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Autor Thema: Wie und wo anfangen?  (Gelesen 17307 mal)
michelangela
Gast

« Antwort #45 am: 04. November 2014, 11:30:08 am »


*) Soweit ich weiß, "dürfen" das nur Psychiater, d.h. approbierte Fachärzte, Psychologen und Psychotherapeuten hingegen nicht.


Medizinische Gutachten und Diagnosen erstellen, owie Behandlungen anordnen und Rezepte ausstellen dürfen nur Ärzte, also in diesem Kontext Fachärzte für Psychotherapie, die dann auch Fachärzte für Endokrinologie und Humangenetik zuziehen, um eine Hormonstörung, bzw. Klinefelter auszuschließen. Es gibt wohl eine Ausnahme, klinische Psychologen haben da eine Sonderstellung.

Die Berufsbezeichnungen Psychologe und Therapeut sind nicht geschützt. Jeder darf das an sein Türschild schreiben. Die Ausbildungen sind auch nicht genormt, da gibts alles, vom promovierten Psychologen von der Uni, bis zur Landschaftsgärtnerin mit Abendkurs.

Es gibt ein geflügeltes Wort, jeder Facharzt für Psychotherapie habe selber eine deutliche Macke, sonst hätte er sich nicht für dieses Fach entschieden. Legendär sind die Geschichten über einen Gutachter aus München, der sich sehr für die Rocklänge, die optische Erscheinung und das Fotografieren von Transfrauen für wissenschaftliche Zwecke interessierte. Wer damit zurecht kam, hatte es leichter. Er praktiziert nicht mehr, begutachtet aber immer noch fürs Amtsgericht.

Das TSG bezieht sich aufschließlich auf körperlich gesunde Menschen, die vom Geburtsgeschlecht in das jeweils andere wechseln möchten, daher muss der Gutachter - ein zugelassener Facharzt - auch untersuchen, ob mensch vor den Maßnahmen aller Art im Geburtsgeschlecht der körperlichen Norm entsprach, um eben auch die Anwendbarkeit des Gesetzes nachzuweisen.
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« Antwort #46 am: 04. November 2014, 15:08:47 pm »

Danke, das war mal ausführlich und macht den Eindruck, daß es auch stimmt.
Ist Dr. Kurt Seikowski, Leipzig eigentl Facharzt? Gutachten für Amtsgericht machen darf der nämlich. Aber ich dachte immer, der sei Dr. phil (und nicht Dr. med) und Privatdozent (Kurzbezeichnung des Titels: PD), für was auch immer.

Er hat im Gegensatz zu seiner Kollegin (auch in Leipzig) allerdings keine körperliche Untersuchung gemacht. Dafür hat er ungefragt - allerdings freundlicherweise ohne zusätzliche Kostenberechnung - gleich ein zweites Gutachten mitgeschickt, in dem zusätzlich noch der Satz drinstand, daß eine OP mit geschlechtsangleichenden Maßnahmen bei mir dringend angezeigt ist. Mal sehen, ob dies noch zu gebrauchen ist, wenn ich mal dazu entschließen sollte, doch noch etwas rumschnippeln zu lassen. Ist ja schließlich mittlerweile schon über 5 Jahre alt. Zumindest die Dringlichkeit von operativen Maßnahmen hat er höher eingeschätzt als ich selber.


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« Antwort #47 am: 04. November 2014, 18:03:35 pm »

Na, aber Du hast doch eine Begründung, warum das trotz aller Dringlichkeit nicht gehen konnte. Und ich geh mal davon aus, dass Dein Umgang damit, den ich als recht pragmatischn empfinde, auch eine Rückwirkung auf die Dringlichkeit gehabt haben könnte.
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Viele liebe Grüße

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« Antwort #48 am: 04. November 2014, 19:05:50 pm »

Na, aber Du hast doch eine Begründung, warum das trotz aller Dringlichkeit nicht gehen konnte. Und ich geh mal davon aus, dass Dein Umgang damit, den ich als recht pragmatischn empfinde, auch eine Rückwirkung auf die Dringlichkeit gehabt haben könnte.


Klar hab ich die. Und den zweiten Satz hab ich möglicherweise nicht ganz verstanden. Meinst du damit, daß die erzwungenermaßen lange Zeit um darüber nachzudenken, und die Erkenntnis, daß ich vlt auch doch ohne OP ganz gut leben kann, für mich die Dringlichkeit einer solchen OP im Laufe der Zeit zunehmend in Frage gestellt haben könnte? Falls ich das jetzt so richtig verstanden habe, dann kann ich das durchaus bestätigen. Und mit zunehmendem Alter und zunehmender Verschlechterung der Gesundheit könnte sich das womöglich noch weiter relativieren.

Wenn ich jemals noch eine solche OP machen lasse, dann brauch ich jedenfalls sowieso keinen Psychologen dazu. Wenn ich das brauche und haben will, dann wird das gemacht - egal in welchem Land, so es denn in deutschen Schlachthöfen keiner machen will. Wenn ich aber ein noch brauchbares Gutachten von einem Psycho in der Tasche habe ohne sinnlose Extrakosten, könnte das vlt mal den einen oder anderen Umweg ersparen. Drum meine Fragestellung.


Aber wir kommen langsam wieder mal von Saschas Thema ab. Ich hoffe, sie kann aus solchen für sie möglicherweise recht randständigen Fragesstellungen und Erörterungen doch den einen oder anderen Nutzen auch für sich selber ziehen.


liebe grüße
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« Antwort #49 am: 04. November 2014, 19:06:41 pm »

Ich glaube einen so netten und informativen Vorstellungsthread hatte längst nicht jede-r. Darum freue ich mich mal ohne Einsatz erbracht zu haben.

Liebe Grüße
Dany
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michelangela
Gast

« Antwort #50 am: 04. November 2014, 21:00:22 pm »


Ist Dr. Kurt Seikowski, Leipzig eigentl Facharzt? Gutachten für Amtsgericht machen darf der nämlich. Aber ich dachte immer, der sei Dr. phil (und nicht Dr. med) und Privatdozent (Kurzbezeichnung des Titels: PD), für was auch immer.


beides! 

Suche bei (zur Abwechslung Yahoo) liefert erstes Link Dr.med. zweites Link einen Lebenslauf eines der Vorstände der Gesellschaft für Sexualwissenschaft e.V. "Studium der Medizinischen Psychologie und der Philosophie" Kann durchaus sein das er einen Doktor in Philosophie gemacht hat (den ich anspruchsvoller finde als den in Medizin). Dr.med. musst als Facharzt oder Gutachter nicht sein.
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