TG-Forum
News: you're searchin for an english forum. Please have a look @
http://www.angelsforum.co.uk/phpforum/
 
*
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. 26. September 2017, 03:53:55 am


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge


Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: In welche Länder kann man als TG unbedenklich?  (Gelesen 713 mal)
sprudelkuchen
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 6



E-Mail

Ignorieren
« am: 13. Juni 2017, 13:00:54 pm »

Hello!

ich brauche mal fix eure Meinungen / Hilfe. Und zwar steht jetzt der nächste Urlaub ins Haus. Wir wollen im Herbst fahren, weil dann die Hauptsaison wieder vorbei ist - Gott sei dank!
Allerdings stelle ich für meine Familie nicht nur ein leichtes Irritationsrisiko dar, sondern in den meisten Ländern und Hotels wird man als TG ziemlich krass fertig gemacht. Ich will meine Familie und mich natürlich nicht belasten.

Welche Länder sind TG freundlich? Welche Hotels? Muss ich überall mein Geschlecht angeben oder geht das auch so?

Ich hab die letzten zwei Jahre immer nur Urlaub ohne Flug gemacht, Polen, Dänemark oder Ostsee.
Bin da noch ziemlich unerfahren, was das betrifft, leider.

Thankyouuuu! <3
Gespeichert
Rebecca
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 276





Ignorieren
« Antwort #1 am: 13. Juni 2017, 15:39:47 pm »

Hallo,

im Grunde überall in der EU, dazu China und der Iran. Und dann noch die USA und Israel.

Aber innerhalb der EU sind folgende Länder eher fragwürdig: Estland ,Polen, Ungarn.

Das Problem ist einfach zu sehen: Wo Homosexuelle massiv diskriminiert werden, sollte man nicht hinfahren. Aber es gibt Länder, in denen Homosexuelle nicht geduldet werden, aber Tansgender, genau Transsexuelle aufgrund von Gesetzen auch gibt: China und Iran.

Weiter kann ich Dir nicht helfen, aber ich denke, als Richtschnur könnte das gelten.

Liebe Grüße,

Rebecca
Gespeichert

Mein Vater war ein Skalpell, meine Mutter ein Reagenzglas.

Man lebt und lernt, ansonsten lebt man nicht lang.
TransgenderDany
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 1.163


pace-thumb




Ignorieren
« Antwort #2 am: 13. Juni 2017, 17:26:43 pm »

Moin, nimm generell etwas mehr Geld in die Hand und bleib beim Auftreten sicher. Das ist es wert. Die Niederlande sind sehr sehr schön, Spanien geht aber auch.


Gespeichert

Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine
Michi
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 2.045


auch Minolfa




Ignorieren
« Antwort #3 am: 13. Juni 2017, 20:37:56 pm »

Während des "Übergangs" hatte ich eigene Erfahrungen nur mit Deutschland, Österreich und Italien, durchwegs positiv. Westeuropa, Ostasien oder buddhistische Länder in Südostasien dürften unproblematisch sein. Später mit etwas Erfahrung - also sicherem Auftreten - und Vorabinformation über das geplante Reiseland kommen gewiss noch viele weitere Länder in Frage. Touristen steigen ja meistens nicht in Brennpunkten ab, sondern in privilegierten Ecken des Reiselandes.

Im Hotel muss aus melderechtlichen Gründen in den meisten Ländern mit den Personendaten des Ausweises eingecheckt werden. Da ist ein Outing also unvermeidbar, wenn das Outfit nicht zum Ausweis passt. Auch da sollte aber das Personal souverän mit umgehen können, war bei mir jedenfalls sowohl in kleinen Dolomitendörfern als auch auf Berghütten so.
« Letzte Änderung: 13. Juni 2017, 20:41:34 pm von Michi » Gespeichert

Das Pippi Langstrumpf Prinzip: Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt, und alles wird gut!
pinkesviech
Gast

« Antwort #4 am: 15. Juni 2017, 13:42:48 pm »

Hallo,

im Grunde überall in der EU, dazu China und der Iran. Und dann noch die USA und Israel.

Aber innerhalb der EU sind folgende Länder eher fragwürdig: Estland ,Polen, Ungarn.

