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Autor Thema: Suche nen Maschinenbauingenieur und/oder Patentanwalt!  (Gelesen 1115 mal)
claudia frieden
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« Antwort #15 am: 26. Januar 2008, 01:06:23 »

Hi,

Bin Maschinebauingenieuse mit 25 jähriger Berufserfahrung und habe auch selbst schon einige Patente (7) angemeldet.

Nena, aus Deinem Beitrag ist mir nicht ganz klar geworden: fehlt Dir nur das know-how für Präsentation und Vermarktung - dann brauchtest Du nämlich keinen Ing. sondern einen Marketing- oder Vertriebsfachmann!
Bei neuentwicklungen läuft das aber alles Hand in Hand.
Aus dem Titel geht allerdings hervor, dass Dir anscheinend die technischen Kenntnisse zur Umsetzung fehlen; da ich ja nicht weiss, um was es sich handelt (ist übrigens bei Patentanmeldungen eminent wichtig, dass keine Vorveröffentlichung der Idee stattfindet!), solltest Du zuerst einmal in der nächsten UBI recherchieren, ob es in dem betreffenden Bereich schon Patente gibt; die würden dann nämlich Deiner Anmeldung "entgegengehalten" d. h. sie werden mit Deiner Anmeldung verglichen und geschaut, ob Deine Anmeldung nicht bereits durch Erfindungen oder Gebrauchsmusterschutzanmeldungen bereits "erschlagen" wird.
 Dann ist es am Patentamt, ob sie die Erfindungshöhe Deiner Erfindung für so gravierend halten, dass eine neue Anmeldung gerechtfertigt erscheint.
Oft ist es sogar besser KEINE Erfindung anzumelden, sondern sich sofort im kleinen Rahmen an die Umsetzung zu machen und die Sache dann - wenn man weiss, dass es funzt an die große Glocke zu hangen; Ergebnis:
- andere können direkt darauf aufgrund Deiner Arbeit (die gilt dann als "Stand der Technik") keine Erfindung mehr anmelden bzw. müssen sie umgehen
- Du hast Dir einen Entwicklungs- und know-how-Vorsprung gesichert und gleichzeitig - bei Veröffentlichung an richtiger Stelle - das erste Marketing für Dein Produkt/ verfahren gemacht!

Um Dir darüber klar zu werden, ob Deine Idee was taugt, oder nicht, in etwas folgendermassen vorgehen:
(und zwar alles schriftlich festhalten!)
1. Literaturrecherche, Patentrecherche, Kontakt zu Uni-Instituten aus dem Bereich, Datensammlung über alles aus dem Gebiet
2. Was ist? (d. h. Beschreibung des Problems, was Du lösen willst)
3. Was soll sein (d. h. Präzisierung der Aufgabenstellung)
4. Beschreibung Deiner Lösung
4a. Ggfs. Kontakt zu Förderstellen des Landes oder des BMBF um Fördermittel für Versuche etc. zu beantragen (Gründermittel, Landes, Bundes, oder EU-Mittel)
4b. Kontakt zu IHK
5. Untermauern Deiner Lösung durch Berechnungen/ praktische Versuche

Merke: Grundsätzlich alles - vor allem für sich selbst - nachvollziehbar machen, sonst findet man hinterher mögliche Fehler nie!


mit freundlichem Glückauf aus dem Pott und dem Harz

Claudia
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Nena
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nena_switch
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« Antwort #16 am: 26. Januar 2008, 01:48:28 »

danke danke Claudia, daß muss ich erst mal alles sortieren....

LG

Nena
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Triona
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« Antwort #17 am: 26. Januar 2008, 12:32:13 »

Hallo Nena,

aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, daß Claudias Ausführungen ziemlich vollständig sind und sehr wirklichkeitsnah.

Liebe Grüße
Triona
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Lina
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« Antwort #18 am: 27. Januar 2008, 01:12:52 »

Was ich gleich hier erzählen will, trifft zwar nicht ganz das Thread-Thema, aber liegt definitiv näher dran als einige andere Postings vor mir.

Ich habe gestern folgendes gehört:

Ein deutscher Erfinder hat ein neues Einspritzsystem für Dieselmotoren erfunden. Die Idee ist von Hochschulen etc. getestet und funktioniert erwartungsgemäß. Das Einspritzsystem spritzt eine Mischung von Diesel und Wasser in den Motor mit dem Ergebnis, dass der Dieselkraftstoff feiner verstäubt werden, sauberer verbrennen und die Ausdehnung des Wassers (Wasser zu Dampf - 1:1500 oder so ...) überträgt weitere Energie auf die Kolben.
Die gesamte Energieeffizienz ist also höher und der Motor ist schadstoffärmer.

Auch interessant, finde ich.
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sacha
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« Antwort #19 am: 28. Januar 2008, 02:34:41 »

Irgendwann kommt ne Konzern, schraubt hier etwas dort etwas. Schaut genauso so aus, aber mit deutlich sichtbare Veränderungen.. schon ist es Passiert. *(1)  Cry Huh

oder man kauft es dir ab mit dem Hinweis das es im eigenen Forschungszentren zu marktreife weiter entwickelt wird. Ganz bestimmt, aus dem Auge, aus dem Sinn. (Bier in Form von Brausetabletten)  Grin Cheesy  gab es wirklich ist nicht lange  her,

Oder wie es bei mir der Fall war, viele sind verärgert und sagen es dir freiheraus: „ Wir dachten wir wären in einem Team und Arbeiten zusammen, aber einige  von uns wollen sich als Selbstdarsteller versuchen und untergraben somit die gute zusammen Arbeit von uns allen“.
 Den Rest könnt ihr selbst ausdenken. Es muss nicht immer so sein, darum drücke ich dir vom ganzen herz die Daumen.


