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Autor Thema: Hallo, Ich bin neu  (Gelesen 598 mal)
Larissa1989
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« am: 30. Dezember 2016, 09:19:35 am »

Hallo, ich bin neu hier und bin auf der suche nach Gleichgesinnten.
Zu mir ich bin leider noch M aber dies möchte ich ändern, da ich so einfach nicht mehr Leben kann.
Ich bin jetzt auch noch relativ am Anfang meiner Therapeutischen Unterstützung, wo ich mich aber gut aufgehoben und verstanden fühle.
Noch gehe ich nicht als mein Gewünschtes Geschlecht vor die Tür, lebe es noch für mich zu Hause aus.
Meine Angst ist einfach diese, da ich doch eine sehr männliche Statur habe, den Alltagstest vor den Hormonen nicht zu überstehen und daran zu zerbrechen.
Ich habe gelesen das man die Hormonbehandlung auch ohne Alltagstest beginnen kann und dann mit den Veränderungen dadurch in ein neues Leben starten kann.
Hat dort schon jemand Erfahrungen? Oder ist der Alltagstest pflicht vor Hormonbehandlung?
Hinzu kommt noch das ich in einer Beziehung mit einer Frau bin. Diese weis von meinen Gedanken und will an meiner Seite bleiben (ob es dabei bleibt ist dahin gestellt, da sie doch sehr damit zu tuen hat), nur ich will jetzt auch an mich denken.

Gut ich denke erst einmal das reicht für meine ersten Gedanken und hoffe das ich hier sehr lieb aufgenommen werde.
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Michi
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auch Minolfa




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« Antwort #1 am: 30. Dezember 2016, 09:49:28 am »

Hallo Larissa,

herzlich willkommen im Forum! Smiley
In letzter Zeit haben sich hier ein paar Neue angemeldet, vielleicht gibt es da Gelegenheit euch auch untereinander auszutauschen. Schön ist zu lesen, dass Deine Partnerin versucht weiter zu Dir zu halten, und dass Du schon einen Therapeuten hast, mit dem Du klar kommst.

Zu den Hormonen: Ich finde rückblickend, dass die Hormone "kurzfristig" (also während der Zeitspanne einer angedachten Alltagserprobung) optisch nichts Wesentliches bewirken. Über die Jahre verändern sich die Gesichtszüge, aber innerhalb weniger Monate reißen die ersten kleinen Veränderungen fürs Passing nichts raus. Und die körperliche Statur (Knochenbau) ändert sich eh nicht durch Hormone. Frauen benötigen weniger Nahrung (geringerer Grundumsatz). Werden die Essgewohnheiten nicht entsprechend geändert, führen die Hormone zu Übergewicht und damit optisch zu einem "feminineren" Körperbau. Psychisch allerdings finde ich die Hormone sehr wichtig als Bestandteil der Alltagserprobung. Sie haben Auswirkungen auf Stimmung, Verhalten und das Erleben von Sexualität. Ob jemand damit klar kommt oder nicht, ist schon günstig zu wissen vor einer geplanten lebenslangen Medikamenten-Behandlung. Oft ist es möglich, schon nach 3 Monaten psychologischer Behandlung das erste Hormonrezept zu bekommen.

Was für das Passing in der Alltagserprobung wirklich viel mehr bewirkt als Hormone ist die Bartentfernung! Wenn es also irgendwie finanziell machbar ist, empfehle ich auf die Krankenkasse zu pfeifen und auf eigene Kosten möglichst schnell mit der Bartentfernung zu beginnen.

Liebe Grüße,
Michi
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2016, 09:56:02 am von Michi » Gespeichert

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Larissa1989
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« Antwort #2 am: 30. Dezember 2016, 10:09:35 am »

Danke für die Antwort.
Also finanzielle ist es so eine Sache ich bekomme ALG2 und arbeite nebenbei noch ehrenamtlich in einem Altersheim für 154€ wo auch viele von mir wissen.
Ich arbeite momentan um den Bartschatten abzudecken mit Camouflage Makeup was relativ gut klappt, ich spare momentan für die Entfernung.
Momentan mache ich auch eine Diät um eine bestimmtes Gewicht zu bekommen wo ich mich dann wohlfühle.
Leider ist bei mir die Muskel Verteilung im Nacken und Schulter sehr ausgeprägt was mich sehr stört. Ich weis das die Hormone erst auf langfristiger Zeit wirken aber wenn ich die Veränderungen bemerke, würde ich mich dabei wohler fühlen.
Am besten bespreche ich dies im Neuen Jahr mit meiner Therapeutin.
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Michi
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auch Minolfa




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« Antwort #3 am: 30. Dezember 2016, 10:26:32 am »