Das Problem ist einfach zu sehen: Wo Homosexuelle massiv diskriminiert werden, sollte man nicht hinfahren. Aber es gibt Länder, in denen Homosexuelle nicht geduldet werden, aber Tansgender, genau Transsexuelle aufgrund von Gesetzen auch gibt: China und Iran.

Weiter kann ich Dir nicht helfen, aber ich denke, als Richtschnur könnte das gelten.

Liebe Grüße,

Rebecca

Was an den von dir genannten osteuropäischen Ländern so schlimm sein soll,erschließt sich mir nicht ganz.

Im Iran werden nur Post Op Transsexuelle akzeptiert.

Man kann praktisch gesehen überall hinreisen wo Homosexualität und Transsexualität nicht verfolgt wird.Die Frage ist nur wie man sich benimmt bzw. wie authentisch man ist.
Diskriminierung gibt es bei Trümmertransen in Deutschland auch häufiger.
Gespeichert
Peaches
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 10




Ignorieren
« Antwort #5 am: 05. Juli 2017, 17:27:11 pm »

Hallo,

im Grunde überall in der EU, dazu China und der Iran. Und dann noch die USA und Israel.


Leider (nicht böse gemeint) muss ich dir bei Punkt "Iran" massiv widersprechen.
Äußerlich wirkt die Gesetzgebung sicherlich sehr Trans-freundlich (Trans-Sensibel ist hier noch eine andere Frage, die
gestellt werden muss) und subventioniert auch die geschlechtsangleichende Operation, zeigt kritische Filme etc.
ABER im "normalen" Leben sieht die Sache leider anders aus (hierzu ein sehr guter human rights report: https://www.outrightinternational.org/being-lesbian-and-trans-iran )
Auf http://www.huffingtonpost.com/entry/irans-treatment-of-trans-citizens-a-double-edged_us_5819f53de4b0cb89fdff2a89 gibt es auch noch einen sehr ausführlichen Artikel.

Und jetzt auch direkt zu deiner Frage Sprudelkuchen:
Ich hätte dir, wie auch Dany, die Niederlanden empfohlen. Soll es dann doch etwas "exotischer" werden eventuell nach Frankreich, Spanien oder Portugal.
Auf Seiten wie günstiger-reisen.de könntest du auch in sehr guten Hotels, für weniger Geld, unterkommen, wo eventuell das von dir beschriebene Irritationsrisiko
hoffentlich etwas minimiert werden kann.
Ich sage nicht, dass Leute, die sich ein schickes Hotel leisten können automatisch toleranter sind aber es könnte angenehmer verlaufen als wenn man in einer Mallorca-ähnlichen
riesen Anlage landet, wo sich alle den ganzen Tag nur betrinken....das ist zumindest meine Erfahrung Smiley

Ich hoffe ihr findet etwas schönes und könnt einen ungestörten, erholsamen Urlaub erleben !
Gespeichert
michelangela
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 365



E-Mail

Ignorieren
« Antwort #6 am: 06. Juli 2017, 12:07:35 pm »

Ich will meine Familie und mich natürlich nicht belasten.

Das ist verständlich. Allerdings ist der erste gemeinsame Kinobesuch auch nicht ohne.

sondern in den meisten Ländern und Hotels wird man als TG ziemlich krass fertig gemacht.

Hä? Das kann ich kein Stück bestätigen. ich hatte in 10 Jahre Alltagstest als Teilzeitfrau keinerlei Probleme, sogar wenn ich unter Männernamen reserviert, en femme eingecheckt und am nächsten morgen im grauen Anzug ausgecheckt habe.  In Deutschland, Groß Britannien, Frankreich, Italien... Auch am Mietwagenschalter, bei In- und Auslandsflügen nicht. Teilzeitfrau ist in dem Zusammenhang wichtig, weil noch keinerlei Maßnahmen, das heißt Camouflage für den Bart, Perücke für die Haare, Prothesen für die Brüste, männliche Papiere.

Im Jahr meiner Transition, mit arg viel Potential an Veränderungen, haben wir im provinziellsten Italien auf Campingplätzen übernachtet. Da war nicht mal das Duschen im Frauencontainer ein Problem. (1/2 Jahr HRT, 9 Monate Nadelepi).

