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Autor Thema: Trannie-fiction  (Gelesen 21659 mal)
Jula
Administrator/in

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Beiträge: 2.428


Miss Verständnis


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« am: 13. April 2007, 11:02:43 am »

Hallo Mädels,

lest ihr oder schreibt ihr sogar Trannie-Geschichten?
Ist euch jemals aufgefallen, dass die im großen und ganzen alle gleich sind, bzw. einigen unumstößlichen Regeln zu folgen scheinen?
Durch einen Hinweis Hekates bin ich auf eine Liste mit diesen Regeln gestoßen und habe sie für mich übersetzt:

Zitat
Pervys Regeln für Transgender-Geschichten
von Princess Pervette

(I've been guilty of a few of these myself....)

1. Jeder geht als weiblich durch. Immer. Wenn ein Junge in Mädchensachen rausgeht, dann erkennen ihn nicht mal seine eigenen Schulkameraden.

2. Jeder sieht gestylt im Spiegel großartig aus, selbst beim allerersten Mal ist. Ist es ein Junge, dann sieht er ein hübsches junges Mädchen. Ist es ein Mann, dann sieht er entweder eine umwerfend schöne Dame oder ein sexy Luder.

3. Tatsächlich sieht niemand in Frauenkleidung jemals lächerlich aus.

4. Wenn ein Mann beliebigen Alters Mädchen- oder Frauensachen anprobiert, dann passen sie ihm immer perfekt.

5. Männer, die sich als Frau verkleiden, haben immer die idealen Körper dafür – sie sind klein, schlank und generell feminin in der Erscheinung.

6. Jedes magische Objekt, verursacht entweder einen Geschlechtswechsel oder einen Körpertausch, sei es direkt oder als unvermeidlichen und unerwarteten Nebeneffekt.

7. Geschlechtswechsel, die durch biologische Mittel erzielt werden, geschehen in Minuten, nachdem das Mittel genommen wurde. Körper die behandelt wurden, verändern ihre Form komplett in wenigen Minuten.

8. Ohren, die frisch gepierct wurde, sind sofort bereit für Ohrringe. Keine medizinischen Stecker, kein Desinfektionsmittel, keine Wartezeit wegen der Wundheilung. Einfach die Ohrringe reinstecken und los geht’s.

9. Ist ein Mann in einer Notlage gezwungen, die Kleidung seiner Freundin auszuborgen, so hat sie stets “zufällig” gerade ein paar Brustprothesen rumliegen.

10. Jeder Mann, der in ein Girl-Show oder ein Bordell gerät, wird als Angestellte dort enden.

11. Je chauvinistischer ein Mann ist, um so wahrscheinlicher ist, dass er gezwungen wird, eine Frau zu werden.

12. Die Veränderung von weiblich gekleideten Männern ist zwangsläufig über alle Vorstellung hinaus erfolgreich.

13. Wenn eine Frau ihren Ehemann in Frauenkleidern erwischt, endet das nie mit Scheidung. Statt dessen feminisiert sie ihn, entweder aus Liebe oder zur Strafe.

14. [Fido's "wuff! wuff!"-Regel.] Wenn die den Mann feminisierende Frau eine Domina ist, dann muss sie mindestens einmal in der Geschichte „bellen“. (Z.B.: „Zieh den BH an! SOFORT!” bellte sie.)

15. Wenn ein Elternteil entdeckt, dass der Sohn gern Mädchenkleidung trägt, bestraft er/sie ihn damit .... dass er sich als Mädchen anziehen muss.

16. Väter von transidenten Jungen sind entweder (a) tot oder (b) geschieden oder (c) selbst Transgender.

17. Jeder Junge, der für irgendwann mit Mädchen spielt wird von diesen wahrscheinlich veranlasst, deren Sachen anzuziehen.

18. Ganz egal wie sehr es ein Junge zunächst hasst, feminisiert zu werden, er wird es zum Schluss unweigerlich lieben.

19. Jeder Junge, der sich von Mädchensachen angezogen fühlt ist eine Memme und ein Weichei, nie ein Sportler.

20. Feminisierte Jungen können mühelos Schönheitswettbewerbe gewinnen oder Jobs als Models bekommen.


Princess Pervette
März 2000

Und abschließend noch "Babsy's Gesetz" (huhu Babsen, wo steckst du?) , das Pervette vergessen hat: "Alles endet mit figgi-figgi..."

