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Autor Thema: Verschiedene Dinge  (Gelesen 2825 mal)
sherata
Gast

« Antwort #15 am: 07. Februar 2008, 12:00:36 »

Wenn ich die Wikipedia Bezeichnung zu TG lese merke ich wie da etwas in mir angesprochen wird und das es gut tut es zu lesen.
Und ich erinnere mich auch wie oft ich früher schon gesagt habe, dass ich mich nicht als Mann fühle. Warum fällt es mir jetzt plötzlich erst wieder ein..? Und mit dem Schreiben des Satzes merke ich dass ich kein 100%iger Mann bin und auch nicht sein möchte; auch wenn ich in erster Linie so aussehe. Ich glaube sogar dass meine Wirkung auf andere im allgemeinen recht positiv ist weil ich nicht typisch wirke.
Obwohl ich mit meiner Rolle in der Gesellschaft keine Probleme habe, waren Männer für mich immer nur die anderen. Ich möchte so aber nicht sein und bin es auch nicht. Ich kann auch nicht sagen dass ich mich so als Frau sehe - nein, ich habe beides, bzw. es ist etwas dazwischen. Ich bin vom Empfinden kein Mann und keine Frau. Etwas anderes, was ich aber sehr mag, was weich ist, empfindsam, künstlerisch und noch viel mehr.
So was habe ich noch nie gesagt oder geschrieben, aber ich möchte zu mir stehen und ich habe sogar das Gefühl, dass ich mich vor meinen Freunden outen möchte.

s.
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martina55
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« Antwort #16 am: 07. Februar 2008, 21:10:57 »

hallo sherata,
mir geht es ähnlich. auch ich fühle mich angesprochen durch die beschreibung TG auf wiki. ich weiss auch nicht so genau, was ich bin, ein CD oder TG. ich weiss auch gar nicht so genau, wo die unterschiede liegen.

ich fühle mich auch nicht als mann, als mann, der interesse an ps oder an fussball hat, als mann, der zielstrebig und willensstark seinen weg geht, als mann, der sich durch wettsaufen auszeichnen will. mit einem solchen männertyp hab ich nichts am hut. ich mag eher die sanftheit, weichheit, zärtlichkeit, mag lieber gespräche über das leben, über das ich. in meinem bekantenkreis habe ich frauen, aber so gut wie keine männer.

ich fühle mich nicht als mann wie es dem männerbild entspricht, und ich will es auch nicht. ich will die ganzheit leben, und die lebe ich als mensch. als mensch, der sich ausprobieren will, mit männlichen und weiblichen elementen. ich frage mich manchmal, ob ich anders wäre, ob die welt für mich anders wäre, wenn ich eine frau wäre. aber ich denke, das geschlecht ist einerlei. es ist gleich, ob ich mann bin oder frau wäre. ich bin mensch ...

liebe grüsse
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sherata
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« Antwort #17 am: 07. Februar 2008, 22:59:56 »

Hallo Martina!

Mein Leben möchte ich in Zukunft viel farbiger gestalten und mich von meiner bekannten Rolle noch ein Stück weiter entfernen.
Habe heute das erste Mal mit anderen über mein androgyn sein gesprochen, ein wenig mit der Angst ich könnte lächerlich wirken, aber jetzt wo es sich langsam setzt, ist es ok. Ich möchte mich auch endlich einmal zu meiner Bisexualität bekennen, selbst wenn ich es noch nicht ausgelebt habe. Der Wunsch danach ist da.
Ich denke ich möchte noch bewusster leben, auch mal ein Kleidungsstück in der Frauenabteilung suchen und kaufen, wenn es mir gefällt. Keine Schranken mehr. Ich darf so sein wie ich mich fühle.

s.
« Letzte Änderung: 07. Februar 2008, 23:09:25 von sherata » Gespeichert
martina55
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« Antwort #18 am: 07. Februar 2008, 23:35:27 »

hallo sherata,
weisst du wirklich von dir, dass du bisexuell bist? ich für mich würde es für möglich halten, ich weiss es aber nicht, wie es mir direkt in so einer situation ginge. ich lehne es nicht ab, bin offen dafür. aber mein unterschied liegt darin, dass ich frauen gegenüber eher aktiv offen und männern gegenüber eher passiv offen bin.

ja, geh mal durch die kaufhäuser. es ist ein schönes prickelndes und aufregendes gefühl, in der damenwäscheabteilung die slips und bhs in die hand zu nehmen und anzusehen, in der damenbekleidung nach röcken und blusen zu sehen, und ein paar teile mit in eine umkleidekabine zu nehmen und anzuprobieren. es fühlt sich auch schön heiss an, wenn man mit seinen ausgesuchten teilen als einziger mann in einer schlange von frauen an der kasse steht.

liebe grüsse
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sherata
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« Antwort #19 am: 08. Februar 2008, 00:41:26 »

Hi Martina!