In Frankreich brach das Auto zusammen, und wir saßen dann zu viert in der Kabine des Abschleppwagens eingeklemmt. Ich direkt neben dem Fahrer. (also Schulter- und Schenkelkontakt mit einem südländischen Macho vom Land, der antizipierte Super-GAU) Ich hab mit Polizei, Werkstätten, Mietwagenfirmen und Hotels verhandeln müssen, Führerschein, Kreditkarten und Ausweise auf Männernamen und auch -foto. Ich hab kein Problemchen wahrnehmen können.

Meine einzige Irritation war eine Polizistin auf dem Flughafen in Stockholm, bei der Sicherheitskontrolle, als der Alarm auslöste und sie mich abtatschen musste. Die war auffällig grob, so dass sich alle Umstehenden wunderten.

Noch zwischen ComingOut im Job und NÄ/PÄ sind wir kurz auf die Kanaren, wieder: Flug, Ferienkolonie, Mietwagen, Souvenirshops, Entrittskarten sind kein Thema gewesen.

In der Zeit in der ich weiblich auftrat und die alten Papiere hatte, war ich also in D, UK, Schweden, Frankreich, Italien und auf den Kanaren unterwegs, und hab keine Probleme wahrgenommen. Welches Getuschel es hinter unserem Rücken gab weiß ich natürlich nicht, die deutschen Rentner in dem Apartmentkomplex waren die einzigen die durch ihre interessierten Blicke auffielen, die hängenden Mundwinkel können aber an vielen Gründen gelegen haben. Wir waren z.B. die einzigen die nicht grau-beige Funktionsjacken und Gesundheitsschuhe am Frühstücksbuffet trugen.

Meine größten Bedenken waren letztes Jahr wegen eines Urlaubs in Indien, da waren die Papiere schon umgestellt, ich fühlte mich neben meiner ausgesprochen weiblichen Frau schon auffällig, grade in Gegenden wo ein Frauenpaar sowieso nicht so häufig ist. Unser Fahrer hat uns das mit den Hijras auffällig ausführlich zu erklären versucht, mich ein paarmal mit "Sir" angesprochen um rauszukriegen wie ich reagiere, und auch einmal vor Zeugen meine Hand geschüttelt, um mich vorzuführen. Danach hatte er dann doch Angst um sein Trinkgeld, und hat sich extrem korrekt verhalten. (Madame hinten, Madame vorne).

Nach der abgeschlossenen NÄ/PÄ war ich in USA, UK, Schweden, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien. Ich habe beruflich mit Briten, Italienern, Spaniern, Indern, Chinesen, US Amerikanern aller Art, Polen, Tschechen, Jordaniern, Arabern zu tun. Nur einer fiel auf, ein Jordanier dem ich zweimal an den Ellbogen gefasst hatte. Der hat sich das verbeten. Aber auch das kann andere Gründe haben als trans. In der Zeit hat mich nur eine Person absichtlich misgendert, das war relativ früh im Prozess eine Frittenverkäuferin am Strand in Frankreich.
Gespeichert
michelangela
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 365



E-Mail

Ignorieren
« Antwort #7 am: 06. Juli 2017, 12:16:29 pm »

Und dann noch die USA...

USA empfinde ich als problematisch, weil tatsächlich niemand sagen kann, welche Gesetze und Verordnungen im Moment den Zugang zu öffentlichen Toiletten, oder auch Umkleideräumen regeln. Auch die Rechtsabteilung meines Arbeitgebers nicht. Vor allem sind die Kriterien fürs Geschlecht von der Tagesform des verabschiedenden Gremiums abhängig, mal gilt Geburtsurkunde, Genital, oder die Gene.

Das was in Texas im Moment grad verhandelt wird, dass z.B. ein Passant 2000$ Schmerzensgeld verlangen kann, wenn er auch nur wahrnimmt dass eine Person die vermeintlich falsche Toilette benützt, ist schon stark.