Okay. Soweit die Behauptung und nun meine Frage:
Ist das so? Muss das immer so sein? Wenn ja: Warum? Wenn nein: wo sind die anderen Stories?

fragt sich die Leseratte
Jula
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"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
Nadine68
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« Antwort #1 am: 13. April 2007, 11:38:57 am »

Okay. Soweit die Behauptung und nun meine Frage:
Ist das so?
Oft ist es so, wenn es sich um fiktive und nicht um autobiographische Geschichten handelt. Ich habe mir zwar noch nie die Mühe gemacht, das genauer zu analysieren und in 20 Regeln zu packen. Aber Dank dieses Beitrags weiss ich jetzt, warum ich solche Geschichten langweilig finde.

Ob das so sein muss? Vermutlich ja. Wäre es anders, würde der "Trannie-Aspekt" untergehen. Ohne diesen wäre es eine ganz normale Geschichte.
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HEKATE
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Goddess of the cross(dressing)roads




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« Antwort #2 am: 13. April 2007, 13:26:52 pm »

Jula hatte geschrieben:
"...nun meine Frage:Ist das so? Muss das immer so sein? Wenn ja: Warum? Wenn nein: wo sind die anderen Stories?"

Dazu kann ich natürlich mal wieder nicht das Maul halten:
In einem anderen Forum hatte ich mal eine ganz interessante Umfrage zum Thema "Was haltet Ihr von  erfundenen TG-Geschichten?" gestartet
http://www.transtreff.de/viewtopic.php?t=1855&start=0
und darin unter anderem auch geschrieben:
 
"Muß eine "TG-Geschichte" eigentlich auf Biegen oder Brechen "erotisch" sein?
Oder fasziniert uns nicht im Grunde alles, was überhaupt "TG" zu tun hat?
(Den Verdacht, daß uns eben auch "all das" immer gleich "erotisch stimuliere", überlaß ich denen, die uns für bloße "Superfetischisten" halten).

 Ich geb dazu mal wieder zwei Beispiele, die in FictionMania standen.

Da hat ein (ungeouteter) TV mittleren Alters die Chance ergriffen, zu einer Office-Kostümparty (dort war's Halloween, bei uns wär's Karneval) als "Freiheitsstatue" zu erscheinen - und wie stets in solchen Stories, schaut er dabei so umwerfend aus, daß ihn viele anfangs gar nicht erkennen. Was ein Witzbold ausnutzt, seinem Chef zuzuraunen "Kennen Sie schon die Neue von der Außenstelle?!" - worauf dieser prompt die "fremde Schöne" zum Tanz auffordert. Nun lesen wir wohl kaum wegen der 0,01%-Chance weiter, daß die beiden am Schluß im Bett landen könnten: sondern wir sind gespannt, ob und wie unser TV die Situation meistern könnte, ohne daß jemand (mit ev. bitteren Dauer-Folgen) gedemütigt wird...

Oder da fährt ein TV - voll en femme - von einem Einkaufsbummel in der be-nachbarten Stadt zurück, als ihn ein Polizist neben einem quergestellten Steifenwagen anhält. Nur ist das ein flüchtiger Täter, der bloß Polizei-Jacke und -Mütze übergezogen hatte, den TV mit der Waffe zum Aussteigen zwingt und in dessen Wagen samt Komplizen davonbraust. Jetzt entdeckt der TV das defekte Auto der Geflohenen, davor bewußtlos einen Polizisten, dessen Kollegen, offenbar schwerverletzt, im Beifahrersitz des Streifenwagens. Wieder sind "erotische" Aspekte der Situation minimal - doch statt enttäuscht mit Lesen aufzuhören, wollen wir jetzt wissen: die instinktive Reaktion wäre ja, sich ins Gebüsch zu verdrücken und irgendwie nachhause durchzuschlagen - ihr Gegenteil, beide Bewußtlosen ohne Rücksicht auf eigene Probleme im Streifenwagen zum nächsten Krankenhaus zu fahren - was tut er, und was wird daraus?

 Zweierlei macht mich dabei nachdenklich:

1) Anders als bei Fantasien von männerharemsüchtigen Scheichen oder dominanten Tanten sind das beides Situationen, die jeder von uns (na ja, zugegeben "fast") passieren könnten: man kann sich echt fragen "und was würde ich denn dann machen?" ...

