Soeben auf br-online entdeckt:
Die Vermessung der FrauDer weibliche Körper ist seit jeher Objekt der Begierde und der Begehrlichkeiten. Was ist schön - und gefällt Männern? Groß und schlank oder rund und klein? Wissenschaftler der Uni Regensburg haben nun eine Formel entwickelt, mit der man angeblich die Attraktivität jedes Frauenkörpers messen kann. Vorgestellt haben sie ihre Erkenntnisse auf einem Kongress von Schönheitschirurgen.
Um die Kant'sche Definition von Geschmack als "interesselosem Wohlgefallen" ging es hier nicht: Die Regensburger Forscher stellten ihre Studie "Die Formel für eine schöne Frauenfigur" diese Woche beim "Weltkongress der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen" in Berlin vor. Dort diskutieren mehr als 3.000 Fachärzte aus 93 Ländern über aktuelle Entwicklungen ihres Fachgebietes. Und wetzen derweil die Messer. Denn die Nachfrage ist groß - wenn die Natur "versagt" hat, hilft immer öfter der Schönheitschirurg.
Der perfekte BodyDie Annäherung an den perfekten Frauenbody - dafür mussten sich die Regensburger Psychologen zunächst überlegen, welche Faktoren in ihre Berechnung "Die Formel für eine schöne Frauenfigur" einfließen sollten: "Die Formel setzt das Gewicht, die Taillen- und die Hüftbreite sowie die Beinlänge und die Oberweite miteinander ins Verhältnis", so der Leiter der Studie, der Psychologe Martin Gründl vom Lehrstuhl für Experimentelle und Angewandte Psychologie der Universität Regensburg. Seit Mai vergangenen Jahres sind er und seine Kollegen damit beschäftigt, Daten für ihre Studie zu sammeln - überwiegend per Fragebogen im Internet.
Vom Durchschnitt zum "goldenen Schnitt"Die Auswertung der Untersuchung zeigt ein nach Auffassung der Forscher überraschendes Ergebnis: Die meisten Menschen finden Frauen am schönsten, die besonders lange Beine, einen mittleren oder großen Busen und eine schmale Taille haben. Frühere Untersuchungen hinsichtlich der "perfekten Frauenfigur" liefen eher auf die Parole "Durchschnitt gefällt" hinaus. Anders als bei der Attraktivität von Männern, bei der die Körpergröße offenbar von jeher eine Rolle spielt, schien die Langbeinigkeit und damit die Größe einer Frau nie sonderlich wichtig für ihre Attraktivität zu sein. Doch in Zeiten von Modell-Castings-Shows und Size Zero ändern sich Geschmäcker - zumindest aber die Ergebnisse wissenschaftlicher Geschmackstests.
Zwei Versuchsanordnungen60.000 Frauen und Männer umfasst die Online-Befragung der Regensburger Psychologen. Für ihre Studie griffen sie jedoch zunächst auf einen Ausschnitt des Resultats, nämlich 8.000 Befragungen, zurück. Die Attraktivität von Frauenkörpern sollten die Teilnehmer in zwei Experimenten beurteilen: In dem einen konnten die Studienteilnehmer einen Frauenkörper so gestalten, wie sie ihn am schönsten fanden. Das andere Experiment dagegen stellte den Probanden mehr als 240 verschiedene Frauenkörper zur Auswahl, die sie mittels einer Skala bewerten sollten.
Schönheit in Zahlen?Aus den Befragungen entwickelten die Forscher dann die Formel, mit der sie eigenen Angaben zufolge die Attraktivität jeder beliebigen Frauenfigur errechnen und auf einer Skala von 0 bis 100 darstellen können: "Dabei ist nicht einfach wichtig, wie groß und dünn jemand ist, sondern wie die Verhältnisse der einzelnen Körperteile zueinander passen", beschreibt Martin Gründl die Idee hinter der Formel. Schönheit ergibt sich demnach aus bestimmten Proportionen. Allerdings gaben die Regensburger Psychologen zu bedenken, dass der Attraktivitätswert auf einer Skala nur einen Durchschnittswert der Bevölkerung wiedergeben könne. Es gebe natürlich erhebliche Geschmacksunterschiede.
Bleibt gespannt abzuwarten, wann denn die Formel für den attraktiven Mann kommt.
Leider ist die Formel nicht angegeben, ich würde ja zu gerne ausrechnen ob ich schön bin
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Überrascht hat mich auch folgendes Zitat:Die Auswertung der Untersuchung zeigt ein nach Auffassung der Forscher überraschendes Ergebnis: Die meisten Menschen finden Frauen am schönsten, die besonders lange Beine, einen mittleren oder großen Busen und eine schmale Taille haben.
Forscher die davon überrascht sind, dass langbeinige, großbusige Frauen mit schmaler Taille als attraktiv erachtet werden, würde ich nie mit der Erforschung der Schönheit betrauen...