Bin ich erst bisexuell wenn ich es erlebt habe..? Ich glaube nein. Eine Situation aktiv herstellen ist im Moment auch nicht wichtig für mich, aber wenn sie da wäre ... ich glaube ich würde es ziemlich erregend finden - vorausgesetzt ich finde mein Gegenüber ästhetisch und anziehend. Ich denke ich bin bisexuell weil ich auch homosexuelle Phantasie habe. Phantasien die mich erregen, leider habe ich noch immer ein bisschen das Gefühl es ist etwas "was man nicht tut". Aber ich denke auch das ist Quatsch wenn man es mag.

s.
« Letzte Änderung: 08. Februar 2008, 01:02:31 von sherata » Gespeichert
sherata
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« Antwort #20 am: 08. Februar 2008, 10:37:12 »

Hallo Martina!

Habe mir gestern zum ersten Mal einen total schönen String in der Frauenabteilung gekauft. Er sieht super aus und sitzt wie für mich gemacht. Wenn man darauf achtet dass es vorne nicht zu knapp ist findet man so klasse Sachen. Sexy Unterwäsche gibt es mittlerweile zwar auch in der Männerabteilung, aber die Teile bei den Frauen sind doch teilweise noch reizvoller und die Auswahl ist einfach riesig!

Grüße
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« Antwort #21 am: 08. Februar 2008, 20:44:24 »

hallo sherata,
und wie hast du dich dabei gefühlt, als du den string ausgesucht und gekauft hast? war dieser gedanke da, dass man das ja eigentlich nicht tut? und war es nicht prickelnd, über diesen gedanken hinwegzukommen?

ja, die auswahl ist riesig. mich fasziniert das spielerische, die verschiedenen muster und farben. und was du drunter trägst, sieht sowieso kein mensch.

liebe grüsse
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sherata
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« Antwort #22 am: 08. Februar 2008, 22:57:45 »

Hi Martina!

Das war ein geiles Gefühl. Einerseits könnte es aussehen, ich würde das Teil vielleicht für meine Freundin kaufen, andrerseits könnten die Verkäufer/Innen vielleicht auch denken, dass ich ein spezieller Typ bin der gerne so schöne Teile trägt. Ich habe aber so ein Selbstbewusstsein dass es mir ein bisschen Wurscht ist... aber es prickelt schön es zu tun - ja! Und das Ding sitzt auf meinem Po echt ausgezeichnet, zum verlieben! Ich stehe nun mal auf Hintern...
Ich finde auch, es sind so sexy Schnitte und Farben bei de Frauen - aber es tut sich auch was. Mittlerweile gib es auch für Männer richtig schöne und hauchfeine Strings, Slips, Pants... Am Unsichersten war ich früher vor vielen Jahren mal als ich meinen ersten Hom-String kaufte. Ich kam mir vor wie ein Außerirdischer - aber es anzuziehen war einfach supergeil. einfach nur dort ein Schnürchen wo es am schönsten ist....

Grüße
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« Antwort #23 am: 08. Februar 2008, 23:24:54 »

hallo sherata,
na, das ist doch toll, wenn es ein so schönes gefühl ist.

ich war mal in einer damenwäscheabteilung und hab mir vorgestellt, ich wäre eine ganz normale frau, hab mir slips und bhs, korseletts und strumpfhalter angeschaut ... und dann kam eine verkäuferin: "darf ich ihnen helfen, mein herr?" *hüstel* das verfahren hatte also nicht geklappt.

inzwischen geh ich anders vor. was denkst du dir beim einkaufen von lebensmittel? beim einkaufen von tellern und töpfen? was denkst du, was andere von dir denken könnten? siehst du: du machst dir keine gedanken darum. ganz und gar kann ich zwar solche gedanken noch immer nicht unterdrücken, aber ich halt mich nicht mehr grossartig damit auf, wenn ich mir damenwäsche oder damenkleidung anschaue, wenn ich mir mal einen rock oder eine bluse anhalte.

liebe grüsse
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sherata
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« Antwort #24 am: 09. Februar 2008, 02:37:24 »

Hallo Martina!

