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Autor Thema: Ich denke, du denkst ...  (Gelesen 5185 mal)
Jula
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Miss Verständnis


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« am: 20. Juni 2015, 16:45:32 pm »

Sind es wirklich die anderen, mit ihren Vorbehalten, die uns hindern?
Oder sind es doch mehr wir selbst mit unseren Vorstellungen davon, wie die anderen uns sehen?

http://www.julaonline.de/Leseecke/Selbstmanagement/Metabild.html
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"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
Mia86
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Extremist-stück




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« Antwort #1 am: 20. Juni 2015, 18:28:28 pm »

Kurzantwort:
Beides.

Ein paar dumme Arschlöcher vermitteln einem das wovon man dann wenn es einem an Ausgleich fehlt langsam anfängt zu denken jeder würde so denken.

Psychologie!

Der Artikel sieht gut aus, ich les ihn mal wenn mir nicht schlecht ist *lach* Hab mir leider den Magen verdorben.

lg
Mia
« Letzte Änderung: 20. Juni 2015, 18:30:20 pm von Mia86 » Gespeichert

Eine Diskussion ist nicht dazu da "gewonnen" zu werden. Es gilt der Versuch aus möglichst vielen unterschiedlichen und widersprüchlichen Perspektiven insgesamt schlauer zu werden, und mehr über ein Thema zu erfahren als es einem Einzelnen möglich wäre. Gemeinsam Argumente finden, für und wider.
Tilly
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« Antwort #2 am: 20. Juni 2015, 22:46:33 pm »

Nun, ich denke der Knackpunkt liegt im wesentlichen in uns selbst.
Ich habe für mich die Erfahrung dass es leichter ist ins kalte Wasser zu springen als sich Gedanken zu machen wie kalt das Wasser nun sein könnte, wie hoch der Sprung ist, wie ich am besten in das Wasser tauche, und nicht zuletzt wie ich wieder an das sichere Ufer komme.
Ja, und ich gebe zu, am Anfang mit suboptimalem Passing fiel ich schon auf, aber die Menschen respektierten mich mit meinem Mut zu mir selbst zu stehen.
So sehe ich das als eine Phase wo man durch muss, mittlerweile  bin ich einfach eine Frau.

Mit liebem Gruß   Tilly
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bastienne
Gast

« Antwort #3 am: 21. Juni 2015, 06:53:33 am »

....und selbst bei sub-optimalen "Passing" ist es letztlich mehr Kopfkino als Realität,... zumindest das subjektive Gefühl der Exponiertheit.
In dem Moment in dem man authentisch ist was man fühlt und es schafft den Kopf auszuschalten relativiert sich auch die empfundene Aussenwirkung,... sowohl für einen selbst als auch für andere.

_@_y <3
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Beate
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Geo Girl


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« Antwort #4 am: 21. Juni 2015, 09:26:35 am »

Hi Jula,

interessanter Artikel. Ein Kommentar allerdings:

Zitat
5. Dieser Fall ist deprimierend. Die Bestätigung unseres Gender durch andere bleibt uns versagt. Die anderen sehen uns anders und das wissen wir auch.

Wieso ist das deprimierend? Hängt das nicht vom Kontext ab, in dem die Wahrnehmung geschieht? Deprimierend finde ich es nur dann, wenn es mir wichtig ist, von diesem speziellen Menschen in meinem empfundenen Gender wahrgenommen zu werden. Es kann auch ärgerlich sein - wenn mein Gegenüber unfreundlich wird, mich nicht ernst nimmt oder ich auf irgend eine Weise diskriminiert werde. Aber gibt es nicht auch Fälle, in denen es ganz gut ist, als das angesehen zu werden, was man körperlich ist oder war?

