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Autor Thema: Verschiedene Dinge  (Gelesen 3034 mal)
sherata
Gast

« am: 03. Februar 2008, 15:51:39 »

Hallo!

Ich bin mir bezüglich meiner Identität und sexuellen Empfindungen teilweise schon lange unsicher. Ich bin ein Mann und eigentlich stehe ich auch auf Frauen. Von meinem Empfinden her bin ich aber weiblich sowie männlich und ich finde es auch sehr reizvoll Bilder von Frauen mit männlichen Geschlechtsmerkmalen zu sehen oder mir vorzustellen mit ihnen Sex zu haben. Da sind bisexuelle Lüste, im täglichen Leben bin ich jedoch heterosexuell orientiert. Finde ich schon ziemlich interessant.

s.
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Konstanze
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saufen gegen Rechts


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« Antwort #1 am: 03. Februar 2008, 17:15:02 »

willkommen im Club.

viele sind so.
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meta
Gast

« Antwort #2 am: 03. Februar 2008, 19:12:27 »

Selber Hallo und Willkommen. Smiley

Ich bin mir bezüglich meiner Identität und sexuellen Empfindungen teilweise schon lange unsicher. Ich bin ein Mann und eigentlich stehe ich auch auf Frauen. Von meinem Empfinden her bin ich aber weiblich sowie männlich und ich finde es auch sehr reizvoll Bilder von Frauen mit männlichen Geschlechtsmerkmalen zu sehen oder mir vorzustellen mit ihnen Sex zu haben. Da sind bisexuelle Lüste, im täglichen Leben bin ich jedoch heterosexuell orientiert. Finde ich schon ziemlich interessant.
Wie ist das teilweise unsicher zu sein? Einerseits  bist du unsicher, andererseits nicht? Huh Oder unsicher weil du eigentlich auf Frauen stehst, uneigentlich aber auch auf Männer, wenn sie weiblich genug erscheinen?

Warum kannst du dich zu deiner Bisexualität nicht bekennen? Das ist eine interessante Frage, finde ich.


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sherata
Gast

« Antwort #3 am: 06. Februar 2008, 00:20:16 »

Hallo meta!

Warum kann ich mich nicht dazu bekennen? Das ist es wohl. Weil ich im Alltag nur auf Frauen stehe sehe ich mich mich immer wieder als "normalen" Hetero. Durch die Bilder von Shemales die ich total schön finde sehe ich aber, dass da mehr ist. Ich lebe seit einiger Zeit sehr zurückgezogen und habe auch schon lange keinen Sex mehr mit einer Person. Ich frage mich ob meine Sehnsüchte vielleicht von da her rühren das Transsexuelle beides in sich haben und es so auf mich wirkt wie "komplette" Menschen, als wenn ich mich in ihnen sehe und meine ungelebte Sexualität so quasi in einem Bild einer Shemale eine Befriedigung findet. Klingt vielleicht etwas befremdlich. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur bisexuell mit einem Hang zu Shemales, bzw zu weiblichen Männern. Einen "normalen" Mann würde ich nicht küssen wollen, insofern weiß ich nicht ob ich es Bisexualität nennen würde? Bin mir unsicher ob das Küssen jedoch einen Stellenwert haben muss.

s.
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sherata
Gast

« Antwort #4 am: 06. Februar 2008, 00:31:01 »

@ Konstanze

danke + hallo

s.
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femme fatale
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« Antwort #5 am: 06. Februar 2008, 01:10:54 »

...Klingt vielleicht etwas befremdlich...

allerdings...  Shocked
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Bianca Bijou
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ich lache nur weils femininer aussieht


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« Antwort #6 am: 06. Februar 2008, 20:48:00 »

Einen "normalen" Mann würde ich nicht küssen wollen, ...

Ja, dass hab ich auch mal steif und fest behauptet.
Geht aber, kann man machen, ist gar nicht so schlimm.
Inzwischen behaupte ich lieber nur noch, eine feste
Beziehung mit einem Mann könnte ich mir nicht vorstellen.
Aber das behaupte ich mal lieber nicht mehr ganz so steif und fest.

