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Autor Thema: Video: Transgender-Kampfsportgruppe in Brasilien  (Gelesen 801 mal)
Michi
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auch Minolfa




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« am: 30. April 2017, 09:59:13 am »

Hallo,

Brasilien ist bekanntlich eins der gefährlichsten Länder für Trans-Personen. Gewaltsame Angriffe ohne weiteren Anlass gehören dort zu ihrem Alltag. Eine Kampfsportgruppe speziell für Trans* und sexuelle Minderheiten bietet Selbstverteidigungskurse an und hat sich den Namen "Piranhas" gegeben: Diese Fischlein sind gemeinsam stark und in Brasilien ein Schimpfwort für Frauen. Gelehrt wird hauptsächlich "Krav Maga", ein Mix aus verschidenen Stilen, der vom israelischen Militär entwickelt wurde und inzwischen weltweit verbreitet ist.

http://video.faz.net/v/video/afp/2017/4/MMV1022206_TDE.1280x720_h.mp4

Liebe Grüße,
Michi
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Das Pippi Langstrumpf Prinzip: Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt, und alles wird gut!
Rebecca
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« Antwort #1 am: 30. April 2017, 12:05:29 pm »

Hallo,

in Berlin gibt es bei TriQ (TransinterQueer) auch eine Kung Fu Gruppe, bzw. Lerngruppe.

Ebenso genau aus diesen Gründen, wie im Video.

Allerdings ist die Situation in Berlin keinesfalls mit der in Brasilien zu vergleichen. Aber gerade in der Transitionszeit kann natürlich immer etwas passieren und das soll dagegen wappnen.

Rebecca
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Mein Vater war ein Skalpell, meine Mutter ein Reagenzglas.

Man lebt und lernt, ansonsten lebt man nicht lang.
michelangela
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« Antwort #2 am: 03. Mai 2017, 14:01:14 pm »

Ich hab neulich einen Selbstbehauptungskurs mitgemacht, durchgeführt von einer Beamtin der Münchner Polizei. Der Titel spricht Bände, es ist kein Selbstverteidigungskurs. Ich hab ein paar interessante Fakten mitgenommen:

1) Nur 2 % der Gewalttaten passieren "zufällig", Vorfälle in der eigenen Wohnung, und im persönlichen Umfeld (Streit in der Stammkneipe z.B.) teilen sich den Rest.

2) Im Durchschnitt ist die Polizei (in München) nach einem qualifizierten Notruf, z.B.  "Bitte kommen Sie schnell, hier wird jemand bedroht / ich werde bedroht" in weniger als zwei Minuten vor Ort.

3) Um mit Kampfsport oder anderen Techniken einen Gegner effizient zu bekämpfen, braucht man etwa zwei Jahre Training.

4) Die beste Strategie ist es, nicht wie ein leichtes Opfer zu wirken. Den Angreifer einfach anzuschreien (Schreien, das muss man üben!) hat eine Erfolgsquote von 84%.

5) Den Angreifer zu schlagen hat nur den Zweck Zeit zu gewinnen. So einfach wie im Actionfilm fällt keiner um, im Gegenteil, er wird nur agressiver.
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Brigitte
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« Antwort #3 am: 03. Mai 2017, 21:04:52 pm »

Hallo,

kürzlich hat Anschreien nicht geholfen. Als ich verkündete "we go to my place" ist er mir zur Polizei gefolgt.

Brigitte
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Kerstin S.
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« Antwort #4 am: 04. Mai 2017, 18:23:49 pm »

Hallo,

kürzlich hat Anschreien nicht geholfen. Als ich verkündete "we go to my place" ist er mir zur Polizei gefolgt.

Brigitte

Echt übel!
Ich schätze, kurz vor der Polizei hat er doch einen anderen Kurs eingeschagen?


Ich habe mal vor einiger Zeit ein Buch gelesen. Ich hatte auch schon vor, es im Forum vorzustellen: "Nutze Deine Angst"
Der Autor war zur Zeit der Veröffentlichung in diversen Talkshows.
Ich musste zum Glück noch nichts daraus anwenden, aber was er schreibt, scheint mir alles plausibel und potentiell wirksam.
Was mir in Erinnerung geblieben ist: Ein Kampf ist wirklich, wirklich die allerletzte Option. Wird man belästigt, versucht man Menschengruppen zu erreichen und erzählt denen auch, das man bei ihnen Schutz sucht. Sieht man, wenn jemand anderes belästigt wird, dann versucht man den Agressor abzulenken durch Lärmen oder man tut so,als kenne man das "Opfer" und zieht es aus der Situation "Hey, ich muss dir jemanden vorstellen" etc.
Da waren noch mehr Beispiele und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man helfen kann, ohne das man sich unnötig selbst in Gefahr begibt.

Wie gesagt, ob das alles klappt würde die Realität zeigen. Es hat aber bei mir bewirkt, das es mir aufgezeigt hat, das man (fast) immer Möglichkeiten hat. Dadurch habe ich weniger Angst, wenn ich, wie auch immer, unterwegs bin.


Liebe Grüße,
Kerstin
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Lina
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« Antwort #5 am: 11. Mai 2017, 00:30:41 am »

...

2) Im Durchschnitt ist die Polizei (in München) nach einem qualifizierten Notruf, z.B.  "Bitte kommen Sie schnell, hier wird jemand bedroht / ich werde bedroht" in weniger als zwei Minuten vor Ort.

...

Das will ich sehen bevor ich es glaube. Aus welcher Statistik hast du das?




@3) Um mit Kampfsport oder anderen Techniken einen Gegner effizient zu bekämpfen, braucht man etwa zwei Jahre Training.


Die Pauschalisierung lasse ich nicht gelten. Das kommt völlig darauf an was und wie trainiert wird. Viele, die klassische Kampfkünste/Kampfsport trainieren, können es immer noch nicht nach 4 Jahren, weil es im Prinzip auch gar nicht das ist, was bei KampfSPORT trainiert wird.

Andere können es nach 2-3 Monaten, weil die z.B. bis zum Abwinken die allergrundlegendsten Schläge Jab-Cross-Hook am Heavybag und in anderer Weise trainiert haben. (Angreifender Trainingspartner mit voller Schutzausrüstung, u.a. Motorradhelm z.B.) Kämpfen lernt man nicht indem man sich für eine Sportart vorbereitet. Kämpfen lernt man, wenn man sich aufs Kämpfen vorbereitet, physisch wie auch mental. So einfach ist es und es ist auch nie anders gewesen.

Wie normalerweise trainiert wird, wo ich unterwegs bin, erwartet nach wenigen Monaten wesentlich mehr Schlagkraft als die Leute, die man im Hintergrund sah, drauf hatten. Mit Gelgburt müssten sie in BJJ jedoch min. 60 Monate unterwegs sein. Und diese Dreh-Kicks sollten sie lieber total vergessen, wenn sie für die Straße trainieren. Dann können meine Leute vielleicht auch nur 5 Teckniken und nicht 32 aber bei den 5 knallt es auch richtig.
« Letzte Änderung: 11. Mai 2017, 00:51:20 am von Lina » Gespeichert
Tags: Politik  Transgender  Brasilien  Verfolgung 
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