Für mich ist dieser Fall sogar Schlüssel zu mehr Gelassenheit: ich gehe stillschweigend davon aus, dass ich eher wohl doch nicht als Frau wahrgenommen werde und versuche, diese Fragen beiseite zu schieben. Und freue mich dann um so mehr, wenn ich von einer Kundin, die mich schon länger kennt, gefragt werde, ob ich meine Kinder per Kaiserschnitt oder natürlich auf die Welt gebracht hätte (übrigens eine ziemlich stressige Frage, wenn man das Fremdbild nicht auflösen möchte...)
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Viele liebe Grüße

Beate
Mia86
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Extremist-stück




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« Antwort #5 am: 24. Juni 2015, 11:39:29 am »

Wenn ich Menschen darüber hinweg täuschen muss dass ich trans bin um von ihnen Bestätigung zu erhalten dann stimmt da irgendwas nicht. Und ich würde empfehlen sich in so einem Fall in anderen, verständnisvolleren Kreisen zu bewegen. Das Wort "Passing" ist eh so ein Unding. ("To pass for something" -> "als etwas durchgehen")

Klar das Leute die den Eindruck haben hinters Licht geführt zu werden, gerade solche die es nicht besser wissen, sofort kontra gehen. Würde ich auch.

Meine Erfahrung ist das ein offener, selbstbewusster Umgang damit nicht nur diverse Arschlöcher gleich rausfiltert, sondern auch für aufklärung und aktzeptanz sorgt. Es zeigt das es etwas ist was mir nicht peinlich sein muss, etwas das ich nicht als anstößig, gefährlich oder für geheim zu halten empfinde.

Ich kann immer noch klar stellen das es etwas sehr sehr privates ist, etwas bei dem ich empfindlich verletzbar bin, ohne dabei so zu tun als hätte jemand mein dunkles Geheimnis entdeckt...

Seriously. Dieses Versteckspiel ist das was am meisten Mistrauen schafft, und gerade das sorgt dafür das wir nicht angenommen werden. Zumindest ist das meine Ansicht.

Wenn mir jemand gegenüber tritt der sich so verschämt und ausweichend mit seiner selbst und der eigenen vergangenheit auseinander setzt krieg ich auch das gefühl das da irgendwas nicht stimmt. Das ist doch wohl menschlich.

In sofern, ja wir sind finde ich zu einem großen Teil selbst schuld daran das es so ist. Klar ist es verständlich. Natürlich haben viele von uns psychische probleme damit offen mit sich um zu gehen. Aber helfen tut es nicht.

Und die einschätzung der möglicher Reaktionen in unserem Umfeld ändert sich mit erfahrung, und mit besseren strategien und lösungen für konfliktsituationen. Das gibt dann sicherheit. Sind wir dafür selbst verantwortlich? Mit sicherheit zumindest zu großen Teilen.

lg
Mia
« Letzte Änderung: 24. Juni 2015, 11:42:27 am von Mia86 » Gespeichert

Eine Diskussion ist nicht dazu da "gewonnen" zu werden. Es gilt der Versuch aus möglichst vielen unterschiedlichen und widersprüchlichen Perspektiven insgesamt schlauer zu werden, und mehr über ein Thema zu erfahren als es einem Einzelnen möglich wäre. Gemeinsam Argumente finden, für und wider.
bastienne
Gast

« Antwort #6 am: 24. Juni 2015, 14:03:22 pm »

100% zustimmung, mia Kiss

Alles Liebe _@_y
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nicola f
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« Antwort #7 am: 24. Juni 2015, 16:14:00 pm »

Hallo Mia,

bei deinem Standpunkt zur Problematik des "so zu tun als ob", des Täuschens und Verschweigens möchte auch ich Dir voll und ganz zustimmen. Nur wenn ich zu dem stehe was ich bin, kann Bestätigung die ich erhalte, auch wirklich bei mir ankommen.

Soweit ich aber Julas Artikel verstanden habe, hat die von ihr darin beschriebene Unterscheidung zwischen Fremdbild und Metabild mit diesem Vortäuschen was wir eigentlich sind oder nicht sind, nicht viel zu tun:
Fremdbild ist das was meine Mitmenschen tatsächlich von mir denken. Was sie tatsächlich genau denken, kann ich aber nicht wissen, sondern nur vermuten. Und diese Vermutung wird vermutlich nie mit dem übereinstimmen was sie wirklich denken und empfinden. Dieses von mir vermutete Bild ist das Metabild, was in dieser Form nur in meinem Kopf existiert.
Wenn ich eine guter Menschenkennerin bin, dann können die beiden Bilder weitgehend übereinstimmen, Wenn ich eine Optimistin bin, dann ist das Metabild viel rosiger als das Fremdbild tatsächlich ist. Wenn ich eine Pessimistin bin, dann ist das Fremdbild, das was die anderen über mich denken, viel positiver als das von mir befürchtete Metabild...

