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Autor Thema: Ich geh anschaffen für eine Party  (Gelesen 6834 mal)
Danyelle
Gast

« Antwort #30 am: 18. Juli 2007, 16:05:20 pm »

Ich Rauche gelegentlich Cannabis.
nun Hanf ist zwar schon lange in gebrauch als Nutzpflanze aber die Älteste Pflanze der Welt isses nich ...
und wenn, dann vetrrage ich vor allem das rauchen an sich nicht besonders gut ...was Du rauchst ist mir dabei herzlich egal
Ich habe mich vertan es ist das Älteste Heilmittel unserer Erde laut http://www.welt.de/wissenschaft/article86294/Cannabis_-_mehr_als_nur_ein_Joint.html
Du fragtest was für ein Kraut ich Rauche , ich gab dir eine Antwort ! ;-)
« Letzte Änderung: 18. Juli 2007, 16:10:56 pm von Danyelle » Gespeichert
Monika Moretti
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Beiträge: 299


Ein Engel im Schlafzimmer, eine Hure in der Küche

Monika_Moretti
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Ignorieren
« Antwort #31 am: 18. Juli 2007, 16:29:03 pm »

ok, wenn wir hier beim Thema Kräuter räuchern gelandet sind, dann kann ich ja mal ein bissl was dazu beisteuern, auch wenn es nicht auf meinem Mist gewachsen ist.

PS: lieber Admin:
sollte es zu sehr off topic sein, dann verschieb´s einfach..  aber ich fand den Text so geil....    Grin


Sex & Drogen (frei nach Walter Moers)

Kokain, auch Fickpuder genannt, gilt als die Gesellschaftsdroge
Nr. 1. Sie suggeriert dem Konsumenten, ein extrem gutaussehender,
höchst eloquenter Nobelpreisträger mit der sexuellen
Anziehungskraft eines schwarzen Loches zu sein. Auf jemanden,
der kein Kokain genommen hat, wirkt das eher wie ein exkommunizierter
Trappistenmönch, der weiße Puderreste an den Nasenlöchern
hat und sich um Kopf und Kragen quasselt.


Kokain steigert das Mitteilungsbedürfnis, lähmt aber
in gleichem Maße die Selbstkritik, was dazu führt, dass
man jeden chemischen Kurzschluss im Kleinhirn für bares
Geld hält und meint, dass er umgehend einer breiteren Öffentlichkeit
vermittelt werden muss. Kokaingenuss ist die Hauptursache
für Rap-Lyrik, Performances und die Gesamtwerke von Rainer
Werner Fassbinder und Hermann Göring.


Für den Kokaingenuss in der Öffentlichkeit gelten ganz
besondere Umgangsformen. So sollten Sie es vermeiden,
wenn Sie sich auf einer wilden Party mit anderen Kokainisten
befinden, dort eine ein Meter lange Koksstraße auf den
Tisch zu legen und zu verkünden: "Die iss jetzt janz
für mich allein!"


Gehen Sie lieber aufs Klo. Aber auch dabei ist Vorsicht
geboten! Sie können nicht 15 Minuten lang die einzige Toilette
des Hauses blockieren, dabei Geräusche wie ein Industriestaubsauger
machen und glauben, Sie kämen ungeschoren davon. Führen
Sie deshalb immer einige Briefchen mit ungelöschtem Kalk
mit sich, die Sie nachher großzügig an Ihre Freunde verteilen
können.


Sex auf Kokain ist in der Tat eine Angelegenheit höherer
Vergnügungsordnung. Dazu nur eines: Falls Sie jemals
das Gerücht gehört haben, dass ein männliches Glied durch
Kokaingenuss so hart werden kann, dass man damit einen
gefrorenen Acker umpflügen kann: das stimmt!


LSD ist definitiv keine Gesellschaftsdroge. Menschen
unter Wirkung von LSD neigen zu Introvertiertheit, Absenzen,
trinken wenig Alkohol und spielen ungern Skat. Sie sind
vielmehr mit universellen Fragen und existenzphilosophischen
Problemen oberster Ordnung beschäftigt, dabei lässt
sich nun mal schlecht kegeln.


