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Autor Thema: Sandalen-Etikette: Mit Nylons oder ohne?  (Gelesen 3216 mal)
Beate
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Geo Girl


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« am: 20. Juni 2007, 00:32:18 »

Gerade bin ich über eine weltbewegende und schwierige Frage gestolpert: das Tragen von Strümpfen in Schuhen, die vorne offen sind.

Was gehört sich, was nicht, was ist ok, total out oder voll daneben? Wie handhabt Ihr das? Mit mit oder mit ohne?
Gibt es womöglich eine Abhängigkeit von der Größe der Öffnung vorne? Und welche Gesetzmäßigkeit müßte dahinterstehen?

Sagt uns womöglich Herr Knigge etwas dazu?
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Viele liebe Grüße

Beate
Roxanne
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« Antwort #1 am: 20. Juni 2007, 06:50:39 »

Zuerst zwei Regeln aus dem konservativen Regelwerk:

1) Eine Dame trägt immer Strümpfe - ausser zu Badekleidung oder unter´m Nachthemd.... Roll Eyes
2) Bei der gehobenen Bürokleidung (Kostüm/Hosenzug) trägt man geschlossene Schuhe, nie Sandalen.

Wenn Sandalen oder "PeepToes" angebracht sind (Gartenparty oder die Promenade im Sommer, aber nie beim Pferderennen  Wink ) trägt man Strümpfe ohne verstärkten Zehen-/Fersenbereich. Aus der Schuhspitze oder am Hacken darf nicht verstärktes Gewebe auffällig rausgucken. Das ist genauso ein Faux-pas, wie zu kurze Socken beim Mann, die Bein zeigen, wenn er sich hinsetzt.

Also: Kauf die Strümpfe ohne Fersen-/Spitzenverstärkung. Die Lebensdauer wird beschränkt sein.
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julia_angelina
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« Antwort #2 am: 20. Juni 2007, 07:55:15 »

Zuerst zwei Regeln aus dem konservativen Regelwerk:

1) Eine Dame trägt immer Strümpfe - ausser zu Badekleidung oder unter´m Nachthemd.... Roll Eyes
2) Bei der gehobenen Bürokleidung (Kostüm/Hosenzug) trägt man geschlossene Schuhe, nie Sandalen.

Wenn Sandalen oder "PeepToes" angebracht sind (Gartenparty oder die Promenade im Sommer, aber nie beim Pferderennen  Wink ) trägt man Strümpfe ohne verstärkten Zehen-/Fersenbereich. Aus der Schuhspitze oder am Hacken darf nicht verstärktes Gewebe auffällig rausgucken. Das ist genauso ein Faux-pas, wie zu kurze Socken beim Mann, die Bein zeigen, wenn er sich hinsetzt.

Also: Kauf die Strümpfe ohne Fersen-/Spitzenverstärkung. Die Lebensdauer wird beschränkt sein.

Stimmt, habe ich auch im Knigge gelesen, so wie Mann im Sommer auch immer langes Hemd trägt. Schwitz....
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Jennifer Anson
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« Antwort #3 am: 20. Juni 2007, 08:19:03 »

Und wie sieht das mit den Kniestrümpfen aus ?

Die kannman ja eigentlich nur zur Hose tragen oder? Also ich habe mal eine gesehen die ein Kleid trug mit so knielangen Seidenstrümpfen und ich kann nur sagen *brrrrrrrrr* Mir liefs klat den Rücken runter.

Aber wie ist das offiziel?
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Roxanne
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« Antwort #4 am: 20. Juni 2007, 08:19:40 »

..., so wie Mann im Sommer auch immer langes Hemd trägt. Schwitz....

Die Ärmel dürfen bei Wärme hochgekrempelt werden. Kurzärmliges Hemd mit Krawatte sieht man zwar immer öfter, gilt aber als "schlecht gekleidet". Gibt ja sogar Menschen(?) die in Badelatschen (sogenannten "Flippflopps") in´s Büro kommen. Wer nicht gerade Bademeister ist, muß riskieren nach Hause geschickt zu werden, um sich anzuziehen.  Roll Eyes
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Roxanne
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« Antwort #5 am: 20. Juni 2007, 08:21:53 »

Und wie sieht das mit den Kniestrümpfen aus ?

Die kann man ja eigentlich nur zur Hose tragen oder? Also ich habe mal eine gesehen die ein Kleid trug mit so knielangen Seidenstrümpfen und ich kann nur sagen *brrrrrrrrr* Mir liefs klat den Rücken runter.

Aber wie ist das offiziel?

Du hast dir die Antwort selbst gegeben. Nur zu langen Hosen, wo der Rand auch nicht beim Hinsetzen zu sehen ist. Zu Röcken oder Kleidern absolut unmöglich! Proletenniveau.