Reagieren tue ich allerdings nur auf das Metabild, weil das das einzige ist, das bei mir ankommt und nicht auf das Fremdbild.

Wenn ich diesen Mechanismus durchschaut habe, kann ich über eine bewußte Gestaltung des Metabildes mein Wohlbefinden beeinflussen. Aber nicht dadurch, dass ich anderen etwas vormache, sondern dadurch, dass ich mutig das zeige was ich bin und beim eingefangenen Feedback darauf achte Negatives nicht über- und Positives nicht unterzubewerten. Dadurch fühle ich mich angenommen - aber nur, wenn ich nach außen hin auch das gezeigt habe, was Verletzliches in mir steckt.

Oder bringe ich da etwas durcheinander?

Liebe Grüße
Nicola
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nicola f
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« Antwort #8 am: 24. Juni 2015, 16:21:28 pm »

Hallo Ihr Lieben,

beim nochmaligen Lesen von Julas Artikel und vor allem angeregt von den Überlegungen von Mia über das Täuschen kam mir der Gedanke, ob so etwas Ähnliches wie die Differenzierung zwischen Fremd- und Metabild auch beim Selbstbild funktioniert? Denn auch da gibt es nach meinem Empfinden zwei Ebenen:
Das eine möchte ich einmal das „schonungslose Selbstbild“ nennen: Das ist das, was ich bei schonungsloser Selbstbetrachtung über mich wissen kann und im Grunde meines Herzes auch wies. Das bin ich mitsamt meinen körperlichen Mängeln und all dem was mir peinlich ist und was ich mir nur sehr ungern eingestehe. Das ist mein Bild von mir mitsamt meinen Licht- und Schattenseiten.
Aber so ehrlich kann ich vor sehr selten sein. Meist blende ich die eine oder andere Schattenseite mehr oder weniger unbewusst aus. Besonders deutlich wird das für mich, wenn ich im Frauenmodus bin und versuche nicht nur nach außen, sondern auch mir selber gegenüber ein möglichst weibliches Bild zu präsentieren.
Um darüber reden und schreiben zu können nenne ich diese  Form des Selbstbildes im Folgenden „Wunschbild“. Dieses „Wunschbild“ ist das, als was ich gerne gesehen werden möchte – von anderen und von mir selbe auch. Da gehört all das dazu, worauf ich zu Recht stolz sein kann, alles was ich an mir mag. Aber das was ich nicht an mir mag, alles was ich nicht akzeptieren kann bleibt ausgeklammert. Dafür kommen noch ein paar Eigenschaften dazu, die ich mir so sehr wünsche, dass ich sie in meinen Träumen schon besitze – zum Beispiel das ein oder andere Stück Weiblichkeit mehr.

Genau wie Jula gehöre auch ich zu den wenig selbstsicheren Menschen, die stark vom Urteil anderer abhängig sind. Vor allem wenn ich als Frau unterwegs bin lechze ich förmlich nach Bestätigung. Aber welches dieser beiden Selbstbilder sucht da nach Bestätigung? Wenn ich ehrlich bin, dann ist das die Frau die ich gerne wäre und nicht das Wesen mit männlichem Körper und dieser so schwer an irgendetwas Konkretem festzumachenden Weiblichkeit.

Dazu fällt mir immer wieder eine Zeile von Konstantin Wecker ein, denn dieses Lechzen nach Bestätigung kommt mir vor wie der Versuch, dass mir andere etwas beweisen sollen, woran ich selbe nicht wirklich glauben kann. Und diesen Beweis suche ich nicht für das „schonungslose Selbstbild“ sondern für mein „Wunschbild“. Das ist, glaube ich der Grund weshalb ich mich immer wieder in eine Frau verwandeln muss. Wenn ich meine Weiblichkeit ganz annehmen und an sie glauben könnte, wäre diese Bestätigung vielleicht nicht nötig???

