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Autor Thema: Bundesverfassungsgericht fordert 3. Geschlecht  (Gelesen 866 mal)
michelangela
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aluta continua!


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« Antwort #60 am: 13. November 2017, 15:54:44 pm »

es macht mich fertig als Mensch das gerade in den Kommunitäts der Kampf am so brutal geführt wird... an den selben Strang ziehen ist nicht möglich...

ich bin, zwangsläufig. da ich schon an der Zuordnung in eine Geschlechtsgruppe scheiterte als Kind, Einzelkämpferin. Taffe Einzelkämpferin, aber dafür kann ich nicht mal was, das ergab sich durch mein Überleben. Das beeinflusst meine Weltsicht, zwangsläufig.

Ich hab für mich, ganz individuell, einen Weg aus diesem Schlamassel meines Daseins gesucht und gefunden. Schlammassel heißt, zu wissen wo man hingehört, und gleichzeitig zu wissen dass einer das keiner glaubt. Blau tragen zu müssen, wo alle anderen, die so sind wie ich, rosa tragen. (um es an einem blöden, aber griffigen Ausdruck festzumachen.)

Ich denke, jeder ging es da wenn nicht genauso, so doch ähnlich. Die Wege, die Schritte, die jede einzelne für sich finden musste, sind für jede einzelne der einzige Weg. Wenn dann eine andere Einzelkämpferin einen anderen Weg gefunden hat, eine andere Variation der Schritte, andere Schritte, andere Wegkreuzungen, andere Entscheidungen, um da hinzukommen wo sie hin musste, ist das ein anderer Weg. Ja nicht mal zum selben Ziel, denn auch das ist individuell. Wie ich aussehen muss, um für mich ausreichend Frau zu sein, um zu überleben, ist meins.

Jede, die überölebt, findet den einzigen Weg, der sie retten kann. Andere Wege sind anders, und deshalb manchmal, oder viel zu oft, ein Angriff, oder schlicht, abzulehnen. Deshalb gibt es keine Community. Nicht bei uns.

Meine Meinung. Vielleicht traurig, aber für mich nicht mehr deprimierend.
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nicola f
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« Antwort #61 am: 13. November 2017, 23:40:04 pm »

Es gibt eine ganze Menge Ding, die individuell sind, die uns unterscheiden und die trennend zwischen uns stehen können. Und es gibt eine Menge Dinge, die wir gemeinsam haben, die uns verbinden und Solidarität stiften können.

Es ist unsere eigene frei Entscheidung wohin wir unseren Blick wenden und was wir betonen. Weder Solidarität noch Vereinsamung entstehen von alleine, beide sind menschengemacht.

Ich persönlich finde es nach vielen Jahren der Enttäuschung und Frustration inzwischen vor allem spannend, dass in der Trans-Community das Trennende so stark betont wird. Ich glaube, das ist kein Zufall. Vielleicht hängt das damit zusammen, das fast alle von uns viel zu lange versucht haben zu einer Gruppe zu gehören, in die sie eigentlich nicht so richtig passen.
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ich bin - leider - viel mehr.
michelangela
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« Antwort #62 am: 14. November 2017, 11:23:26 am »

. Vielleicht hängt das damit zusammen, das fast alle von uns viel zu lange versucht haben zu einer Gruppe zu gehören, in die sie eigentlich nicht so richtig passen.

ich hab immer Wert drauf gelegt, den Kreis nicht zu klein zu ziehen. Die anderen sind immer rausgesprungen, sobald es verbindlich wurde. Deshalb such ich meine Verbündeten eher im Feminismus. Da läufts trotz aller Widerstände leichter.
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nicola f
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« Antwort #63 am: 14. November 2017, 12:48:26 pm »

. Vielleicht hängt das damit zusammen, das fast alle von uns viel zu lange versucht haben zu einer Gruppe zu gehören, in die sie eigentlich nicht so richtig passen.

ich hab immer Wert drauf gelegt, den Kreis nicht zu klein zu ziehen. Die anderen sind immer rausgesprungen, sobald es verbindlich wurde. Deshalb such ich meine Verbündeten eher im Feminismus. Da läufts trotz aller Widerstände leichter.

Hallo Michelangela,

da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt: Mit "Gruppe" hatte ich an dieser Stelle eigentlich die Gruppe der "Männer" gemeint und nicht irgendein Trans-Untergrüppchen, dass sich irgendwie abgrenzt.

Sowohl mit diversen Trans-Grüppchen als auch mit Feministinnen habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du.

Liebe Grüße
Nicola
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michelangela
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« Antwort #64 am: 15. November 2017, 12:34:56 pm »

da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt: Mit "Gruppe" hatte ich an dieser Stelle eigentlich die Gruppe der "Männer" gemeint und nicht irgendein Trans-Untergrüppchen, dass sich irgendwie abgrenzt.

