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Autor Thema: Toleranz ist nicht genug!  (Gelesen 24481 mal)
Jula
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« Antwort #15 am: 17. November 2014, 18:58:25 pm »

....wäre die bisweilen wünschenswerte Reaktion schlicht: Keine. Es wäre vielfach wirklich genug, wenn die Umwelt schlicht überhaupt nicht reagierte.
Bisweilen: ja
Immer: Nein

Zumindest ich kann nicht Frau sein, wenn mir die Umwelt diesen Status konsequent verweigert und bloß toleriert, dass ich halt im Kleid rumlaufe.
Toleranz als lediglich duldender Akt ohne positve Reaktion genügt eben nicht. Wie erwähnt: Geschlecht funktioniert nur insoweit als mir das auch von anderen Menschen zugestanden wird. Nur das Beanspruchen und Darstellen reicht eben nicht. Es braucht auch die Reaktion der Gegenseite. Und die funktioniert nun mal nur über entsprechende kommunikative Signale. Bleiben die aus, bleibe ich auch bloß der (tolerierte) Mann im Kleid.
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"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
Jula
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« Antwort #16 am: 17. November 2014, 19:05:08 pm »

Ergänzung/ konkretes Beispiel:

Ich war mit Verwandten im Urlaub. Die konnten prima damit umgehen, dass ich weiblich gestylt war. Aber sie redeten von und mit mir immer nur in männlicher Form. Sie fanden sich klasse tolerant, weil sie mich halt rumlaufen ließen, wie ich mich gut fühlte. Sie haben mich nett behandelt, sie haben mich nicht kritisiert. Aber akzeptiert (also als Frau angenommen) haben sie mich nicht.
Damit ging es mir nicht gut, denn ich sehe mich selbst als Frau. Und wenn ich dann auch noch so aussehe, dann möchte ich auch so angesprochen werden.
Als ich das mal zur Sprache brachte, war die gute Laune dahin. Sie fanden das zu viel verlangt. Damit war auch der Urlaub gelaufen und ein knappes Jahr später haben wir sogar wieder miteinander geredet (aber nicht über dieses Thema!)

Was meine Verwandten mir gegeben haben, war Toleranz. Was ich aber brauchte, war Akzeptanz.
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dany purple
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« Antwort #17 am: 17. November 2014, 19:39:15 pm »

Ergänzung/ konkretes Beispiel:
Was ich aber brauchte, war Akzeptanz.
Brauchtest der brauchst?

Nach Anerkennung streben wir doch alle, eine Frau erhält diese durch Bestätigung der eigenen Bemühungen, das zaubert mind. ein Lächeln.
Vielleicht strahlst Du nicht besonders viel aus, auf Grund der Unsicherheit?
Schönheit kommt zweifellos von innen, d.h auch eine 192cm Dame kann sehr hübsch wirken.

Versucht es mal in Amsterdam - da gilt noch "das leben und Leben lassen Prinzip".
Gute Erfahrungen sind definitiv nicht kontraproduktiv, für das weitere Vorgehen.

Dany
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Kerstin S.
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« Antwort #18 am: 17. November 2014, 20:32:34 pm »

Ergänzung/ konkretes Beispiel:

Ich war mit Verwandten im Urlaub. Die konnten prima damit umgehen, dass ich weiblich gestylt war. Aber sie redeten von und mit mir immer nur in männlicher Form. Sie fanden sich klasse tolerant, weil sie mich halt rumlaufen ließen, wie ich mich gut fühlte. Sie haben mich nett behandelt, sie haben mich nicht kritisiert. Aber akzeptiert (also als Frau angenommen) haben sie mich nicht. ...

Hallo Jula,

ich war nicht dabei und kann nicht beurteilen, wie ihr Verhalten gewirkt hat, aber man muß bedenken, das Deine Verwandten Dich eventuell seit Deiner Kindheit als (scheinbaren) Mann mit einem bestimmten Namen kannten. Sie sehen in Dir auch als Frau den selben Menschen. Die haben die männliche Jula vor dem inneren Auge. Deshalb rollt bei ihnen die Kugel auch eher in Richtung männlich, auch wenn alles dagegen spricht.
Diese Menschen benötigen Toleranz (wo wir hier bei dem Wort sind) Das setzt aber einen guten Willen voraus!!!

Ich selbst habe ich mich immer wieder über selbiges Problem geärgert und gewundert bis mir ein Spiegel vorgehalten wurde: Eine Bekannte, ein ehemals richtig hübsches Mädel, hat für mich überraschend den Weg in Richtung Mann eingeschlagen. Sie Er!!! Ist mir in diesem Moment wieder passiert Roll Eyes Er wollte natürlich mit männlichen Namen angesprochen werden, womit ich ebenfalls Probleme hatte, obwohl ich seine Sicht mehr als verstehen müsste.