*1: In seiner Autobiographie behauptete der Sony-Firmengründer Akio Morita (1921–1999), Erfinder des Walkman zu sein. Allerdings hatte bereits 1977 der Deutsche Andreas Pavel ein ähnliches Gerät in mehreren Ländern zum Patent angemeldet. Die Patentschrift beschreibt seinen Stereobelt als „Kleinanlage für die hochwertige Wiedergabe von Hörereignissen“. Sony bestritt lange Zeit die Ansprüche von Pavel, auch mehrere Gerichte verneinten dessen Anspruch auf Lizenzgebühren. Nach dem Tod von Akio Morita schloss Sony 2004 jedoch einen außergerichtlichen Vergleich mit Andreas Pavel
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« Antwort #20 am: 28. Januar 2008, 11:13:16 »

Noch so ein Beispiel:

der Erfinder der Maus (ich glaube ein amerikaner) hat sein Patent irgendwann nach vielen Jahren auslaufen lassen, weil kein Mensch so was zu brauchen glaubte.

Kurz danach (mit der Erfindung der grafischen Bedieneroberfläche) kamen neue Rechner mit "Rollkugel-Eingabegeräten" auf den Markt. (Die ursprüngliche Erfindung hatte noch 2 Rädchen zur mechanischen Erfassung der Koordinaten.) Heute ist so gut jeder Rechner mit so einem Ding ausgerüstet. Der erste Erfinder schaute in die Röhre.

Liebe Grüße
Triona
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claudia frieden
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« Antwort #21 am: 29. Januar 2008, 01:46:40 »

Moin,
ich finde es etwas belustigend, was viele leute so an Vorstellungen von einem Patent haben; merke: schützen tut es nur die Großen; die Kleinen MACHEN besser einfach!
Patente kosten auch ein Schweinegeld ... vor allem, wenn man sie weltweit oder auch nur europaweit anmelden will; zudem haben sie den Nachteil, dass sie professionelle Patenthunter (das sind die Arschlöcher, die nur darauf warten, dass andere leute Ideen ahben, die Sie dann verwerten - und ggfs. noch mit dem Patentanmelder einen Prozess anfangen) erst darauf aufmerksam machen, dass da jemand 'ne gute Idee hatte!
So dient die Patentanmeldung nur dazu, sich einen Vorsprung zu verschaffen.
Also Nena: besser MACHEN und dein Produkt/ Verfahren ausarbeiten und dann entsprechend vermarkten ...
am Besten macht frau dies Hochschulnah (auch bei Euch wird es im Hochschulumfeld ein Gründerzentrum geben) - nun gut, ich habe an der kleinsten TU in Deutschland studiert ... da weiss man, wen man anspricht, und wo man das besser läßt ... weiss natürlich nicht, wie das bei Dir in der Gegend so ist

Könntest auch z. B. mit einem Institut aus dem entsprechenden Fachbereich einen Vertrag abschliessen, wo ein Diplomand Deine Idee untersucht ... (wobei Erkenntnisnutzung entsprechend finanziell bewertet und aufgeteilt wird ... einschl. möglicher Schutzrechte und Geheimhaltung)

So ... jetzt ist aber gut ... jetzt muss Nena mal ran (was bist Du eigentlich von Beruf?)

Grüße vom Rhein

Claudia
« Letzte Änderung: 29. Januar 2008, 01:53:44 von claudia frieden » Gespeichert

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nena_switch
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« Antwort #22 am: 29. Januar 2008, 18:49:55 »

Claudia, daß is die geilste Info überhaupt..... das mach ich gleich nach den Jecken Tagen und geh mal an meiner Uni inner nähe vorstellich werden....

Ansonsten bin ich vollberuflicher Abreitsloser, worauf ich nich wirklich stolz bin.....

Gruss und dank Nena
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claudia frieden
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« Antwort #23 am: 30. Januar 2008, 01:40:21 »

Nena,

arbeitslos ist kein Beruf sondern Schicksal ...

irgendwas wirste doch mal gelernt haben, oder?

ein freundliches Glückauf vom Rhein

Claudia
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« Antwort #24 am: 30. Januar 2008, 01:45:10 »

Ja neee,

also ich hab mittlerweile gelernt, daß man auch ohne Drogen leben kann und was du als normal voraussetzt is für meiner einer nich wirklich gottgegeben... is nun mal leider so... ich war so locker 12 Jahre echt schwer abhängig und da lief nichts von wegen Ausbildung zu ende machen, geschweige denn nen Job normal auszuüben, aber ich will hier nich rumheulen, denn ich bin ja nich immer noch da... is auch schon was wert...

Greetz, Nena
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« Antwort #25 am: 30. Januar 2008, 05:09:05 »

Ja neee,

also ich hab mittlerweile gelernt, daß man auch ohne Drogen leben kann und was du als normal voraussetzt is für meiner einer nich wirklich gottgegeben... is nun mal leider so... ich war so locker 12 Jahre echt schwer abhängig und da lief nichts von wegen Ausbildung zu ende machen, geschweige denn nen Job normal auszuüben, aber ich will hier nich rumheulen, denn ich bin ja nich immer noch da... is auch schon was wert...

Greetz, Nena

Genau, liebe Nena.
Und zwar schon an sich. Und ich denke, das sehen wohl alle Leute hier so. (Hoff ich zumindest.)

Aber deine ehrenamtliche Tätigkeit brauchst du hier sicher auch nicht unter den Scheffel zu stellen. Damit hilfst du vielleicht mehr Menschen, als manche andere mit toller Ausbildung.

Liebe Grüße
Triona
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