Es gibt halt Ansichten, die ändert man von Zeit zu Zeit.

:-)

LG
Bibi
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Ich will auch ne Signatur!
sherata
Gast

« Antwort #7 am: 06. Februar 2008, 21:30:13 »

Hi Bibi!

Je mehr ich so in mich hineinhorche umso mehr spüre ich auch, dass da eine Tür in mir aufgeht. Wahrscheinlich kommt es nicht von irgendwo, dass ich so etwas wie Wärme in so einem Forum spüre und es mich auch ein wenig anstachelt hier zu schreiben. Dann wieder weiß ich nicht ob ich hier hin gehöre denn "normale" Frauen mag ich eben auch... Etwas in mir sagt, es ist gut und passend ist mich hier auszutauschen, vielleicht auch um klarer für mich zu werden.
Irgendwann habe ich angefangen mich "unten" zu rasieren, mittlerweile ist es für mich absolut normal. Nachdem ich mir dann 1-2 Mal die Beine rasiert habe mag ich die Härchen dort nun nicht mehr so gerne sehen (Kann auch die blasse Winterhaut sein) Bei einer Namenswahl für Jungen mag ich vor allem die Unisexnamen und am Körper mag ich am liebsten Strings tragen, auch gerne im Sommer im Garten. Aber ich mag auch Motorräder und meinen zwei-Tage Bart... So ist das - und eigentlich muss es ja keine Problem sein, dass ich so bin wie ich bin. Nun, da ist etwas Angst - wenn ich mich weiter drauf einlasse, dass ich noch mehr Frau sein in mir entdecke. Was dann.?

s.

Übrigens - tolles Bild!
« Letzte Änderung: 06. Februar 2008, 21:51:42 von sherata » Gespeichert
martina55
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« Antwort #8 am: 06. Februar 2008, 22:52:42 »

hallo sherata,
warum kannst du dich dazu nicht bekennen? vielleicht deshalb, weil alles noch so sehr im nebel liegt, ohne dass du es klar siehst? kann man sich nicht erst dann zu etwas bekennen, wenn man es klar und deutlich vor augen hat und genau weiss, wovon man spricht? bist du nicht, wie ich auch, auf einem erkundungstrip, versuchst dich selbst zu erfahren und stösst dabei immer wieder auf neue rätsel?

ich bin auch hetero und versteh mich auch so. und wie lernt man jemanden kennen? z.b. durch blickkontakt. blickkontakt kommt aber in erster und zweiter und dritter linie mit frauen zustande, also mit andersgeschlechtlichen wesen. warum? weil es verpönt ist, wenn gleichgeschlechtliche sich liebevoll anschauen, mit einem prickeln, so dass warme schauer den rücken hinunterlaufen. ich kenne solche blicke vielfach mit frauen, aber auf der ganzen strecke meines lebens ist mir einmal ein mann begegnet, bei dem sowas passiert ist. wie geht es dann weiter? der weg für mann und frau ist immer irgendwie vorgezeichnet, es ist im bewusstsein der köpfe. aber bei gleichgeschlechtlichen? bei diesem mann ist dann nichts weiter abgelaufen. aber es hat in mir eins bewirkt. ich würde nicht mehr ausschliessen, dass ich auch mit einem mann eine liebevolle und zärtliche beziehung eingehen könnte, auch wenn das nie passieren wird, aber ich halte es für möglich.