Liebe Grüße,
Kerstin
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dany purple
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« Antwort #19 am: 17. November 2014, 21:26:03 pm »

Laut Etymologen hat die Ehre nichts mit Ehrlichkeit zu tun, trotz der Silbe "ehr".

So kann ich nicht mitarbeiten.

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Dany
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nicola f
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« Antwort #20 am: 17. November 2014, 21:32:27 pm »

Da geht es mir ähnlich wie Jula:

Es geht mir nicht um Toleranz. dass ich als Mann einen Rock anziehen oder mich schminken darf ohne dafür bestraft zu werden. Es ist umgekehrt: Ich ziehe einen Rock an, schminke mich ... (und bin natürlicch froh wenn ich dafür nicht bestraft werde) um meine Weiblichkeit unübersehbar zu machen, damit sie mir zugestanden und ich mit ihr akzeptiert werde. Und im Grunde wünsche ich mir, dass meine Weiblichkeit wahrgenommen, mir zugestanden und damit akzeptiert wird, auch ohne dass ich mich dafür rosa anmalen muss. Dieses "rosa anmalen" heist für mich etwas vortäuschen was nicht wirklich meines ist, durch Polstr, Perücke, Fistelstimme, das Verschwindenlassen von Anhängseln ....  Ich möchte als Frau akzeptiert werden ohne dafür meine Biologie und meine Biografie verleugnen zu müssen. Denn jedes Verleugnen beschädigt mich und tut mir weh.

Und ich weiss auch sehr gut, dass das sehr viel verlangt ist.

Deshalb benütze ich oft noch sehr viel rosa Farbe, um wenigstens zu diesem Preis eine wenig Akzeptanz für diese dann offensichtlichere Frau zu erkaufen.
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Ich bin keine Frau wie jede andere,
ich bin - leider - viel mehr.
Kerstin S.
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« Antwort #21 am: 17. November 2014, 21:39:32 pm »

Laut Etymologen hat die Ehre nichts mit Ehrlichkeit zu tun, trotz der Silbe "ehr".

So kann ich nicht mitarbeiten.

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Dany
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dany purple
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« Antwort #22 am: 17. November 2014, 22:02:12 pm »

Laut Etymologen hat die Ehre nichts mit Ehrlichkeit zu tun, trotz der Silbe "ehr".

So kann ich nicht mitarbeiten.

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Betrifft mein vorlautes Wort

Nicht Deine emotionalen Wörter..
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michelangela
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« Antwort #23 am: 17. November 2014, 22:23:55 pm »


mein Geschlecht habe ich auch für mich, für mein Selbstbild. Vor allem sogar. Alles weitere ergibt sich daraus.



dito
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nicola f
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« Antwort #24 am: 17. November 2014, 23:41:01 pm »


mein Geschlecht habe ich auch für mich, für mein Selbstbild. Vor allem sogar. Alles weitere ergibt sich daraus.

dito

Ein Bild ohne Betrachter verkommt zur bemalten Fläche
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ich bin - leider - viel mehr.
Jula
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« Antwort #25 am: 18. November 2014, 07:52:32 am »

Ein Bild ohne Betrachter verkommt zur bemalten Fläche
So sehe ich das auch.
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"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
Andrea_K
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Transnational - Born in the wrong country




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« Antwort #26 am: 18. November 2014, 09:41:10 am »

Spannendes Thema!

Ich glaube hier werden mehrere Dinge gleichzeitig besprochen. Zum einen die Toleranz. Das würde ich am ehesten als das beschreiben, was MichelleSarah schrieb. Also uns in Ruhe zu lassen und uns einfach leben zu lassen - so, wie wir sind. Das andere ist die Akzeptanz. Also das tatsächliche Annehmen dass es uns gibt, dass wir entsprechend angesprochen und behandelt werden - und damit einhergehend die Validierung im jeweils gezeigten Geschlecht angenommen und gesehen zu werden.

Nicola beschreibt im Grunde den Prozess des Passings, der Teil dessen ist, um akzeptiert und validiert zu werden. Sie beschreibt es als etwas Überzeichnendes. Wie eine neue Verkleidung. Man betont die Feminität oder Maskulinität so massiv, dass man im Grunde keine falschen Signale mehr senden kann und hoffentlich auch der letzte Idiot erkennt, was und wer man ist. Um als Ziel genau das zu erreichen was Jula beschrieb. Nämlich eine Projektionsfläche zu erreichen, die einem zurück gibt dass man als das wahrgenommen wird was man selbst auch so fühlt.

