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Autor Thema: Vereinigung-TransSexuelle-Menschen e.V. - VTSM  (Gelesen 957 mal)
pinkesviech
Gast

« am: 15. Juni 2017, 13:49:37 pm »

http://www.transsexuellev.de/

Die Position:

Zitat
Die Geschichte der Menschen mit transsexuellem Hintergrund ist eine Kette von Unterdrückung, Diskriminierung und Fremdbestimmung durch nicht Betroffene. In jüngster Zeit entstehen zunehmend Organisationen und Verbände im Themenbereich Queer und Trans*. Wir sehen jedoch die Gefahr dass unsere Interessen dort untergehen. Wir sind eine Vereinigung, die sich für die Selbstorganisation der Menschen mit Transsexualität (NGS) einsetzt und sich gegen die Fremdbestimmung durch nicht Betroffene wehrt. Wir sehen uns nicht als Transgender, wir sind auch keine Trans*Menschen oder Transmenschen, Transsexualität ist auch keine Lebensweise. Wir lehnen diese Fremdbezeichnung für Menschen mit Transsexualität ab.

Transsexualität ist keine Frage des psychosozialen Rollenwechsels. Transsexualität ist eine angeborene Anomalie, die wir als Neurogenitales Syndrom (NGS) bezeichnen. Transsexualität steht für "mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen geboren". Transsexualität ist pränatal angelegt. Es ist medizinisch unbestritten, dass sich das Geschlechtswissen nicht ändern lässt, folglich muss außer dem Recht zur Angleichung der sozialen Rolle auch ein Recht bestehen einen stimmigen und funktionalen geschlechtsangepassten Körper, dem eigenem Geschlecht entsprechend, zu erhalten. Ein wesentlicher Punkt zur Gesundheit eines Menschen mit Transsexualität.

Recht viele Menschen, sowohl bei der Geburt weiblich zugewiesen als auch männlich, haben das Problem sich nicht eindeutig diesem Geschlecht zugehörig zu fühlen. Es ist für diesen Personenkreis nicht immer leicht zu erkennen wo ihr Problem liegt. Insbesondere auch dann, wenn sie bereits etwas älter sind.

Nur wenige dieser Personen leiden jedoch unter Transsexualität (NGS), denn wir müssen dabei mehrere grundsätzlich unterschiedliche Phänomene unterscheiden:

1. Transgender: Zum einen gibt es die psychosoziale Geschlechtsidentität (gender). Hierunter ist die Verhaltensweise, die Kleidungsvorliebe, etc. zu verstehen, auch welchem Geschlecht ein Mensch zugehörig erscheinen möchte. In der Geschichte und in den verschiedenen Kulturen haben Frauen und Männer gänzlich andere Rollenverteilungen.

Für Frauen ist es heute in unserem Kulturkreis relativ einfach ihre "Männlichkeit" auszuleben. Zu früheren Zeiten und in anderen Kulturen sah und sieht dies jedoch gänzlich anders aus. Wir denken da zum Beispiel an das Verschleierungsgebot in einigen Kulturkreisen oder an die Unmöglichkeit der Frauen zu früheren Zeiten Hosen zu tragen.

Für Männer stellt sich die Situation auch in der westlichen Welt selbst heute noch gänzlich anders aus. Es "gehört" sich für einen Mann einfach nicht sich weiblich zu geben oder weibliche Bekleidung zu nutzen. Um dennoch die Weiblichkeit ausleben zu können gibt es die verschiedensten Varianten. Vom verstecktem Tragen weiblicher Wäsche ( Damenwäscheträger - DWT ) über gelegentliches Wechseln der Geschlechter-Rollen ( Transvestitismus - TV ) bis hin zum dauerhaftem Wechsel der Geschlechterrolle ( Transgender - TG ) ist da vieles möglich.

2. Transsexuell: Dabei geht es, neben der gesellschaftlichen Anerkennung des richtigen Geschlechts, insbesondere um die körperliche Geschlechtlichkeit (sexus). Weitaus weniger Menschen verspüren dieses Gewissheit, dass der eigene Geschlechtskörper nicht der Richtige ist. Sie sind sich sicher eine Seele, ein Gehirngeschlecht oder wie immer wir das nennen wollen zu haben, welches nicht dem Geschlecht des anatomischem Körper entspricht.

Zu früheren Zeiten ging man davon aus dass es sich dabei um eine Geschlechtsidentitätsstörung handelte. Bereits vor Jahren ist von international namhaften Wissenschaftlern aus dem Bereich Psychologie, Genetik und Biologie ein Paradigmenwechsel angestoßen worden. Viele Untersuchungen deuten darauf hin, dass es in der Tat eine fest verschalltete Körperbild im neuronalem Netz gibt. Wird dann der passende Geschlechtskörper nicht an gefunden, spricht man von Transsexualität oder einem Neurogenitalem-Syndrom (NGS). Für die Betroffenen besteht der dringende Wunsch diese Diskrepanz medizinisch soweit möglich beheben zu lassen.

3. Intersexuell: Gelegentlich kommt es auch vor dass der Geschlechtskörper,
bestehend aus Gonaden, Genitalien, Hormonen und Chromosomen, nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen ist. Hier sind alle möglichen Abweichungen denkbar. Manches ist auf den ersten Blick überhaupt nicht zu erkennen, so zum Beispiel Abweichungen der Chromosomen oder im Hormonhaushalt. Wenn die Abweichungen jedoch in den Genitalien oder Gonaden liegen ist dies recht offensichtlich. In solchen Fällen sprechen wir von Intersexualität.

4. Intergender: Es gibt aber ebenso Menschen die sich ohne abweichende körperliche Merkmale weder als Mann noch als Frau empfinden oder aber sowohl als Mann und auch als Frau.

 

Menschen mit Transsexualität sind bestrebt die Inkongruenz zwischen dem neuronalem Netzt einerseits und dem Geschlechtskörper anderersets zu beseitigen. Es wird kein Geschlecht umgewandelt, es wird der fehlerhafte Körper korrigiert. Nach dieser Phase ist für viele die Transsexualität ein Teil ihrer Vergangenheit. Sie waren schon immer Männer bzw. Frauen, und leben als Männer bzw. Frauen in der Mitte der Gesellschaft.

Auch dieses Wissen in die Gesellschaft zu tragen gehört zu den Zielen unseres Vereins.

Quelle: http://www.transsexuellev.de/index.php?id=35


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