mit einer liebevollen und zärtlichen beziehung meine ich den respekt- und verständnisvollen umgang miteinander. ich meine auch das zärtliche, das körperliche. was macht es für einen unterschied, ob der mund, den man küsst, einer frau oder einem mann gehört? ist da in der weichheit der lippen ein unterschied? ist da ein unterschied im feurigen aneinanderstossen der zungenspitzen? jede frau und jeder mann küssen anders. und die individuellen unterschiede sind sicher grösser als die geschlechtsspezifischen. was für einen unterschied macht es, wenn man über nackte haut streichelt? ist die eines mannes so anders als die einer frau? ob ich mir noch mehr vorstellen könnte? vielleicht einen fremden schwanz in die hand nehmen, ihn blasen. aber ich weiss es nicht. ich weiss nicht, ob ich es wirklich könnte. der mann müsste jedenfalls auch einen gehörigen weiblichen seelenanteil haben.

ich verstehe mich als androgyn. in meine seele fliessen männliche und weibliche teile, vielleicht in der gleichen menge. ich bin am körper rasiert und mag es heute auch nicht mehr, die haare wachsen zu lassen. ich zieh gern damenwäsche und -kleidung an und schminke mich auch gern, es macht mir freude, eine perücke aufzusetzen und mich wie eine frau zu fühlen. aber da ist dann auch die frage: wie was für eine frau? die durchschnittsfrau trägt hose. und ich? mag gern röcke.

vielleicht ist es in mir eine rebellion gegen die gesellschaftlichen schubladen, die einem aufoktroiert werden. als mann MUSS man kurze haare tragen, als mann MUSS man hose tragen, als mann DARF man NICHT haut zeigen. vielleicht will ich einfach nur über diese grenzen hinweg, eben durch mehr frausein. aber ob ich das geschlecht wechseln wollte? das ist eine ganz, ganz andere frage. sicher ich würde gern manche erfahrung als frau sammeln. wie anders sieht die welt als frau aus? sind nicht auch da die individuellen unterschiede maßgeblicher als die geschlechtsspezifischen? und gewisse erfahrungen wird man einfach niemals sammeln können, selbst bei einer geschlechtsumwandlung. wie ist die erfahrung, ein kind in sich zu tragen und auf die welt zu bringen?

ich bin mann und werde mann bleiben. und ich fühl mich nicht unglücklich damit. das glück erlebt man als mensch, nicht als mann oder frau. aber ich finde es für mich als mann bereichernd, in eine rolle als frau zu schlüpfen. es geht nicht darum, dass es mich sexuell aufgeilt, wenn ich nylonstrümpfe, rock, pumps, bh, bluse und perücke trage. es geht ums anderssein, es geht um überwindung von barrieren.

liebe grüsse
martina


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es macht spass, die eigenen grenzen zu überwinden :-)
meta
Gast

« Antwort #9 am: 06. Februar 2008, 23:19:43 »

sherata, du schriebst, dass du seit einiger Zeit sehr zurückgezogen lebst und auch schon lange keinen Sex mehr mit einer Person hattest. Wovor hast du dich zurück gezogen und lebst du allein oder in einer Beziehung? Keinen Sex.. Nicht mal Sex mit dir selbst? °oO(Ach ne', geht ja nicht, das wäre ja Sex mit 'nem Kerl)  Cheesy

Frau sein in sich entdecken... Was hat Frau sein mit rasierten Beinen und Strings zu tun? Kann es sein, dass du deine Projektionen auf die falsche Leinwand wirst?

Ich verstehe dich im Moment so: Du bist darauf fixiert, Erotik mit Frauen zu erleben, und hast gemerkt, dass dich homoerotische Phantasien auch anmachen und möchtest jetzt eine Frau mit männlichem Geschlechtsteil damit deine Heterosexualität gewahrt bleibt.  Da du dir selbst der Nächste bist und jederzeit verfügbar, bietet es sich an, gleich selbst den Part der Frau mit zu übernehmen. Würdest du dir deine Bi- oder Homosexualität eingestehen, dann könntest du dir solche Verrenkungen der Seele ersparen. Homophobie ist der Ungeist, der dir vermutlich Angst macht.