Nun, mit etwas Glück geht ja vielleicht schon im Frühjahr was mit den Hormonen, falls Deine Therapeutin oder Dein Endokrinologe (Hormonarzt) sich erweichen lässt. Die internationalen Behandlungsempfehlungen sehen darin kein Problem, und der deutschen Krankenkasse muss man es ja nicht brühwarm erzählen. Es ist sowieso empfehlenswert, nur mit solchen Angelegenheiten auf die Krankenkasse zuzugehen, wo eine individuelle Einzelfallentscheidung nötig ist: Meistens sind das nur die Ausnahmegenehmigung für die Kostenübernahme der Bartepilation und ggf. die Bewilligung einer geschlechtsangleichenden OP. Also keine schlafenden Hunde wecken...
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Larissa1989
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« Antwort #4 am: 30. Dezember 2016, 15:07:35 pm »

Ich hoffe einfach mal das beste und bis dahin heist es noch sparen und abnehmen.
Ich werde einfach offen mit meiner Therapeutin reden und dann weiter sehen
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Daphne
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« Antwort #5 am: 30. Dezember 2016, 19:56:51 pm »

Natürlich sind Hormone äußerst hilfreich, ich hab aber erst ein halbes Jahr nach der offiziellen VÄ/PÄ mit den Hormonen angefangen. Es geht also auch anders.

Ich hab auch breite Schultern. Locker geschnittene Blusen helfen das zu kaschieren. Mußt ja keine muscle shirts tragen die das sonst betonen würden.
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Beate
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« Antwort #6 am: 31. Dezember 2016, 00:10:23 am »

...Psychisch allerdings finde ich die Hormone sehr wichtig als Bestandteil der Alltagserprobung. Sie haben Auswirkungen auf Stimmung, Verhalten und das Erleben von Sexualität. Ob jemand damit klar kommt oder nicht, ist schon günstig zu wissen vor einer geplanten lebenslangen Medikamenten-Behandlung.

das sehe ich nicht nur rückblickend so. Man muss mit den veränderten Körpergefühl klarkommen, auch mit dem Rückgang der männlichen Libido. Und da sollte man kritisch und ehrlich zu sich selbst sein: es kann eine große Erleichterung sein, es kann aber auch zur Belastung werden. DAS ist der wahre und möglicherweise einzig aussagekräftige Alltagstest.
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Viele liebe Grüße

Beate
Larissa1989
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« Antwort #7 am: 31. Dezember 2016, 09:56:35 am »

Nun für mich ist es einfach nur noch ein Kampf mit mein Körper und aussehen und alles.
Ich will einfach endlich so sein wie ich mich fühle.
Die risiken von den Hormonen sind mir bekannt aber sie würden mich mein ziel weiter bringen und sehr helfen.
Es ist momentan für mich sehr schwer
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Michi
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auch Minolfa




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« Antwort #8 am: 31. Dezember 2016, 13:50:48 pm »

Niemand hier will Dir die Hormone ausreden! Ob Du Hormone brauchst oder nicht ist eine Sache zwischen Dir und den Ärzten, keine Angelegenheit einer Internet-Community. Nur dauert es eben sehr lange, bis die Hormone irgendwas relevantes zum Passing beitragen (auch wenn sie in Deinem Alter möglicherweise durchaus noch einiges bewirken können).

Du bist jetzt in einer Art Aufbruchphase, und willst "loslaufen", das ist verständlich. Vielleicht fragst Du Dich, was jetzt in den nächsten Wochen und 2-3 Monaten Deine Schritte auf dem "Weg" sein könnten? Einen Therapeuten hast Du ja schon. Du könntest schon vorab mal nach einem guten Endokrinologen oder TS-erfahrenen Frauenarzt Ausschau halten, ansonsten gibt es meiner Meinung nach die nächste Zeit keine medizinischen Themen auf der To-Do-Liste.

Hier ein paar mögliche Ideen:
- Abnehmen: Das hast Du ja bereits in Angriff genommen, und die Waage kann gut Erfolge rückmelden. Dein Hals wird dann vermutlich auch schlanker, und wenn es im Sommer warm ist, gehen vielleicht schon ganz andere Klamotten als im letzten Sommer.
- Stimme trainieren: Je nach Talent kann das recht einfach sein oder ein mühsames Unterfangen. In YouTube gibt es diverse Anleitungen, außerdem (auf englisch) einen guten Kurs zum Kaufen. Später kann dann auch eine Logopädin helfen, aber da brauchst Du erst eine Heilmittelverordnung vom HNO-Arzt oder Phoniater.
- Was mir in der ersten Zeit am meisten geholfen hat: In einer benachbarten Großstadt rausgehen! Also nicht nachts oder (nur) in spezielle Szeneclubs, sondern tagsüber in Cafes, Kaufhäuser (Mode!), Bäckereien, öffentliche Verkehrsmittel. Ohne gleich Deine Bekannten nerven zu müssen, kannst Du Dich in "freier Wildbahn" erproben. Mir half es sehr zu merken, dass den meisten Menschen im Alltag Trannies ziemlich egal sind. Neugierige Blicke ja, solange das Passing nicht gut ist.
- Schminken lernen: Der Bartschatten will abgedeckt sein, und manche maskulin kantigen Geschichtszüge können durch geschickte Farbgebung etwas überspielt werden. In Alltagssituationen draußen als Frau ernstgenommen wirst Du auch leichter, wenn Du weder nach Drag-Queen, noch nach Spachtelmasse, noch nach Malkasten aussiehst.
- Mit Deiner Lebensgefährtin shoppen gehen: Alltagstaugliche Klamotten anprobieren bis zum Abwinken. Kaufen würde ich nicht unbedingt so viel, wenn ich abnehmen wollte.