Männer als Zielgruppe, das hatte ich nicht verstanden, das war in meiner Lebenswelt zu weit weg.

Ich hatte es geschafft mich äußerlich so weit anzupassen, und den Schulweg so zu lagen, dass ich nicht zu viele Prügel bezog. Das war aber dann das Limit. Wahrscheinlich hätte ich gerne dazugehört, "der Junge war aber so komisch", dass ich mich immer irgendwie reinkaufen musste. Das konnte ich nicht auf Dauer, und so war das nix mit der Zugehörigkeit.

Ein paar Wochen lang durfte ich bei den Cowboys mitmachen, weil ich aus Besenstielen und Autoteilen ein Maschinengewehr aus dem Kino nachgebaut hatte, mit der man das gegnerische Team recht schnell vernichten konnte, einen Sommer lang stand ein Schrottauto in meinem Garten rum, das war dann das spektakulärste Bandenhauptquartier im Dorf.. Aber sonst gehörte ich nie dazu. Damals dachte ich immer es läge an meiner Brille.
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Avi
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« Antwort #65 am: 15. November 2017, 16:41:30 pm »

es macht mich fertig als Mensch das gerade in den Kommunitäts der Kampf am so brutal geführt wird... an den selben Strang ziehen ist nicht möglich...

ich bin, (...)

Meine Meinung. Vielleicht traurig, aber für mich nicht mehr deprimierend.

Geht es nicht sowie so darum, das Jede irgendwann IHRE Selbstverständlichkeit findet?
Egal wie die aussieht, egal wie der Weg dahin ist?
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michelangela
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« Antwort #66 am: 16. November 2017, 14:16:16 pm »

Geht es nicht sowie so darum, das Jede irgendwann IHRE Selbstverständlichkeit findet?
Egal wie die aussieht, egal wie der Weg dahin ist?

Ja. aber erst dann wenn die Person in ihrer Selbverständlichkeit sicher angekommen ist, kann sie auch andere akzeptieren, ohne darin einen Angriff zu sehen.

Ich hab meine Selbstverständlichkeit mindestens so weit auf mich zu bewegen müssen, wie ich mich auf sie zubewegt habe, um reinzupassen. Was ein ganzes Stück weg ist von meinem Ideal. Das war, und ist, harte Arbeit. Aber seit das passt, kann ich auch alternative Ansätze im Genderdschungel akzeptieren, und mich darauf einlassen. 

Als ich das erste mal zwei knutschende halbnackte Frauen mit angeklebten täuschend echten Bärten gesehen habe, hatte ich noch körperliche Schmerzen, obwohl ich wusste dass das ja der Sinn der Veranstaltung war.
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Avi
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« Antwort #67 am: 16. November 2017, 15:58:53 pm »

Geht es nicht sowie so darum, das Jede irgendwann IHRE Selbstverständlichkeit findet?
Egal wie die aussieht, egal wie der Weg dahin ist?

...

Ich hab meine Selbstverständlichkeit mindestens so weit auf mich zu bewegen müssen, wie ich mich auf sie zubewegt habe, um reinzupassen. Was ein ganzes Stück weg ist von meinem Ideal. Das war, und ist, harte Arbeit. Aber seit das passt, kann ich auch alternative Ansätze im Genderdschungel akzeptieren, und mich darauf einlassen. 

...

Yepp.

Aber ist das nicht ein ganz normaler Entwicklungsprozess?
Mädchen haben doch auch andere Bilder vor Augen als jene, welche der tatsächlichen Zukunft entsprechen. Oft jedenfalls.

Und:
Kenne ich.
Aber spätestens als ich kapiert hab das man aus einem Kaltblut keinen Araber basteln kann ging es mir besser.
Zumindest war es ungleich entspannter.
Auch wenn ich Araber immer noch wunderschön finde ... und von was träumen muss man ja können.
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« Antwort #68 am: 16. November 2017, 20:24:44 pm »

Ich hab nochmal über das oben geschriebene nachgedacht, habe es revue passieren lassen.

Dabei fiel mir auf das der post unvollständig ist.

Was das Äußere betrifft musste ich einige Wahrheiten akzeptieren. Aber, je mehr ich mich darauf eingelassen habe, es akzeptiert habe, desto mehr andere Türen öffneten sich.

Try and error.

Dafür bin ich innerlich weiter als ich es mir je geträumt hätte.
Nicht das jetzt alles perfekt wäre, oh nein. Davon bin ich noch weit entfernt.
Aber dafür bin ich freier und autentischer denn je.
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