Hattest du schon mal ein erotisches Abenteuer mit einem Mann? Das wäre doch mal spannend, findest du nicht?  Smiley

Ich muss ganz ehrlich sagen, mein Leben (auch mein Liebesleben) wäre um einiges weniger kompliziert, wenn ich homosexuell wäre. Roll Eyes

« Letzte Änderung: 06. Februar 2008, 23:23:30 von meta » Gespeichert
sherata
Gast

« Antwort #10 am: 07. Februar 2008, 00:27:36 »

Ganz lieben Dank Martina für deinen offenen Text!

Zu meta:
Dein Text klingt mir ein wenig zu angriffslustig, damit ist wirklich Niemandem gedient. Wenn jemand sagt was er meint, ist es keine seelische Verrenkung.

s.
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meta
Gast

« Antwort #11 am: 07. Februar 2008, 00:42:35 »

sherata, als Angriff auf deine Empfindungen war meine Formulierung nicht gemeint. Ich bedaure, wenn es bei dir so angekommen ist. Ich kann das im Moment nicht anders formulieren ohne Gefahr zu laufen, wieder nicht in meinem Sinne verstanden zu werden.

Angriffslustig... Ich hoffe du kannst wenigstens auch das "lustig" darin erkennen.
« Letzte Änderung: 07. Februar 2008, 00:48:50 von meta » Gespeichert
Nena
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Beiträge: 597


the original

nena_switch
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« Antwort #12 am: 07. Februar 2008, 01:18:42 »

Namend Ladies----- also meiner einer hatte da auch so seine Bedenken... und das schon seit Jahren, also---- ich steh auch grundsätzlichst auf Frauen und hab dann aber auch schon mit der ein oder anderen, ich neige zur Untertreibung, Tg was gehabt.... und von schwulen Freunden wurde mir gesagt ich sei ganz sicher schwul... welch ein Desaster, meine für mich persönlich..

Letztes We hatte ich dann den absoluten Gay Crashkurs... hab in ner kölner Gay Bar an 2 Tagen en femme die Gardrobiere gegeben und es war echt befreiend, meine... ok ich wusste, ich steh nich wirklich auf Kerle, aber mein Interesse zu very femine looking trannies, war da schon dahingehend etwas verwirrend was das angeht... na egal... ich also da im Laden, alle sind nett machen mir Komplimente, etc und ich hab mich so gelangweilt und deplaziert gefühl... ich glaub ich hab noch nie in meinem Leben so viel Gay Pornos gesehen und werd´s auch hoffentlich nie wieder... dann das cruising areal nebenan und die taten mir echt nur leid, wie die Geier auf der Suche nach dem Kick, so schlichen die da alle rum,... irgendwie armseelich und was meiner einer angeht, ich bin bi und was mein Interesse zu Trannies angeht, bin ich ganz klar ne LESBE hehe
« Letzte Änderung: 07. Februar 2008, 01:27:02 von Nena » Gespeichert

"Wer seinen Geist befreien will muss sich erst seines Körpers entledigen"
sherata
Gast

« Antwort #13 am: 07. Februar 2008, 01:27:06 »

@meta - ist ok, versuch es mal lustig zu nehmen. + hi nena, danke für text.
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sherata
Gast

« Antwort #14 am: 07. Februar 2008, 01:49:12 »

Ich habe das Gefühl in meinem Leben an mir an einem wichtigen Punkt zu sein. Ich beschreibe es mal so:
Frauen mag ich, am liebsten flachbusig, ästhetische Männer finde ich anziehend und wenn sie mir vertraut sind hätte ich wohl auch Lust auf Zärtlichkeiten... Gerne würde ich mal einen Schwanz lutschen und noch mehr - mit Mann oder Frau.
Ich glaube ich halte immer noch ein wenig an meiner alten bekannten Rolle fest. Am liebsten mag ich mich eigentlich wenn ich zu meiner weichen Seite stehe. Vielleicht ist es langsam an der Zeit, dass ich die Vorstellungen wie etwas zu sein hat vergesse und das lebe was sich einfach gut anfühlt.
s.

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