EDIT: Mich wundert, daß noch keine Nachfrage zu XXX kam....na, mal abwarten  Wink
« Letzte Änderung: 20. Juni 2007, 08:24:54 von Roxanne » Gespeichert

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Jennifer Anson
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« Antwort #6 am: 20. Juni 2007, 08:26:13 »

Also diesen FlipFlop Trend finde ich sowieso unmöglich ... Am Strand oder im Bad sind sie ja OK, aber ansonsten finde ich diese ja nur billig. Besonders, weil diese weichen Schuhe auf dem rauhen und harten Teerboden sehr schnell abgelaufen und ungepflegt aussehen.

EDIT:
Und ja, ich habe mir zwar die Antwort schon selbst gegeben, aber Frau möchte ja doch lieber auf Nummer sicher gehen. Und da hol ich mir dann schon Tipps von LEuten die es wissen ..... THX

2nd EDIT:
Zu XXX Huh
« Letzte Änderung: 20. Juni 2007, 08:30:08 von Jennifer Anson » Gespeichert

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Konstanze
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« Antwort #7 am: 20. Juni 2007, 10:14:46 »

Och je Knigge,

ist nach meiner Ansicht ein hilfestellendes, konservatives Regelwerk, für Leute die unsicher sind, ohne eigenen Stil sind und in der Regel nicht auffallen wollen.

Ich hatte mal ne Freundin, die sehr gerne Kniestrümpfe trug, dazu ein wadenlanges Kleid (am liebesten von Ghost) und halboffenene Mädi Docs. Dazu rauchte sie Zigarillos, die sie vorm anzünden genussvoll von beiden Seiten ablutschte. Für Knigge ne Katastrophe, es hatte jedoch einen eigenen Stil und ich fands toll.

Meine beste Freundin, die Künstlerin Anke Hellmich würde mit ihre kurzen Kleidern und wild gemusterten Strümpfen, die sie Sommer wie Winter trägt, bei Knigge durchfallen.

Auch meine liebe Q zelebriert ihren eigenen Stil. Bestimmt nicht Knigge kompatibel, aber ich liebe ihn! (und sie   Kiss)

Ich selbst besitze als Mann weder Hemd noch Krawatte, sowas brauch ich weder für Geschäftstreffen, noch habs ich für meine Hochzeit gebraucht.

Individualität und Ausstrahlung ist mir wesentliche wichtiger als gesellschaftlicher Einheits Zwang.

Zur eigentlichen Frage.

Es gibt ein paar triviale nonos, wie Tennissocken zu Schlappen.

Strümpfe bei vorne offenen Schuhe: wie frau will und wies zum Rest der Kleidung und zu sich selbst passt.
sowas lässt sich nicht pauschal sagen. Aber auf jeden Fall werd ich am Samstag auch Kniestrümpfe tragen Tongue
« Letzte Änderung: 20. Juni 2007, 10:19:07 von Konstanze » Gespeichert

Jennifer Anson
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« Antwort #8 am: 20. Juni 2007, 10:20:40 »

Das ist was ich von Dir hören wollte Konstanze ....

Bin schon mächtig gespannt auf Dich. :-)
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laura
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« Antwort #9 am: 20. Juni 2007, 10:28:23 »

... und für die, die lieber auf Pfaden wie Roxanne wandeln wollen, lohnt vielleicht ein Blick auf http://www.zeit.de/leben/geschmacksfragen/index

(Die hier gestellte Frage bleibt dort allerdings unbeantwortet.)
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Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Roxanne
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« Antwort #10 am: 20. Juni 2007, 10:29:21 »

Individualität und Ausstrahlung ist mir wesentliche wichtiger als gesellschaftlicher Einheits Zwang.

Sich bewußt gegen gesellschaftliche Konventionen zu stellen, ist natürlich ein ganz anderes Kapitel.
Wer einflußreich, unabhängig und selbstbewußt genug ist, einen "eigenen Stil" zu haben, ihn evtl. sogar zu verbreiten, kann so gut wie alles machen. Aber Vorsicht: so etwas ist immer eine Gratwanderung. So manche(r) Prominente(r), der/die schlechte Kleidung mit "eigenem Stil" begründet hat, ist dafür nicht bewundert, sondern bestenfalls eher mitleidig belächelt worden.  Roll Eyes
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Konstanze
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« Antwort #11 am: 20. Juni 2007, 10:55:21 »

Sich bewußt gegen gesellschaftliche Konventionen zu stellen, ..

ich seh das eher als sich bewust zu sich zu bekennen


Zitat
... sondern bestenfalls eher mitleidig belächelt worden. 

kennen wir das als Transen nicht alle?
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mascha
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« Antwort #12 am: 20. Juni 2007, 11:04:42 »

