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Autor Thema: Men in Trees.......  (Gelesen 413 mal)
Nena
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nena_switch
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« am: 12. Januar 2008, 22:02:43 »



Auf Vox is letzte woche Freitag (jeweils freitags 22:00!) ne neue Commedy mit Anne Heche in der Hauptrolle gestartet, is vom selben Co- Producer der auch "Sex and the City" leben mit eingehaucht hat...

Liebevoll Charaktäre, schräge Dialoge und Situation, viel Gefühl und Ironie.... sollte man sich mal angesehen haben....

Downloadlink:
http://serienjunkies.org/?cat=3018

Hier mal was aus der Story:

Marin Frist (Anne Heche) ist eine erfolgreiche Buchautorin und ein Selbsthilfe-Guru für Frauen in Beziehungsfragen. Cocktailparties, Bookreleases, Seminare, geschenkte Designerkleider - all das gehört zu ihrem Leben, genau so wie ihr Verlobter und eine eigene Stalkerin, Annie O'Donnell (Emily Bergel).

Kurz vor ihrer Hochzeit stolpert Marin auf der Reise zu einem Vortrag in die alaskanischen Kleinstadt Elmo über Beweise für die Untreue ihres Verlobten - und fällt in eine mittelgroße Lebenskrise. Zu ihrer Überraschung muss Marin feststellen, dass ihr Vortrag auf Betreiben eines örtlichen männlichen Fans stattfindet, Patrick Bachelor (Derek Richardson). Der leitet nicht nur das lokale Hotel, sondern hat auch noch eine kleinstädische Radioshow - und kennt Marins Werke auswendig.

Die niederschmetternden persönlichen Nachrichten führen bei Marin zu einem ungehemmten Besäufnis in der örtlichen Bar Chieftain (geleitet von Ben Thomasson (Abraham Benrubi, „Emergency Room“) und seiner entfremdeten Frau Theresa (Sarah Strange). Bei der Gelegenheit hat Marin auch eine erste, peinliche Begegnung mit dem stattlichen Biologen Jack Slattery (James Tupper).

Aufgrund ihrer starken Alkoholisierung wird Marins folgender Vortrag - zudem noch ungewohnter Weise vor den Männern der Stadt - ein denkwürdiges Ereignis. Und: am nächsten Morgen verpasst die Autorin ihren Flug zur nächsten Station ihrer Vortragstour. Das ruft ihre Managerin Jane (Seana Kofoed) auf den Plan, die über Umwege von Marins privaten Dilemma erfahren hat.

Nach einigen weiteren Begebenheiten - so lernt Marin unter anderem noch den in die Jahre gekommenen örtlichen Piloten Buzz Washington (John Amos, „The West Wing“) und die Prostituierte (und allein erziehende Mutter) Sara Jackson (Sue Mathew) kennen, wird von ihrer Stalkerin Annie eingeholt, begegnet einem „gefährlichen“ Waschbären und noch mehrfach dem Biologen Jack - beschließt Marin, in Elmo zu bleiben, um ihr bisheriges Leben zu hinterfragen sich und von den Männern des Ortes so manche Frage über das andere Geschlecht erneut beantworten zu lassen, deren Antwort die Autorin zu kennen glaubte.

Vom Ton her ist „Men in Trees“ ein leichtes Drama, in der Marin Frist als Fish-out-of-water - eine elegante Großstädterin in der tiefsten, natürlichen Provinz - versucht, ihr Leben neu zu ordnen. Bereits in der Pilotepisode wird klar, das Frist und dem Biologen Jack Slattery eine lange kriegen-sie-sich-oder-nicht Beziehung bevor stehen wird.

Aber auch die Bevölkerung von Elmo wird bereits in der Pilotepisode mit mehreren vielversprechenden Figuren aufgestellt: dem leicht philosophischen, aber doch voll im Leben stehenden Bartender und seiner entfremdeten Frau, die in einer Art Midlife-Crisis momentan nicht glauben mag, dass „das schon alles war“.

In dem sich abzeichnenden Paar aus dem leicht hyperaktiven Hotelbesitzer Patrick und der an Marins Lippen hängenden (harmlosen) „Stalkerin“ Annie.

Im resoluten Piloten Buzz, der in den folgenden Episoden noch eine Ehefrau in Gestalt von Lauren Tom („Friends“, „Futurama“) an die Seite gestellt bekommt.