Mit vielen nachdenklichen Grüßen
Nicola
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Ute
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Aus jeder Raupe wird ein Schmetterling




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« Antwort #9 am: 24. Juni 2015, 22:52:39 pm »

Hallo Ihr alle die Ute möchte etwas dazu beitragen .
Seit meinem (auting ) tut mir leid kann nicht anders . Bitte um Rücksicht , möchte bitte nur klein schreiben danke .

seit ich mich geöffnet habe bei meiner mutter und geschwistern , so wie engen freunden und bekannten . war für mich klar das die herren abteilung für mich tabu ist weil ich immer damit ein problem hatte . es löste in mir magenkrämpfe aus wenn meine eltern mit miir einkaufen gingen , damals mit 3einhalb konnte ich mich nicht dagegen setzen . so jetzt mit 58 zig . ist es anders ich ziehe an was mir gefällt und basta . bis jetzt hat mir noch keiner gesagt das ich nicht gut rüber komme .
es ist mir auch egal was fremde sehen , denken , oder tuscheln ich will die ja nicht heiraten . bei herranwachsenden ist es manchmal so entweder sie bepuschen sich vor lachen wegen unwissenheit oder frau kommt mit ihnen ins gespräch . alles in allem bin ich noch nicht angemacht worden , höchstens mal in der nacht wenn es nach hause ging so um 2 , 3 , in der frühe .
aber nur sprachlich nicht körperlich und meistens auch nur von wesen mit im.hintergrund .  selbst fussball holigens haben mich links liegen gelassen . in ubahn oder buss .
also im grossen und ganzen bin ich mit mir zufrieden . so wie ich binn . in den 70 zigern da war der druck nicht da . es war hippi zeit und alle trugen tunicka und schlaghosen schuhe mit plato und absatz . da war es egal ob weibchen oder menchen . da vermischte sich die mode innerhalb der geschlechter . es war die zeit die , die beste war in meinem ganzen leben .
da hatte ich mit meiner damaligen freundin got beschütze sie einen gemeinsammen kleiderschrank . ja und auch alles andere haben wir geteilt schminke schuhe sogar die unterwäsche . das nenne ich ergenzung zusammen leben in vollendung .
ja die zeit die zeit , sie ist nicht schuld am wandel . es sind wir die nach was weis ich trachten . der mensch die wesen die , die welt verändern . es ist gut das es entwicklung gibt und vortschrit sonnst würden wir noch in hölen wohnen . nur in der mode da gab es einen bösen rückschritt leider . es ist im laufe der jahre immer konserwatiewer geworden . wo frau hinschaut   männer im anzug und frauen in hosen und tschirt . wo sind die farben wo sind die schöhnen schuhe mit absatz hinn . alles nur noch zweck gebunden in unserer so hecktischen zeit . es ist doch so stocksteif so seriös so ja wunderschön sche........   geworden das frau nur noch weinen möchte . warum der ganze rummemel um das elitäre getue . etikette und damen-herren-abteilungen die industrie könnte es so einfach haben klamotten herzustellen für alle und nicht im netz in diwersen schops immer darauf zu achten dieser artikel ist nur für m.... odrer für f..... der umsatz und etliche andere sachen würden sich vereinfachen . es gab eine zeit in der es egal war wer rock oder kleid trug warum sind wir so verbort geworden .

        was ist mit unserer gesellschaft passiert warum muss es frauen und männer sachen geben warum dürfen männer keine schuhe mit absatz tragen so wie es in den medien schon der fall ist siehe gonzales und hänsler .ich hoffe der trend setzt sich durch .                           es war mir ein bedürfniss   Ute
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Mein Vater wahr ein Bienerich , Mein Mütterchen ein Blühmelein , heraus kam ein Bieneblühmelein .
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