Wie weit empfindest du dich als Frau? Ist dein Körper ein Problem für dich, ein Fremdkörper? Hast du schon mal daran gedacht dich neu zu formen? Oder ist es nicht wichtig?

Grüße
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« Antwort #25 am: 09. Februar 2008, 08:26:29 »

hallo sherata,
nein, mein körper ist kein problem für mich. am allerliebsten bin ich nackt, und nackt lässt sich von der männlichkeit gar nichts verdecken.

ich habe mich aber immer gefragt, was denn der unterschied zwischen weiblicher und männlicher haut ist, warum frauen eher sexy und zart und männer eher stark und hart dargestellt werden, was der unterschied zwischen weiblichem und männlichem seelenleben ist. dadurch, dass ich die rolle wechsle, mich manchmal als frau zurecht mache, habe ich das gefühl eines erkenntnisgewinns, mehr zu erfahren über das andere geschlecht.

es gibt immer wieder behauptungen, frauen wären so und männer wären anders. da werden gräben zwischen den geschlechtern gezogen. wenn ich die rollen für mich wechsle, baue ich brücken, frau und mann rücken enger zusammen. es gibt keine so grossartigen unterschiede mehr.

wenn es einen schalter gäbe, mit dem man sein geschlecht wechseln könnte, würde ich den gern öfter umschalten, um mich als echte frau zu sehen. ich würde aber mann bleiben, weil ich mich in meiner haut nicht unglücklich fühle. ich denke, dass man das glücklichsein nicht als frau oder als mann, sondern als mensch erlebt.

liebe grüsse
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« Antwort #26 am: 09. Februar 2008, 11:55:34 »

ich danke dir martina für diese antwort. mir geht es ähnlich...
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Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.
sherata
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« Antwort #27 am: 09. Februar 2008, 12:03:20 »

Hallo Martina!

Je mehr ich dem Thema nachspüre umso mehr glaube ich auch, dass die Rollen doch sehr durch unsere Kultur, Erziehung geprägt werden. Leider haben viele vergessen und verlernt dem Bauch zu trauen und das zu tun was sich gut anfühlt und somit eine Lebensqualität zu erreichen die persönlich, einzigartig und zufriedenstellend ist. Das ist eben auch ein Prozess für mich um mir selbst immer treuer zu werden. Ich selbst kenne es zB bei dem Thema Namenswahl. Wie oft sind da noch die alten Rollenbilder, "ein Junge muss einen männlich klingenden Namen haben" - er könnte ja unter Umständen lächerlich wirken. Dabei sind doch gerade die weichen Anteile eines Menschen die liebenswerten...

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sherata
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« Antwort #28 am: 09. Februar 2008, 17:12:01 »

Kann mich jemand aufklären über die Begriffe im Profil was die Geschlechter betrifft? Was ist: DTW, TV, TS, Dragqueen/king ? Das wäre nett.

s.
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sherata
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« Antwort #29 am: 09. Februar 2008, 19:04:32 »

Ich nutze dies hier mal als wäre es eine Therapie. Mir fallen wieder Dinge ein...

ZB bezeichnete ich einige Male meine Brust als meinen Busen... und es fühlte sich richtig an. Ich hatte das Gefühl meinen Busen wird berührt...
Warum sollten Menschen mit Penis nicht ihre Brust auch Busen nennen..?
Jetzt fällt mir auch wieder ein wie oft ich mir früher schon gewünscht habe einen kleinen Büstenhalter zu tragen, dass das total schön sein muss seinen Körper so zu schmücken... Meine T-Shirts aus der Damenabteilung trage ich ja auch total gerne.
Außerdem..
..merke ich auch wie sehr ich selbst noch an Rollenbildern hänge, wenn ich sage: Ich mag es an Motorrädern zu schrauben, aber auch Strings zu tragen. Warum sollte dies ein Widerspruch sein oder Geschlechtsspezifisch?

s.
« Letzte Änderung: 09. Februar 2008, 19:12:53 von sherata » Gespeichert
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