Unter LSD sollte man auch sportliche Aktivitäten wie Völkerball
oder Formationstanz meiden und sich außerdem von öffentlichen
Auftritten fernhalten (Büttenreden, Kanzelpredigten).
Seien Sie unter der Wirkung dieser Droge auf alles gefasst!
Von kleinen singenden Männern, die auf ihrem Kopf eine
Kathedrale errichten, sollten Sie sich nicht irritieren
lassen. Und wenn Sie in den Spiegel sehen und dort Charles
Manson erblicken, schenken Sie dem einfach keine Beachtung.
Sie sind nur auf dem »Horror«. Das geht vorbei, in zirka
10 bis 48 Stunden. Entspannen Sie sich! Legen Sie einfach
eine Platte auf und »fühlen« Sie ein bisschen Musik. Das
geht, auf LSD geht alles. Fühlen Sie, wie die Harmonien
Ihren Körper umspülen, durch Ihre Gehörgänge in Ihr Gehirn
kriechen und sich dort in kleine fette Würmer mit dem Gesicht
von Charles Manson verwandeln, denn Sie sind ja immer noch
auf »Horror«. Dagegen helfen kalte, zuckerhaltige Getränke.
Trinken Sie ein Glas Limonade und spüren Sie dabei, dass
Sie fünf Lippen haben. Das bringt Sie ganz schön auf »Horror«,
was? Lassen Sie ein paar andere LSD-Konsumenten an Ihren
paranoiden Wahnvorstellungen teilhaben, das geht ganz
leicht.


Erzeugen Sie irritierende Geräusche (etwa mit dem Fingernagel
unter der Tischplatte), murmeln Sie mit verstellter Stimme
Sätze bedrohlichen Inhalts, stellen Sie sich doof, wenn
man Sie fragt, ob Sie etwas gehört hätten. Oder schildern
Sie einfach Ihre eigenen Halluzinationen und erzählen
Sie von Ihrem »Kumpel«, der vom »gleichen Stoff« dermaßen
draufgekommen ist, dass er jetzt in einer Gummizelle die
Spinnen an der Wand zählt. Das genügt manchmal schon, um
einen eben sich noch im Einklang mit dem Universum befindlichen
LSD-Astronauten in ein kreischendes Nervenbündel zu
verwandeln.


Wenn Sie Wert darauf legen sollten, sich einmal zu fühlen
wie der Hauptdarsteller in einem Hieronymus-Bosch-Gemälde,
dann brauen Sie sich einfach einen Stechapfeltee. Diese
nicht zu unterschätzende Naturdroge wächst in jedem besseren
deutschen Gehölz und fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz!
Vorsicht allerdings bei der Dosierung! Es gilt die Faustregel:
Wenn ungefähr eine Stunde nach Einnahme der Droge die gesamte
Belegschaft der »Versuchung des heiligen Antonius« auf
einen Sprung vorbeikommt, war die Dosierung richtig;
wenn Sie mit Schaum vor dem Mund an eine Tragbahre geschnallt
zum Notarztwagen getragen werden, zu hoch. In beiden Fällen
werden Sie eine interessante Zeit haben - wenn Sie es interessant
finden zu wissen, wie sich ein klinischer Paranoiker auf
der Höhe eines schizoiden Schubes fühlt. Die schlimmsten
Halluzinationen klingen schon nach einigen Tagen ab.


Die mildesten Ergebnisse erzielen Sie mit Champignons,
die wildesten mit Fliegenpilzen. Etwa in der Mitte liegen
die Psilozybin -Pilze, kleine unscheinbare Gesellen
mit manchmal magischer Wirkung. Doch keine Angst - wenn
LSD der Porsche unter den Bewusstseins erweiternden Drogen
ist, dann ist Psilozybin das Fahrrad. Das bedeutet, die
Grenzen der Wahrnehmung werden nie so drastisch erweitert,
dass man glaubt, man habe fünf Lippen - drei Lippen sind
das Höchste.


Falls Sie die Pilze richtig dosiert haben, werden sie bald
eine nie gekannte Liebe für alle Lebensformen spüren:
für Menschen, für Tiere, für Pflanzen und besonders für
Pilze.


XTC wirkt ungefähr so wie alle bekannten Rauschdrogen
zusammen, entsprechend wird es auch hergestellt: Man
schüttet zu gleichen Anteilen Heroin, Koks, Benzedrin,
LSD und eine Flasche Southern Comfort in einen Eimer, dann
wird kräftig gerührt. Ähnlich umfassend ist auch der Kater:
Sie können noch nach 3 Tagen Ihre Leber brummen hören.


XTC bringt die Hurra-Atome im Gehirn zur Schwingung. Man
entwickelt Allmachtsphantasien und hält sich für das
Zentralsexualorgan des Universums. Nehmen Sie XTC nur
in Gesellschaft möglichst vieler Sexualpartner ein,
das Geschlecht oder die Tierart spielt dabei keine Rolle.


Sollten Sie den Fehler gemacht haben, die Droge alleine
eingenommen zu haben, gibt es nur eine Empfehlung: Ziehen
Sie sich nackt aus, laufen Sie in den Park, und vögeln sie
einen Baum.


Haschisch ist keine Droge, sondern ein homöopathisches
Mittel, das einer Dämonisierungskampagne zum Opfer gefallen
ist. Unter Haschischeinfluss dehnt sich das Raum-Zeit-Kontinuum
um 500 Prozent, d. h., man kann bei konsequentem Haschischkonsum
400 Jahre alt werden, mehr als bei jeder anderen Droge.