Größte Auffälligkeit der Serie ist, dass sie nicht - wie so viele andere amerikanische Serien - in Los Angeles gedreht wurde, sondern - quasi vor Ort - in einer kleineren Stadt im kanadischen British Columbia. Das sorgt für eine ganz eigenen Optik, die ein bisschen an die in Utah gedrehte Serie „Everwood“ erinnert. Zudem zählt „Men in Trees“ damit zu den wenigen amerikanischen Serien, in denen es tatsächlich (echten) Schnee auf den Straßen zu sehen gibt.

Ansonsten trägt Elmo die Charakterzüge, die viele andere Kleinstädte amerikanischer Fernsehserien der letzten Jahre ausgezeichnet haben: ehrliche Menschen, manchmal etwas verschroben aber doch letztendlich ohne den großstädtischen Zynismus, wie man sie bisher schon in „Jericho“, Stars Hollow, „Everwood“ und Cicely fand.

Das ganze wird akustisch ergänzt durch eine - zumindest mal in der Pilotepisode - exzellente Auswahl an leichter Alternativ-Popmusik (nur für den Fall, dass sich nach dem sehen jemand dafür interessiert: Musikinfos bei TuneFind.com).

Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls gelungen. Anne Heche und Abraham Benrubi haben ihre (aus „Ally McBeal“ bzw. „Emergency Room“) „bekannten“ Synchronstimmen wieder erhalten. Als erfahrener Originatongucker erkennt man zwar die eine oder andere holperig übersetzte Stelle, aber alles in allem ist „Men in Trees“ sowieso nicht unbedingt eine Serie, die von schnellen, pointierten Dialogen zu leben scheint. Es steht doch eher die Herzlichkeit der Figuren im Vordergrund.

Produzentin der Serie ist Jenny Bicks, die schon Co-Produzentin bei „Sex and the City“ war. Das merkt man denn auch, so darf - zumindest in der Pilotepisode - die Autorin Frist mal ein Voice over einsprechen. Zudem drängen sich natürlich vergleiche zu SATC auf (Autorin sucht Liebe) und ebenso zum Klassiker „Ausgerecxhnet Alaska“ (New Yorker Großstadtmensch verschlägt es in die Provinz, wo es für Dr. Joel Fleischman keine Bagles gab und Marin Frist mit dem Handy-Empfang ihre Probleme hat.)

Fazit

„Men in Trees“ verspricht mit seiner Pilotepisode, sich stark aus zwei in den letzten Jahren immer wieder auftauchenden Seriengenres zu bedienen: dem Fish-out-of-water und der Kleinstadtserie - gewürzt mit dem üblichen kriegen sie sich oder nicht (von dem wir als erfahrene Serienfans ja wissen, dass sie sich - meist später als früher - kriegen werden; wenn die Serie denn nicht vorher abgesetzt wird, aber danach schaut es momentan nicht aus).



Insofern richtet sich die Serie an Frauen mittleren Alters und gleich alte, weichgespülte Männer - die Sorte, die schon „Sex and the City“ und „Grey's Anatomy“ gesehen hat und für deren Unterhaltung es keinen Knall, kein Bum und keine Leichen bedarf - und ist im Programmumfeld der „Gilmore Girls“ sicherlich gut aufgehoben - wenn auch ein 22 Uhr Sendeplatz am Freitag Abend unrühmlich erscheint.

Sicherlich bietet „Men in Trees“ gute, kurzweilige Unterhaltung und einige liebenswerte Charaktere. Es dürfte aber kein Klassiker werden, wie es zum Beispiel das ja sehr ähnlich, wenn auch ungleich künstlerisch angelegte „Ausgerechnet Alaska“ (original: „Northern Exposure“) geworden ist.

Quelle: http://www.serienjunkies.de/news/men-trees-17076.html
« Letzte Änderung: 12. Januar 2008, 22:39:45 von Nena » Gespeichert

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Jula
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« Antwort #1 am: 13. Januar 2008, 10:12:10 »

Danke für die ausführliche Beschreibung.
Den Piloten habe ich gesehen, allerdings nicht die 2. Folge (weil ich auf Piste war! Grin)
Mir hat der Start auch sehr gut gefallen.
Eine unterhaltsame Sendung, die ich auf jeden Fall weiter gucken werde.
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"Es gibt schreckliche Versuchungen und es erfordert Kraft und Mut, ihnen nachzugeben." Oscar Wilde
Nena
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« Antwort #2 am: 13. Januar 2008, 17:05:34 »

Keine Ursache Jula und wenn du mal ne Folge verpasst hast hier kannste dir die ersten 5-6 Folgen davon ziehen...
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Greetz

La Nena
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