Was ist nun richtig? Dass man die Reaktion von außen braucht um endlich an dem Punkt angekommen zu sein an dem man sich wohlfühlt? Oder dass man sich selber wohlfühlen muss, egal wie die anderen einen validieren oder nicht?

Ich glaube es ist irgendwie beides. Ich brauche keine Validierung mehr von wildfremden. Aber was die nahen Freunde und Verwandten angeht, ist es mir sehr, sehr wichtig, dass ich als die Person wahrgenommen werde die ich auch bin. Ich muss dafür aber nicht (mehr) versuchen mich optisch deutlich in die eine oder andere Richtung zu bewegen. Sondern eher mit meiner Authentizität zu zeigen, dass meine jetzige Identität meine tatsächliche Identität ist. Kein "Verkleiden" mehr, sondern ein bewusstes Leben.
So habe ich nach dem ersten Jahr in dem ich mich ausprobiert habe, viele "klare Signale" wieder verworfen. Der BH wurde nicht mehr gestopft, ich habe wieder viel mehr Hosen getragen (vorrangig Jeans). Nichtsdestotrotz schminkte ich mich weiterhin und meine Haare bekamen einen weiblichen Schnitt Farbe. Dennoch habe ich damit gelernt, mir selber viel mehr Raum und Möglichkeiten zu geben, mein Sein auf andere Weise nach Aussen zu kommunizieren. Ich habe wieder viel eher den Fokus darauf gelegt, mich zu fragen "Wer bin ich? Was macht mich aus? Und wie fühle ich mich wohl?" und bewusst davon löste zu sagen "Ich möchte, dass jede_r versteht dass ich jetzt Frau bin."
Auch wenn ich mich diesen Winter dazu entschloss, mich wieder etwas femininer zu präsentieren und wieder mehr Röcke und Stiefel zu tragen. Das mache ich jedoch nicht aus dem Grund heraus, dass ich kommunizieren will "Hey, ich bin Frau". Sondern schlicht weil ich mich gerne so sehe und finde dass mir das steht.

Ich glaube "Passing" heisst nicht, als das andere Geschlecht "durchzugehen", sondern als die Person die man ist gesehen zu werden. Gingen wir nach Definition eins, habe ich kein grottenschlechtes, aber auch kein sonderlich gutes Passing. Nach Definition 2 hingegen, gibt es inzwischen denke ich kaum mehr Zweifel an mir und an der Person Andrea. Die ist zwar manchmal etwas maskuliner, aber sie ist wer sie ist.

Inzwischen möchte ich draußen in der Menge toleriert werden. D.h. untergehen in der Masse und nicht der Blickfang sein. Dass es immer Leute gibt, die mich nicht mögen könnten wegen dem was ich bin und was ich damit auch darstelle, ist klar. Da kann ich kaum erwarten, von allen gemocht zu werden. Aber zumindest sollten sich alle klar sein, dass sie mich in einem demokratischen Land wie diesem aushalten müssen. Dennoch möchte ich, dass ich in der großen Masse nicht groß auffalle, aus der Reihe schlage. (Es sei denn, ich bin auf einer Bühne, aber das ist ein anderes Thema)

Von Leuten die mit mir in Kontakt kommen möchte ich Verständnis und Offenheit bekommen, aber auch die Neugierde haben. Stellen sie Fragen, kann man sie aufklären. Etwas was ich sehr gerne tue und was ich gerade auch im kleinen sehr, sehr wichtig finde. Ich erwarte also im direkten Kontakt durchaus, dass ich nicht GANZ als das wahrgenommen werde, was ich (wenn auch nicht mehr übertrieben) präsentiere. Aber ich erwarte auch, ernst genommen zu werden.

Von meinen Freunden und Verwandten erwarte ich jedoch kein Nachfragen mehr. Sie kennen mich so. Schon seit vielen Jahren. Hier möchte ich ganz klar validiert werden und zweifelsfrei als die behandelt werden, die ich bin. Sie sind mein Halt. Sie helfen mir, mein Sein auch in schwierigen Situationen draußen nicht in Frage zu stellen und damit dafür zu sorgen, dass ich nicht allzu tief falle, wenn ich Diskriminierung erfahre. Indem ich einfach weiss wer hinter mir steht, dass ich liebenswert bin und mich für gar nichts schämen muss.

So habe ich mehrere Stufen an Erwartungen. Einfach weil es auch mehrere Ebenen sind. Von der Menge toleriert, vom einzelnen Fremden ernstgenommen und von den wichtigen Leuten akzeptiert und validiert werden.