Sind Sie lebensmüde, aber zu feige zum Sterben? Dann dürfte
Heroin genau das richtige für Sie sein. Ein Heroinkick
gibt Ihnen all die Liebe, die Sie von Ihrer Stiefmutter
nicht bekommen haben. Das ist wie während eines multiplen
Orgasmussees zu erfahren, dass man den Nobelpreis verliehen
bekommt. Sie müssen als Gegenleistung nur gelegentlich
ein paar gelähmte alte Damen niederstrecken und ausrauben
oder Ihr Geschlecht in einer übelbeleumdeten Bahnhofsgegend
einer Meute von Randexistenzen feilbieten.


Wenn Ihnen das zu anstrengend ist, können Sie ja ein paar
Heroinverherrlichungsschallplatten aufnehmen, die
gehen immer wie geschnitten Brot. Reich, fett und nach
einer Frischzellenkur von der Droge geheilt, können Sie
dann eine Heroinverdammungsschallplatte aufnehmen,
die laufen noch besser und werden kostenlos vom Gesundheitsministerium
mit farbigen Broschüren unterstützt.


Crack-Atome gelten als die Roten Khmer unter den Drogenmolekülen:
Sie dringen überfallartig ins Gehirn ein und killen dort
alles, was sich bewegt. Das überträgt sich auf den Konsumenten:
Man möchte am liebsten irgendwo eindringen und dort alles
killen, was sich bewegt.


Typische Chinesendroge, konnte sich auf dem internationalen
Markt nie richtig durchsetzen, genau wie Hundeessen,
Studentenmassaker und Mao Tse-tung.


Alkoholiker sind die Handwerker unter den Drogenabhängigen.
Der Alkoholrausch ist der einzige Rausch, den man schichtweise
hochziehen kann wie eine Backsteinmauer. Einmal errichtet,
bildet er einen soliden Schutzwall gegen das Elend der
Welt, gegen Schmerz, Not und Frauenblusen mit Männernamen.
Alkohol beseitigt außerdem nicht nur unnötige Hemmungen
und moralische Bedenken, er schränkt auch noch die Schuldfähigkeit
ein: Schlachten Sie ruhig Ihre ganze Familie mit dem Schlagbohrer
ab, häuten Sie einen Polizisten mit einem Käsehobel oder
zünden Sie ein Asylantenheim an - aber genehmigen Sie sich
vorher um Gottes Willen eine Flasche Reisschnaps, dann
kommen Sie mit ein paar Monaten auf Bewährung davon.


Für Valium, Captagon, Valeron, Codein und ähnliche pharmazeutische
Erzeugnisse gilt, was für alle halbwegs legal erwerbbaren
Drogen gilt: Finger weg, das ist was für Spießer. Wie kann
etwas Spaß machen, das der Hausarzt verschreibt? Es sei
denn, Sie klauen die Pillen. Das ist dann wieder cool.


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« Antwort #32 am: 18. Juli 2007, 20:25:18 pm »

Wer solche geilen Texte schreibt, der wir uns bestimmt nicht wegen kleinlichem Rechtsklimbim anmeiern!

Danke, Monika, für diese Perle der informativen Texte!
Wund-der-bar!

(Jetzt hat dieser Thread für mich schon das zweite Highlight gebracht! Das erste war übrigens, dass mir wertvolle Interpretationshilfe für Danyelles Postings zu teil wurde: einfach annehmen, die Autorin hatte grad alle Klüsen dicht!)
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"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
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« Antwort #33 am: 08. August 2007, 22:36:37 pm »

wie ist denn die party nun gelaufen???
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Danyelle
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« Antwort #34 am: 08. August 2007, 22:41:03 pm »

wie ist denn die party nun gelaufen???
http://www.transgender-forum.com/eindruecke-von-der-grossen-transgender-sommer-party-2007-in-karlsruhe-t1553.0.html
Leider sind die ganzen Bilder von Stanze wegen eines hacks verschwunden .  Angry
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« Antwort #35 am: 08. August 2007, 22:53:25 pm »

das ist blöd, hätte die so gerne auch gesehen Angry
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Danyelle
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« Antwort #36 am: 08. August 2007, 22:54:25 pm »

das ist blöd, hätte die so gerne auch gesehen Angry
Ich denke Konstanze kümmert sich die tage drum , wenn der Schock verdaut ist.
Echt eine sauerei sowas.  Angry
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TransgenderDany
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« Antwort #37 am: 18. März 2017, 15:29:13 pm »

Das waren noch Zeiten, schööön!  Grin

Hoffe ihr hattet auch so viele und ereignisreiche Erlebnisse, ich würde ihnen furchtbar gerne aufmerksam zu lauschen.
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Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine
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