2) Beide Male könnte man die Geschichte - in "Ich"-Form - bis zum kritischen Punkt durchaus erzählen, ohne sich als TV zu "outen"; und erst nachdem sich z.B. eine Leserin schon mit der Person "identifiziert" hat, an dieser Stelle sagen "mein besonderes Problem war nur - ich bin gar kein Frau..." - und so vielleicht erreichen, daß "Normalos" unsere Probleme mal "von innen" sehen (oder gar, nachdem sie glorreich gelöst sind, sagen: "... verdient eigentlich Respekt, der Kerl..."!) "


Das wären also mal Beispiele für solche "anderen Stories":
was haltet Ihr davon? Oder kennt jemand ähnliche Beispiele?

   
Die hach so literarische HEKATE
 
 
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Man sollte öfter mal Bücher lesen, die man schon zu kennen glaubt (HEKATE)
Zoe
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« Antwort #3 am: 29. Februar 2008, 23:21:27 pm »

dieses Thema ist mir erst heute aufgefallen, aber die Regeln sind bestechend echt - und ebenso bestechend blödsinnig :-) Aber ich schätze mal, das sind die Idealvorstellungen der schreibenden
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zoe-delay.de | “If high heels were so wonderful, men would be wearing them.” (-Sue Grafton)
Lina
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« Antwort #4 am: 02. März 2008, 16:18:32 pm »



"Regel
4. Wenn ein Mann beliebigen Alters Mädchen- oder Frauensachen anprobiert, dann passen sie ihm immer perfekt."


Daran würde ich sofort erkennen, dass es sich um keine echte Bio-Frau handeln kann.


-------

Ihr habt Recht, es gibt wirklich nur ganz wenige wirklich gute Geschichten wo Trannies, eine tragende rolle spielen. Ich habe neulich die Hauptbibliothek in Hamburg nach Derartiges abgesucht und nur ganz wenige Titel gefunden.

Wenn aber jemand gutes (unveröfentlichtes) Material hat - romanlänge oder kurz - würde ich es gerne wissen. Es gibt schon Wege solche Sachen an ein Publikum zu bringen - auch wenn es ein relativ kleines Publikum.
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Ronja
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« Antwort #5 am: 25. März 2008, 23:19:48 pm »

So einige Geschichten hab ich im Netz auch schon gelesen, aber die waren meist recht klischeebehaftet, denke ich. Und entsprachen immer dem gleichen Schema, siehe die oben stehenden Regeln. Hat für mich eigentlich weniger mit der Realität zu tun.
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seamstress
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« Antwort #6 am: 25. März 2008, 23:37:34 pm »

Hat für mich eigentlich weniger mit der Realität zu tun.

maybe that's why it's called fiction...  Wink
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Ronja
Gast

« Antwort #7 am: 25. März 2008, 23:51:52 pm »

[quote maybe that's why it's called fiction...  Wink[/quote]

na genau... Wink
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nina_vem
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« Antwort #8 am: 26. März 2008, 01:48:14 am »

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In dem Zusammenhang könnten wir eigentlich auch mal wieder da weitermachen: http://www.transgender-forum.com/die-unglaublichen-abenteuer-von-supertranny-t605.0.html.
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Die einzige wirkliche Grenze ist das Ende der Phantasie.
Jessica-Spirit
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« Antwort #9 am: 16. März 2017, 13:51:21 pm »

Ich schreibe seit Januar auch an einer Trans*Geschichte, mal in einer anderen Art und Weise. Mehrmals die Woche stelle ich auf https://www.wattpad.com/story/101866400-nur-ein-letzter-blick-zurück/parts neue Kapitel ein. Im Groben existiert die ganze Geschichte schon, bin gerade am Feinschliff. Natürlich gibt es auch noch andere Märchen und Geschichten auf meinem Profil zu lesen. Wäre schön wenn ihr mal vorbei schaut.
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michelangela
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« Antwort #10 am: 17. März 2017, 13:43:12 pm »

Falls jemand "Odd Thomas" gelesen hat, sowas in der Art (junger mensch arbeitet als Koch in einem Diner, kann Geister sehen, und hat im gewissen Umfang auch Vorahnungen, und kollidiert mit einigen schrägen Kriminellen) hätte ich gerne , aus der Perspektive einer Transfrau geschrieben, in der ersten Person, damit ich als Autorin mit den Pronomen besser spielen kann. Hat sich nur erledigt, weil das Leben die Fantasie in großen Zügen ersetzt hat.
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