Auf ein aufregendes und fröhliches neues Jahr,
Michi
« Letzte Änderung: 31. Dezember 2016, 14:07:12 pm von Michi » Gespeichert

Das Pippi Langstrumpf Prinzip: Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt, und alles wird gut!
Larissa1989
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« Antwort #9 am: 31. Dezember 2016, 18:28:02 pm »

Danke für die offenen Worte,
ich denke mal das beste ist für mich einfach mir Etappen zu setzen und kleine Ziele nach und nach zu verfolgen, als erst einmal das große und ganze zu betrachten.
Zum glück wohne ich in einer recht Toleranten Stadt wenn es um das Thema TG geht, jedenfalls laut Erfahrungsberichten  von Freundinnen von mir.
Eine von denen hat vor 12 Jahren diesen Schritt gewagt und sie will mich mit jemanden bekannt machen die im neuen Jahr ihr Geschlechtsangleichende OP hat.
Das gute ist das meine Freundin und ich ziemlich die gleiche Größe haben von den Sachen wo ich sparen kann.
Mit dem Make Up experimentiere ich noch ein wenig herum und haben für den Bartschatten jetzt ein tolles Produkt von Loreal entdeckt was auch sehr lang hält und wirklich gut abdeckt.
Ansonsten werde ich einfach mir kleine Ziele setzen die ich bis zu einem gewissen Zeitpunkt erledigen möchte (der auch schaffbar ist)
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michelangela
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« Antwort #10 am: 02. Januar 2017, 10:18:00 am »

ich denke mal das beste ist für mich einfach mir Etappen zu setzen und kleine Ziele nach und nach zu verfolgen, als erst einmal das große und ganze zu betrachten.

Es sind lauter Kleinigkeiten, die in Summe das große Ganze ergeben. Jedes Bisschen hilft. Es gibt Dinge, wie Körpergröße und -proportionen mit denen wirst Du leben müssen, und irgendwann auch leben können. Davon können viele hier erzählen. Ich zum Beispiel mag meine Muskeln, und dass ich 30 bis 50 Liegestütz am Stück machen kann. (je nach Tagesform) Und ich geh trotzdem im Tanktop in die Stadt, oder im Bikini an den Strand.

Schau doch dass Du zu einem Job und Kohle kommst, ist doch egal was, jeder Euro hilft Deinem Ziel näher zu kommen. Und das große Ganze ist es wert. (Mir gehts nach dern Feiertagen am ersten Arbeitstag nicht besonders, den Pep Talk hab ich jetzt gebraucht.)
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Larissa1989
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« Antwort #11 am: 03. Januar 2017, 15:55:02 pm »

Stimmt schon,
ich werde einfach nach und nach alles angehen.
Mit der Arbeit stimmt schon ist nur Gesundheitlich so eine Sache und auch hier in der Region auch. Ich bin Froh nebenbei was machen zu können und hoffe auch dort auf längere Sicht eine Möglichkeit zu haben dort mehr zu verdienen. Dafür mache ich ja auch schon Weiterbildungen und hoffe das ich dort auf dauer etwas bekomme.
Ansonsten muss ich schauen und glück haben, nur die Region möchte ich ungern wechseln, da ich hier momentan gute unterstützung erfahre.
Zu meinem Äußeren gut, ich sage mal mehr als eine Diät oder besser gesagt langfristige Ernährungsumstellung, kann ich nicht machen und mich eben mein Ideal auf dauer anpassen.
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Larissa1989
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« Antwort #12 am: 11. Januar 2017, 17:51:15 pm »

Heute habe ich mich nennen wir es mal kurzfristig dazu entschlossen, dass erste mal als Larissa raus zu gehen.
Gut hatte es in der Therapie angesprochen aber war eigentlich erst später geplant. Nun ist es aber passiert und ich war draußen und es war einfach nur klasse.
Klar habe ich ein paar dumme Blicke geerntet aber was solls da stehe ich einfach mal drüber, habe mich einfach nur fantastisch gefühlt.
Selbstsicherer, einfach nur richtig. Das war für mich der punkt das ich den richtigen weg gehe.
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