... und für die, die lieber auf Pfaden wie Roxanne wandeln wollen, lohnt vielleicht ein Blick auf http://www.zeit.de/leben/geschmacksfragen/index

(Die hier gestellte Frage bleibt dort allerdings unbeantwortet.)
Eine andere wird dafür allerdings recht amusant beantwortet:
Zitat
»Ich komme als Verkäuferin immer wieder in Verlegenheit, wenn ich transsexuelle Männer bedienen soll. Welche direkte Anrede halten Sie hier für angemessen?«
fragt Petra Herrmann, Köln

Das ist ja mal interessant. Wo arbeiten Sie denn? Ich beispielsweise sehe nie transsexuelle Männer, oder sie fallen mir nicht als solche auf. Doch auch dann würde ich sie als Frauen anreden, wenn Sie denn wirklich »transsexuell« meinten und nicht »transvestit«. Das sind unterschiedliche Fälle. Der transsexuelle Mann fühlt sich in jeder Hinsicht als Frau. Warum sollte ihm also jemand den Tort antun, die männliche Anrede zu verwenden? Der Transvestit hingegen nimmt sich als Mann wahr, findet es allerdings erregend, als Frau aufzutreten. Doch um ihm einen Gefallen zu tun, würde ich ihm ebenfalls mit weiblicher Anrede begegnen. Tun Sie es doch auch, es kostet Sie allenfalls ein Lächeln.

Ihr Gero von Randow
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Hier wache ich, WUFF.
Jennifer Anson
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« Antwort #13 am: 20. Juni 2007, 11:45:51 »

@Konstanze
Also ich finde Du hast schon recht, dass das etwas mit sich bewußt zu etwas zu bekennen zu tun hat und der Welt zeigen soll, hallo hier bin ich und so bin ich. Ich bewundere Leute die dazu genügend Selbstvertrauen haben.

Bei mir aber, mal abgesehen vom Selbstvertrauen, war es schon immer so, dass ich auch als Mann gerne Anzug und Krawatte getragen habe. Eventuell eine Mischung aus, der Gesellschft gefallen zu wollen, aber sicherlich auch, weil mir die Kleidung gefällt.

Ich sag immer jede nach ihren Wünschen.
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Cyrano
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« Antwort #14 am: 20. Juni 2007, 12:19:52 »

Och je Knigge,

ist nach meiner Ansicht ein hilfestellendes, konservatives Regelwerk, für Leute die unsicher sind, ohne eigenen Stil sind und in der Regel nicht auffallen wollen.

Das sehe ich etwas anders.

Eine angepasste Kleidung ist in meinen Augen nicht ein Ausdruck von Spießigkeit, sondern hat etwas mit Respekt zu tun. Alle Unternehmensberater in den großen Gesellschaften tragen den gleichen Anzug, die gleiche Krawatte, gar die selbe Frisur. Ich betrachte das als Zeichen dafür, dass man sich den Regeln unterwirft.

Ich bin immer dagegen, wenn Leute sich Sonderrechte herausnehmen, die anderen nicht zugestanden werden. Dazu gehört auch, gegen Kleiderordnungen zu verstoßen. Es hat ja gar keinen Sinn, dass jeder Banker einen Schlips trägt, außer eben, dass er sich als Teil des Systems betrachtet. Wer das nicht zu dokumentieren bereit ist, hat seinen Beruf verfehlt.

In der Freizeit sieht das alles ganz anders aus. Hier gibt es keine Regeln. Hier hat - so sehe ich es - jeder alle Freiheiten. Da gelten die Sonderrechte für alle!

Noch einmal deutlich: Wer ohne angemessene Kleidung heiratet, der bringt seinen mangelden Respekt vor der Institution Ehe damit zum Ausdruck, vielleicht sogar vor seiner Partnerin (es sei denn, sie macht den Zirkus auch mit). Er sollte es lieber ganz lassen.

Individualität und eigener Stil ist prima. Dies erfordert aber auch den Weitblick beurteilen zu können, wann Anpassung Not tut. Provokation um ihrer selbst willen ist dumm. Verzicht auf Anpassung, nur um zu demonstrieren, dass man sich nicht unterwerfen lässt, stellt sich bewusst außerhalb der Gemeinschaft. Wenn man das will, dann soll man aber bitte auch auf alle Gemeinsamkeiten der Gesellschaft verzichten - wie etwa die Benutzung von Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern oder der Feuerwehr. Nein, wer die Vorteile einer Gemeinschaft nutzen will, hat sich auch ihren Regeln zu fügen! Alles andere zeigt mir, dass man sich - und der Umwelt - beweisen muss, wie selbstbestimmt man ist. Meist ist genau das Gegenteil tatsächlich der Fall.

Cyrano,
gar nicht so konservativ wie dies klingt, aber ein Gegner von Sonderrechten
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