diskutierne finden.
Und wie auch schon Jenni gesagt hat, bist Du nicht die einzige mit den Gedanken.

LG Sara  Smiley
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Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.  (Mark Twain)
Beate
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Geo Girl


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« Antwort #5 am: 05. Juni 2008, 00:03:03 »

Hallo Maren,

ein wenig verspätet zwar, aaber ebenfalls herzlich willkommen hier.

Tja, zu dem, was Du da schreibst habe ich  schon parallele Erfahrungen aus meiner 3x-Zeit (auch wenn ich mir meiner Transsexualität keineswegs sicher war); aus ähnlichen Gründen wie Du sie jetzt hast, um mit Deiner Veranlagung so klarzukommen wie Du das tust, habe ich die Auseinandersetzung mit dem Thema gar nicht erst zugelassen, sondern versucht, zu verdrängen.

Fast hätte das auch geklappt.
« Letzte Änderung: 05. Juni 2008, 00:05:07 von Beate » Gespeichert

Viele liebe Grüße

Beate
maren68
Gast

« Antwort #6 am: 05. Juni 2008, 07:21:40 »

Hi ihr Lieben,

erstmal Danke an Euch für das nette Wilkommen. Habe schon viele Posts gelesen und fühl mich hier heimisch. Es ist schon frappierend, wie sich die Gefühle und Probleme gleichen.

@Beate

Tja, zu dem, was Du da schreibst habe ich  schon parallele Erfahrungen aus meiner 3x-Zeit (auch wenn ich mir meiner Transsexualität keineswegs sicher war); aus ähnlichen Gründen wie Du sie jetzt hast, um mit Deiner Veranlagung so klarzukommen wie Du das tust, habe ich die Auseinandersetzung mit dem Thema gar nicht erst zugelassen, sondern versucht, zu verdrängen.


Das mit dem Verdrängen hat nach meinem ersten "Outbreak" ca. drei jahre geklappt. Dann kamen die Gefühle jedoch wieder, jedoch auf einem viel höheren Level, sodass ich mir sagte - verdrägen, nicht noch einmal. Das kontinuierliche Beschäftigen mit meiner Transsexualität ist dagegen eher sowas wie "Medizin". Wie schon gesagt, ich hoffe das noch lange so "auszuhalten" um in meiner jetzigen Umgebung verweilen zu können.

Liebe Grüße,

Maren
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Else Kittel
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Else Kittel


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« Antwort #7 am: 05. Juni 2008, 09:10:41 »

Hallo Maren,

auch von mir ein ganz herzliches Willkommen " zu Hause" bei uns.

Wie du ja schon fest stellen konntest, haben viele ähnliche Erfahrungen
machen müssen, dürfen.....wie auch immer frau das sieht.

Bei mir sind die Verhältnisse ähnlich wie bei dir, denn auch ich habe eine
ganz wunderbare Frau und eben solche Kinder, die ich nie, nie, nie, verlieren
möchte. So habe ich mich zwar inzwischen meinen lieben gegenüber geoutet
und bin dabei auf viel Verständnis gestossen, aber alles hat eben auch seine
Grenzen. So kann ich zu Hause teilweise Else sein, aber öffentlich ist es einfach
unmöglich, da auch ich viel zu verlieren habe und schlimmer noch, meine lieben
darunter leiden könnten.
So lebe ich wie viele mit dem Kompromiss privat Frau sein zu können und öffentlich
meinen "Mann" zu stehen. Aber es ist ein Kompromiss mit dem zumindest ich gut
Leben kann. Ich arrangiere mich halt so gut es geht.

Ich hoffe Du findest den für dich richtigen Weg und findest hier Rat, Unterstützung,
oder auch einfach nur liebe Freundinnen.

Ich, wir alle, freuen uns auf dich.

LG Else
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Ich bin so, ich kann nicht anders !
cvetoslava
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mala djevojka

kvetinka1969
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« Antwort #8 am: 10. Juni 2008, 22:37:14 »

Das mit dem Verdrängen hat nach meinem ersten "Outbreak" ca. drei jahre geklappt. Dann kamen die Gefühle jedoch wieder, jedoch auf einem viel höheren Level, sodass ich mir sagte - verdrägen, nicht noch einmal. Das kontinuierliche Beschäftigen mit meiner Transsexualität ist dagegen eher sowas wie "Medizin". Wie schon gesagt, ich hoffe das noch lange so "auszuhalten" um in meiner jetzigen Umgebung verweilen zu können.



Hallo Maren,

irgendwann kommt dann aber die körperliche Rote Karte. Dann ist eine gaOP aus gesundheitlichen Gründen unmöglich und/oder die Hormone wirken nicht mehr.

Irgendwann sind dann die Kinder aus dem Haus, die Aufstiegsmöglichkeiten ausgereizt, die Frau kommt in die Wechseljahre und Du hast genug Zeit zum Nachdenken.

LG Cveta, mit Szenekenntnis
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Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita.
maren68
Gast

« Antwort #9 am: 10. Juni 2008, 22:51:09 »

Hi Cveta,



irgendwann kommt dann aber die körperliche Rote Karte. Dann ist eine gaOP aus gesundheitlichen Gründen unmöglich und/oder die Hormone wirken nicht mehr.

Irgendwann sind dann die Kinder aus dem Haus, die Aufstiegsmöglichkeiten ausgereizt, die Frau kommt in die Wechseljahre und Du hast genug Zeit zum Nachdenken.


Da kann man dann nur hoffen dass der untere Teil rechtzeitig vor dem oberen einsetzt Smiley

Ansonsten bleibt zumindest die Gewissheit: Wenn ich tot bin, werde ich Frau sein.

lg,

Maren.
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