Ebenso die Regeln bezüglich Medikamente. Hormone ohne Nachweis einer Verordnung können als Verstöße gegen die Drogenkontrollgesetze und Anlass für Untersuchungshaft gewertet werden.
Gespeichert
Kerstin S.
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 2.399


8 Bit Halluzinelle


WWW E-Mail

Ignorieren
« Antwort #8 am: 06. Juli 2017, 19:38:39 pm »

Und dann noch die USA...
...
Das was in Texas im Moment grad verhandelt wird, dass z.B. ein Passant 2000$ Schmerzensgeld verlangen kann, wenn er auch nur wahrnimmt dass eine Person die vermeintlich falsche Toilette benützt, ist schon stark.

...

Die spinnen, die Amis Sad
Und was ist, wenn man mit gutem Passing oder erfolgter GA OP in eine Herrentoilette geht? Da gibt es bestimmt Bekloppte, die sich auch darüber aufregen. Ich wäre total verunsichert und würde mich lieber erwischen lassen, wie ich in einen Busch mache.
Gespeichert

michelangela
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 365



E-Mail

Ignorieren
« Antwort #9 am: 07. Juli 2017, 10:48:38 am »


Und was ist, wenn man mit gutem Passing oder erfolgter GA OP in eine Herrentoilette geht?

Eine Arbeitskollegin von mir, Transfrau aus Texas hat das mal auf einer internen Veranstaltung durchgesprochen: Sie geht auf die Herrentoilette, weil sie da nach Gesetz hingehört, und wird prompt angezeigt. Nach ein paar Tagen U-Haft gelingt es ihr jemanden zu finden, dem Sie ihren alten Gentest vorlegen kann, und der auch versteht was das alles bedeutet. Das Verfahren fällt irgendwann in sich zusammen. Zeitgleich läuft aber das zivilrechtliche Verfahren, bei dem der Kläger sein Schmerzensgeld eintreiben will, und u.U. pfänden lassen kann. Auch dazu braucht sie einen Anwalt, den sie selbst bezahlen muss. Inzwischen wurde ihr Auto abgeschleppt, denn es stand ja ein paar Tage auf dem Parkplatz rum. Falls es überhaupt noch komplett da stand.  und so weiter... ziemlich blöd das alles.

Ich wäre total verunsichert und würde mich lieber erwischen lassen, wie ich in einen Busch mache.

Eine Facebookbekannte von mir, die wegen der Einnahme von Spirolacton, dem amerikanischen Testoblocker, einen hohen Harndrang hat, führt in ihrem Auto eine Bettflasche mit.
Gespeichert
c-j
Forennutzer/in

Offline Offline

Beiträge: 3.807


Neißemupfel Květka Polyxena Svitavská Divka Śląska


E-Mail

Ignorieren
« Antwort #10 am: 08. Juli 2017, 15:29:32 pm »


Und was ist, wenn man mit gutem Passing oder erfolgter GA OP in eine Herrentoilette geht?

Eine Arbeitskollegin von mir, Transfrau aus Texas hat das mal auf einer internen Veranstaltung durchgesprochen: Sie geht auf die Herrentoilette, weil sie da nach Gesetz hingehört, und wird prompt angezeigt. Nach ein paar Tagen U-Haft gelingt es ihr jemanden zu finden, dem Sie ihren alten Gentest vorlegen kann, und der auch versteht was das alles bedeutet. Das Verfahren fällt irgendwann in sich zusammen. Zeitgleich läuft aber das zivilrechtliche Verfahren, bei dem der Kläger sein Schmerzensgeld eintreiben will, und u.U. pfänden lassen kann. Auch dazu braucht sie einen Anwalt, den sie selbst bezahlen muss. Inzwischen wurde ihr Auto abgeschleppt, denn es stand ja ein paar Tage auf dem Parkplatz rum. Falls es überhaupt noch komplett da stand.  und so weiter... ziemlich blöd das alles.

Ich wäre total verunsichert und würde mich lieber erwischen lassen, wie ich in einen Busch mache.

Eine Facebookbekannte von mir, die wegen der Einnahme von Spirolacton, dem amerikanischen Testoblocker, einen hohen Harndrang hat, führt in ihrem Auto eine Bettflasche mit.


Da kann man auch gleich Windeln tragen.
Gespeichert

,
https://youtu.be/cxYx6fBWoko
Hrad přepevný jest Pán Bůh náš
Der Name Świętosława gehört nicht zu Sachsen.
Miłość jest kluczem do życia!
Tags:
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2006-2007, Simple Machines | impressum| Sitemap