Toleranz und auch Akzeptanz erwarte ich aber auch von mir selbst. So merke ich bei mir bspw. Vorbehalte bei Südländern, denen ich mich aber deswegen stelle und mich mit meinem anscheinend vorhandenen internalisierten Rassismus konfrontiere. Es ist nicht schlimm wenn man an sich selber ein Verhalten bemerkt, dass man eigentlich ausschloss. Solange man sich damit auseinandersetzt und versucht, dagegen zu arbeiten. Zu ergründen warum es so ist und wie man die Vorbehalte abbaut.
Ich sehe inzwischen Gemeinsamkeiten bei eingeschränkten Personen, Homo- und Bisexuellen, Asylbewerbern, Ausländern, Menschen mit anderer Religion und anderen stigmatisierten Gruppen und der Gruppe in der ich mich befinde. Wir alle werden aus unterschiedlichen Gründen auf die gleiche Art benachteiligt, stigmatisiert, ausgegrenzt.

Alle Menschen haben Vorbehalte und Vorurteile. Wir sind alle in gewisser Hinsicht intolerant. Der Trick ist nur, sich dessen bewusst zu werden und sich selber dem zu stellen. Vorurteile abzubauen, indem man sich mit den entsprechenden Leuten auseinander setzt. Feststellt, dass die Diskriminierungsmechanismen sich nicht nur ähneln, sondern gleich sind - und dass es nichts bringt selber eine gewisse Freiheit einzufordern, wenn man gleichzeitig die anderer beschneidet.

Egal ob Toleranz oder Akzeptanz - es ist nie eine Einbahnstraße und kann nur funktionieren, wenn man selbst praktiziert was man predigt. Denn wenn ich weiss wie ich gegen meine Vorbehalte angehen kann, habe ich vielleicht auch ein Stückchen mehr an Werkzeug um die Vorbehalte anderer mir gegenüber abzubauen.

Ich versuche es und schaffe das selbstverständlich nicht immer. In manchen Situationen bin ich nicht besser als die, über die ich mich ärgere. Ich bin schließlich keine Heilige und wir sind alle nur Menschen. Aber besser ich schaffe es jedes zweite Mal, als es gar nicht zu versuchen.
« Letzte Änderung: 18. November 2014, 10:12:35 am von Andrea_K » Gespeichert
michelangela
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« Antwort #27 am: 18. November 2014, 12:22:58 pm »

Ein Bild ohne Betrachter verkommt zur bemalten Fläche
So sehe ich das auch.

Ich werd jetzt auf das Wort bemalen nicht anspringen, und setz einfach voraus dass die Geringschätzung die darin im trans-Kontext liegt nicht beabsichtigt ist. Dass die Metapher zu schön war, um ungenutzt zu bleiben.

Ich hab da oft drüber nachgedacht. Die ganzen Jahre.

Selbst wenn ich als Astronaut alleine in einem Raumschiff wäre. Ich würde irgendwelche Overalls oder Jogginganzüge tragen. Niemand sieht mich... selbst dann wäre es mir nicht egal. (nackt alleine auf der Insel ist mir zu kretürlich unsicher und da werden mir auch meine körperlichen Defizite zu sehr bewusst. Aber die Aussage wäre die gleiche.)

Als ich damals den Cogiati Test machte, da gabs ja diese Frage, als was ich begraben werden will - oder so ähnlich. Damals dachte ich noch, dann sei es doch egal, sieht ja eh keiner. Und ich merks auch nimmer. Das stimmt nicht mehr. Und wenn ich mal im dunklen Raum an der Herz-Lungen Maschine dahinpiepse... auch dann ist es nicht egal.  Ich will jetzt wissen dass ich dann Frau (gewesen) sein werde.

Ich hab auch Phasen wo ich Anerkennung, positive Verstärkung brauche. Dann will ich den Wind in den Haaren spüren. Dann leg ich besonders Wert aufs Äussere und geh aus, such die Herausforderung des Blicks anderer. Jetzt. guggt. mal. Jetzt. schluckt. mal. Aber das ist ein Topping. Ein Sahnehäubchen. Luxus. Mir legt da eh keiner Palmzweige vor die Füße.
« Letzte Änderung: 18. November 2014, 12:45:19 pm von michelangela » Gespeichert
michelangela
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« Antwort #28 am: 18. November 2014, 12:43:26 pm »

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Beate
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Geo Girl


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« Antwort #29 am: 18. November 2014, 13:26:41 pm »

Ein Bild ohne Betrachter verkommt zur bemalten Fläche

Nur dass ich ungern an der Wand hänge und mich bestaunen lasse. Oder gar nur Räume dekoriere ...

Den größeren Teil meiner Zeit verbringe ich doch für mich selbst, und ich muss zuallererst mal mit mir selbst im reinen sein. Besonders in der Zeit, in der ich voraussichtlich alt und einsam sein werde.
« Letzte Änderung: 18. November 2014, 13:28:20 pm von Beate » Gespeichert

Viele liebe Grüße

Beate
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